Schwerhörige, Ertaubte, CI-Träger
Selbsthilfegruppe Erlangen
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Chronik

Einige Rückblicke aus den vergangenen Jahren. Hier sollen die monatlichen Gruppentreffen mit besonderen Gästen und die sonstigen bemerkenswerten Aktivitäten der Gruppe genannt werden.
Der komplette Text der zum 10-jährigen Jubiläum im Mai 2010 erschienenen Chronik kann hier heruntergeladen werden: Text (pdf, DIN A4, ca. 10 MB); (Umschlag, DIN A4, pdf, ca. 1 MB).
Die nachfolgende Übersicht entspricht bis April 2010 weitgehend der gedruckten Fassung zum 10-jährigen Jubiläum.

2000

6. April 2000: An diesem Tag traf sich die Selbsthilfegruppe erstmals.
Anwesend waren sieben Personen. Vorangegangen war die Planung, Suche nach Räumlichkeiten und Erstellung eines Faltblatts usw. durch Christa Braun, Reiner Hofmann, Thomas Holz und Friedrich Rauhut. Diese vier Personen bildeten auch das erste SprecherInnenteam, das die Gruppe nach außen vertrat.
Seitdem traf man sich regelmäßig zum Gruppentreffen am ersten Donnerstag im Monat, in der Regel im Gemeinderaum Neustädter Kirchenplatz 7. Die Zahl der Anwesenden schwankte dabei zwischen zwei (bei Gewitterregen, August 2000) und über zwanzig (dann wurde es schon etwas eng). Die Gruppe hatte das Glück, dass von Anfang an eine von der Stadt Erlangen zur Verfügung gestellte Funkmikrofon-Anlage die Kommunikation in der Gruppe (und auch die Gesprächsdisziplin) erleichterte.
Christa Braun hat beim Festgottesdienst am 2. Mai 2010 anläßlich des zehnjährigen Bestehens unserer Gruppe ihren persönlichen Eindruck von der Gründung der Gruppe gegeben (vollständiger Text, pdf).

Eintrag im Gruppentagebuch zur Gründung am 6. April 2000

Eintrag im Gruppentagebuch zur Gründung am 6. April 2000
(Aus Datenschutzgründen hier nur die Namen zweier SprecherInnen.)

2001

18. März 2001: Die Selbsthilfegruppe unternimmt erstmals einen gemeinsamen Ausflug.
Das Gruppentagebuch vermerkt dazu: Der Ausflug ging auf das Walberla zur Walburga (Essen bei Nagenast in Schlaifhausen).

2. August 2001: Die Selbsthilfegruppe trifft sich erstmals zu einem Grillfest
Das erste Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa" fand anstelle des Gruppentreffens statt. Für einen Donnerstagabend war die Beteiligung mit 13 Teilnehmern sehr gut.

14. September 2001: Die Selbsthilfegruppe geht an die Öffentlichkeit.
Die Erlanger Nachrichten brachten im Rahmen der Serie "Unser Jahr des Ehrenamtes" mit der Überschrift "Reiner Hofmann. Hörbehinderter informiert in Selbsthilfegruppe Mitbetroffene" einen Artikel (jpg, ca. 350 KB). Darin wurde auch allgemein über Schwerhörigkeit und Selbsthilfegruppen informiert.

6. Oktober 2001: Die Selbsthilfegruppe präsentiert sich erstmals beim Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen".
Dieser Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schloßplatz war regnerisch, deswegen wurde kurzerhand noch schnell ein Pavillon bei OBI gekauft und aufgestellt.

2002

7. Februar 2002: Die Selbsthilfegruppe hat erstmals einen Gast
Hörgeräteakustiker Herr Eberhard gab Auskunft über Hörgeräte und Hilfsmittel. 16 Teilnehmer lauschten seinen Ausführungen.

4. April 2002: Die Selbsthilfegruppe geht zu ihrem zweiten "Geburtstag" wieder an die Öffentlichkeit.
Die gute Verbindung von Anni Reinmann zum "Fränkischen Tag" ermöglichte es uns, dort einen Artikel mit der Überschrift "Wenn Bienen summen und Panzer fahren" einen Artikel (pdf, ca. 350 KB) zum zweijährigen Bestehen der Gruppe zu platzieren.
Die Überschrift erklärt sich aus dem Text, wo es u. a. heißt:
"Gleich und gleich gesellt sich gern" ist hier nämlich ein Ausspruch, den man nicht treffender ausdrücken kann, denn "wer nicht selbst schwerhörig ist kann sich nicht einmal im weitesten Sinne vorstellen, wie es ist, entweder ständig zum Beispiel Bienengesumm oder Panzergeräusche zu hören oder immer nur die Hälfte zu verstehen", erklären die Betroffenen."

4. Juli 2002: Frau Dr. Inge Richter ist bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Frau Dr. Inge Richter (selbst ertaubt) berichtet über sich und die Arbeit der von ihr geleiteten Hörgeschädigtenabteilung im Klinikum am Europakanal in Erlangen (18 Teilnehmer).

1. August 2002: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest bei Frau Kapke in Bubenreuth.
Zum Grillfest im Garten von Frau Kapke in Bubenreuth kamen 16 Personen (einschließlich der Familienmitglieder). Das monatliche Gruppentreffen entfiel dafür.

2003

5. Juli 2003: Die Selbsthilfegruppe präsentiert sich beim Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" 2003.
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schloßplatz gibt es erstmals im Gruppentagebuch ein Foto als Erinnerung. Statt eines Plakats wurden die Faltblätter am Pavillondach aufgehängt (man beachte die kreative Lösung der Befestigung durch Wäscheklammern).

Aktionstag 2003

Aktionstag 2003

6. November 2003: HNO-Arzt Dr. Waldfahrer ist Gast bei der Selbsthilfegruppe.
Erstmals ist ein HNO-Arzt Gast bei der Gruppe (15 Teilnehmer).

2004

20. März 2004: Die Selbsthilfegruppe präsentiert sich beim Aktionstag der Fachklinik Herzogenaurach.
Unser Stand im Untergeschoß war (wie alle anderen) wenig frequentiert. Man profitierte aber vom Gespräch mit den anderen Gruppen.

6. Mai 2004: Die Sprecherin der Tinnitus-Selbsthilfegruppe Erlangen ist bei uns zu Gast.
Sabine Schoen stellt die von ihr geleitete Tinnitus-Selbsthilfegruppe vor, die sich in Drei Cedern trifft.

20. Mai 2004: Tagesausflug nach Trabelsdorf.
Die Selbsthilfegruppe unternimmt mit 10 Teilnehmern einen Tagesausflug nach Trabelsdorf und war erstmals Gast im "Alten Kurhaus".

Ausflug nach Trabelsdorf, Mai 2004

Ausflug nach Trabelsdorf, Mai 2004

1. Juli 2004: Frau Gilson von "fOHRum" ist bei uns Gast.
Frau Sabine Gilson berichtet über "fOHRum - gut hören in der Schule", eine Selbsthilfegruppe von Eltern schwerhöriger Kinder in Regelschulen.

7. Oktober 2004: Treff in der "freien Wildbahn".
Da der Raum im Haus Neustädter Kirchenplatz anderweitig belegt war, mussten wir in das Gasthaus Strauss ausweichen. Der zunächst nur von uns belegte Nebenraum wurde später störend laut, als noch andere Gäste hier Platz nahmen. Ausnahmsweise war das Gruppentreffen daher nicht die "Erholung" wie gewohnt.

23. Oktober 2004: Tagesausflug nach Coburg.
Tagesausflug mit der Bahn nach Coburg (15 Teilnehmer einschließlich der Angehörigen). Reiner Hofmann machte den Stadtführer durch seine Heimatstadt einschließlich eines Besuchs des Museums in der Veste.

Ausflug nach Coburg, Oktober 2004

Ausflug nach Coburg, Oktober 2004

2005

3. Februar 2005: Ein Hörgeräteakustiker bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Hörgeräteakustiker Herr Lauer von der Firma KIND gab informativ Auskunft über Hörgeräte und insbesonders Hilfsmittel (brachte auch "Anschauungsmaterial" mit). Er gab auch Tipps zu den Kosten bzw. deren Bewältigung (Zuschüsse von Krankenkassen oder Hauptfürsorgestelle).

ab 9. März 2005: LBG-Kurs mit Reiner Hofmann.
Reiner Hofmann bietet der Gruppe einen LBG-Kurs an (LBG = Lautsprachbegleitende Gebärden). Der Kurs wird in den Räumen des Seniorenheims Sophienstraße abgehalten, findet wöchentlich statt und geht über 10 Einheiten; 10 Teilnehmer aus unserer Gruppe beteiligen sich.

7. April 2005: Die Selbsthilfegruppe hat Geburtstag.
Die Selbsthilfegruppe feiert ihr fünfjähriges Bestehen mit einem durch die Teilnehmer selbst gestaltetes kaltes Büffet. Thomas Holz und Christa Braun sprechen den Sketch "Wenn Vater nicht mehr hört und Mutter sich empört".

2. Juli 2005: Die Selbsthilfegruppe ist auch dieses Mal beim Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" dabei.
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schloßplatz 2005 (Bildergalerie) hatten wir mit der Selbsthilfegruppe "fOHRum" (s. unter 1. Juli 2004) einen gemeinsamen Stand. Erstmals war hier ein "Hörkopf" (Gehör-Schnelltester in Kopfform) im Einsatz und brachte einigen Zulauf.

9. Juli 2005: Die Selbsthilfegruppe organisiert erstmals eine Führung im Stadtmuseum Erlangen.
Durch die Ausstellung "Vom Jahrmarkt zum Kultfest. 250 Jahre Erlanger Bergkirchweih" im Stadtmuseum Erlangen führte Stadtarchivar Dr. Andreas Jakob die 12 Teilnehmer kenntnisreich und anschaulich, die FM-Anlage war dabei eine gute Hilfe für die unter den 12 Teilnehmern, die sie nutzen konnten. Anschließend gab es noch ein gemütliches Zusammensein auf dem Entlas-Keller.

Ausstellungsplakat des Stadtmuseums zu 250 Jahre Bergkirchweih, 2005

Ausstellungsplakat des Stadtmuseums zu 250 Jahre Bergkirchweih, 2005

31. Juli 2005: Kellerführung auf dem Erlanger Burgberg mit FM-Anlage.
Herr Engelhardt vom Entlas-Keller erklärte sich bereit, bei seiner Kellerführung das Mikrofon der FM-Anlage zu benutzen (ohne die FM-Anlage wäre die Kommunikation im stellenweise recht dunklen Keller sehr schwierig geworden). Da zu diesem Termin (mit 11 Teilnehmern) nicht alle Interessierten teilnehmen konnten, wurde die FM-Anlage am 25. September noch einmal bei der Kellerführung aktiviert.

6. Oktober 2005: Eine Logopädin besucht die Selbsthilfegruppe.
Die Logopädin Frau Jana Matthäus spricht über ihre Arbeit. Aspekte sind zum Beispiel "Wie beeinflusst die Schwerhörigkeit die Aussprache - Atemtechnik, Therapiemöglichkeiten".

8. Oktober 2005: Tagesausflug nach Bamberg.
Margit Gamberoni führte uns mit viel Freude und gekonnt durch "ihre" Stadt, in die wichtigsten Kirchen, den Dom, die Plätze und die Regnitz entlang. Die 13 Teilnehmer aus Erlangen reisten teilweise mit der Bahn, teilweise mit dem PKW an.

Stadtführung in Bamberg, Oktober 2005

Stadtführung in Bamberg, Oktober 2005

3. November 2005: Ausgesperrt!
Da der Schlüssel zum Raum im Haus Neustädter Kirchenplatz versehentlich nicht aus dem Dekanat geholt wurde, mussten wir (diesmal unvorbereitet) in die "freien Wildbahn" ausweichen und gingen in das benachbarte Gasthaus "Bajazzo".

5.-6. November 2005: Wochenende im "Alten Kurhaus" in Trabelsdorf.
Die Gruppe traf sich erstmals in Trabelsdorf für länger als einen Tag (mit Übernachtung). Wir nutzten die Gelegenheit nicht nur zur Auffrischung unserer LBG-Kenntnisse, sondern auch zu einer Wanderung nach Lisberg (die Burg war leider nicht zu besichtigen), zu einer Rückschau über die fünf Jahre des Bestehens der Gruppe und zur Vorschau, was in der Gruppe noch verbessert werden kann. Der Samstagabend stand unter dem Thema "Strategieen entwickeln zum Sprachverständnis ohne technische Hilfsmittel".

In der Natur bei Trabelsdorf, November 2005

In der Natur bei Trabelsdorf, November 2005

2006

31. Juli bis 3. August 2006: Wochenende im "Alten Kurhaus" in Trabelsdorf.
Diese Wochenend-Freizeit in Trabelsdorf verbrachten wir zusammen mit Teilnehmern der Nürnberger Gruppe.

Gipfelsturm bei Trabelsdorf, August 2006

Gipfelsturm bei Trabelsdorf, August 2006

18. August 2006: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest.
Nach einer längeren Pause traf sich die Selbsthilfegruppe wieder zum Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa". Der Beginn um 17 Uhr hatte den Nachteil, dass es relativ rasch dunkel wurde - das merkten wir uns für die kommenden Grilltreffen.

3. bis 5. November 2006: LBG-Kurs in Trabelsdorf.
Dieses Wochenende in Trabelsdorf stand ganz im Zeichen der Vermittlung bzw. Auffrischung der Lautsprachbegleitenden Gebärden.

11. November 2006: Amtseinführung des neuen Landeskirchen-Beauftragten der Schwerhörigenseelsorge der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern.
Bei der Amtseinführung von Pfarrer Rolf Hörndlein waren fünf Mitglieder unserer Gruppe dabei. Er besuchte dann erstmals unsere Gruppe beim folgenden Gruppentreffen im Dezember.

2007

13. Januar 2007: Führung mit FM-Anlage im Stadtmuseum Erlangen.
Wieder führte Stadtarchivar Dr. Andreas Jakob die 8 Teilnehmer kenntnisreich und anschaulich durch die Ausstellung "Altstadt im Wandel. Von der Ackerbürgerstadt zum Vergnügungsviertel" (Ausstellungsfaltblatt, pdf). Anschließend traf man sich noch in "La Barca" in der Schiffstraße zu Capuccino und Kuchen.

1. Februar 2007: Herr Stritzke ist bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Herr Stritzke berichtet über sich und seine Arbeit als Psychologe und Psychotherapeut in der Hörgeschädigtenabteilung im Klinikum am Europakanal vor 19 interessierten Teilnehmern.

1. März 2007: Herr Professor Hoppe ist bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Herr Professor Ulrich Hoppe von der HNO-Klinik referiert über Schwerhörigkeit bzw. ihre Ursachen sowie über die Entwicklung der Hörgeräte bis zum heutigen Stand der Technik des Chochlea-Implants (CI). Seinen durch Beamer unterstützten Ausführungen konnten die 15 Teilnehmer trotz des zeitweisen Ausfalls der FM-Anlage gut folgen.

5. April 2007: Bei der Selbsthilfegruppe ist die Siemens Audiologische Technik zu Gast
Frau Simone Siltmann und Frau Nadine Seubert von der Siemens Audiologischen Technik berichten über die Probandentests, die von ihrer Firma durchgeführt werden. Zur Entwicklung neuer Hörgeräte sind Tests mit Schwerhörigen wichtig; der Zeitaufwand für die Tests im Hause (und ggf. die Anfahrt) wird vergütet. Es wurden vor allem stark schwerhörige Probanden gesucht.

Visitenkarte der Siemens Audiologie für Probanden

Visitenkarte der Siemens Audiologie für Probanden

3. Mai 2007: SprecherInnen-Team ergänzt
Von den ursprünglichen vier Personen des Teams stehen mittlerweile nur noch zwei zur Verfügung (Friedrich Rauhut schied im Sommer 2003, Reiner Hofmann ist mittlerweile wegen seines Berufs nach Bamberg gezogen). Neben Christa Braun und Thomas Holz werden auch Irmgard Kühne und Herbert Hirschfelder von den anwesenden Teilnehmern in das Team delegiert.

5./6. Mai 2007: Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten
Die Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten fand erstmals in Erlangen statt. Unsere Gruppe hatte dazu Räumlichkeiten und Verpflegung im Siemens-Sportheim organisiert.

17. Juli 2007: Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" 2007. Plakat (pdf, ca. 100 MB)
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schloßplatz (Bildergalerie) konnten von der Stadt keine Tische und Bänke gestellt werden. So waren wir froh, dass Herr Johannes Lauer diese für uns mitbrachte; er war sogar unentwegt mit am Stand. Der "Hörkopf" (Gehör-Schnelltester in Kopfform) war wieder im Einsatz und brachte einigen Zulauf.

Aktionstag 2007

Aktionstag 2007

18. August 2007: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest.
Im Vergleich zum Vorjahr schon routinierter traf sich die Selbsthilfegruppe wieder zum Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa". Vom Vorjahr hatte man unter anderem gelernt, dass ein Anfang am späten Nachmittag nicht günstig ist; diesmal feierte man von 14 bis 18 Uhr zusammen mit der Sportgruppe "Hörgeschädigten- Freizeit- und Sportgruppe Franken" (HFSF).

Grillfest 2007

Grillfest 2007

19. bis 21. Oktober 2007: Freizeit in Trabelsdorf.
An diesem Trabelsdorf-Wochenende referierte Herr Lauer am Freitagnachmittag (leider nur kurz) über Hörgeräte und Hörhilfen. Am Samstagabend hielt Herr Zeck (Pastoralreferent aus Bamberg) eine Andacht. Aus dem Teilnehmerkreis berichtete am Sonntagvormittag Frau Cäcilie Trautner von ihren Erfahrungen "Durch bessere Ernährung besseres Hören". Überraschend gab Zauberer Petermann nach unserem Mittagessen am Sonntag eine Gratisvorführung seines Könnens. Daneben gab es viele gemeinsamen Unternehmungen und auch Planungen für 2008.

Gruppenfoto in Trabelsdorf, Oktober 2007

Gruppenfoto in Trabelsdorf, Oktober 2007

15. November 2007: Thomas Holz verstorben.
Unser Gründungsmitglied Thomas Holz verstarb nach längerer Krankheit am 15. November 2007. Bei seiner Aussegnungfeier am 21. November waren zahlreiche Teilnehmer der Gruppe dabei, um von ihm Abschied zu nehmen. Für die Gruppe verlas Reiner Hofmann einen Nachruf.

Nachruf für Thomas Holz

Nachruf für Thomas Holz

2008

16. Januar 2008: Fototermin zur Vorbereitung auf den Hörtag.
Die HNO-Klinik führte im Februar einen Hörtag durch, bei dem sich auch die Gruppe beteiligte. Das Angebot bei der Gelegenheit ein Poster zu erstellen nahmen wir gerne an. Ein kleines technisches Problem war die vergessene Kamera der Fotografin, das schnell durch den Kauf einer digitalen Kamera gelöst werden konnte.

Fototermin (Sprecherteam)

Fototermin: SprecherInnenteam

9. Februar 2008: Hörtag 2008.
Die Erlanger HNO-Klinik führte im Februar einen "Hörtag" durch, moderiert durch Dr. med. Antje Katrin Kühnemann. Unsere Gruppe beteiligte sich mit einem Informationsstand und stellte die FM-Anlage zur Verfügung. Bei der Gelegenheit wurde erstmals das Poster der Öffentlichkeit repräsentiert.

Unser neues Poster

Unser neues Poster erstmals im Einsatz

3. April 2008: Der Hausherr besucht uns.
Der neue Dekan, Herr Peter Huschke, besuchte uns. Nicht seinetwegen, sondern wegen einer zweifachen Geburtstagsfeier (Selbsthilfegruppe 8 Jahre, Christa Braun 75 Jahre) war der Tisch dabei festlich gedeckt.

Dekan Huschke besucht die Gruppe

Dekan Huschke besucht die Gruppe

19. Juni 2008: Die Siemens-Audiologie sucht Probanden.
Die Siemens-Audiologie suchte Probanden. Damit die regulären Gruppentreffen dabei nicht zu sehr ins Hintertreffen kommen (sie sollen ja der Selbsthilfe dienen) wurde ein Extra-Termin mit Frau Berghorn und Herrn Lauer vereinbart. Die Anwesenden füllten dabei einen mehrseitigen Fragebogen aus.

Beim Ausfüllen der Fragebogen

Beim Ausfüllen der Fragebogen

29. Juni 2008: Führung durch die Wilhelm-Busch-Ausstellung im Stadtmuseum Erlangen.
Christiane Müller führte kenntnisreich und mit dem Funkmikrofon ausgerüstet durch die Ausstellung. Fünf Teilnehmer der Gruppe und je ein Gast aus Bamberg und Nürnberg folgten ihr interessiert

Im Museum

Im Museum

August 2008: Die Selbsthilfegruppe im "Forum" und in der "Schnecke".
Die Selbsthilfegruppe ist seit Jahresbeginn Mitglied der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) und der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) und stellt sich in den jeweiligen Verbandszeitschriften "Forum" bzw. der "Schnecke") vor. (Artikel im "Forum", Sommer-Ausgabe 2008, Artikel in der "Schnecke", August-Ausgabe 2008, pdf)

9. August 2008: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest.
Wie im Vorjahr traf sich die Selbsthilfegruppe wieder zum Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa". Auch diesmal feierte man von 14 bis 18 Uhr zusammen mit der Sportgruppe "Hörgeschädigten- Freizeit- und Sportgruppe Franken" (HFSF) und Gästen aus Bamberg.

Grillfest 2008

Grillfest 2008

14.-16. November 2008: LBG-Kurs in Trabelsdorf.
Reiner Hofmann frischte unsere Lautsprachbegleitenden Gebärden auf und führte uns auch in die Theorie und Praxis des Absehens ein.
Das Wetter zeigte sich der Jahreszeit gemäß nicht sehr freundlich. Statt abendlicher Spaziergänge gab es daher zum Beispiel kleine Kartenturniere.

Reiner Hofmann beim Seminar

Ein engagierter Dozent: Reiner Hofmann

26. November 2008: CICERO wird vorgestellt.
Ein Dutzend Teilnehmer aus unserer Gruppe beteiligte sich bei der Vorstellung des Projektes Cochlea-Implantat Centrum Erlangen (CICERO). Beim anschließenden Diskussionsforum wurden auch von unserer Seite her Fragen gestellt. Anschließend konnte man sich mit dem HNO-Personal oder auch mit den Mitgliedern der anderen anwesenden Gruppen unterhalten.

2009

8. Januar 2009: Gruppentreffen einmal anders
Unser reguläres Gruppentreffen entfiel wegen des Feiertages (Neujahr). Intern trafen wir uns eine Woche später zu einem gemütlichen Abend im Restaurant "La Pergola" in der Goethestraße.

24. Januar 2009: Einweihung der neuen Räume der Schwerhörigenseelsorge in Nürnberg
Zahlreich war unsere Gruppe bei der Einweihung der neuen Räume am Egidienplatz vertreten. Der Festgottesdienst wurde von uns mitgestaltet, indem Mitglieder unserer Gruppen die Fürbitten verlasen. Auch bei den Vorbereitungen zur Feier in den neuen Räumen waren wir helfend beteiligt.

1. März 2009: Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß bei uns
Unsere Gruppe hatte während ihres Monatstreffens im März Besucht von Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß, die sich sehr interessiert zeigte.

20.-22. März 2009: Jahrestagung der Schwerhörigenseelsorge in Stein
Einige unserer Gruppenmitglieder nützten die Gelegenheit und nahmen an den Referaten und Workshops teil. Ein Höhepunkt war dabei der Auftritt der selbst hörgeschädigten Künstlerin Sibylle Fritz, die Gedichte von Mascha Koleko vertont und "zu Gehör gebracht" hat.

7. Mai 2009: Eröffnungsfeier von CICERO
Bei der Einweihung von CICERO (das Cochlear-Implant-Centrum Erlangen) waren viele Personen aus unserer Gruppe anwesend. Nach den Grußworten gab es einen Höhepunkt der besonderen Art: die Vorführung einer Pantomime, die Jomi (Josef Michael Kreutzer) extra zu diesem Anlass gestaltet hatte. Anschließend gab es die Möglichkeit zur Besichtigung des neuen Zentrums.

Auftritt von Jomi bei der Einweihung von CICERO

Auftritt von Jomi bei der Einweihung von CICERO

7. Mai 2009 (abends): Die Erlanger Synodalabgeordnete besucht unsere Gruppe.
Frau Dr. Annekathrin Preidel besuchte unsere Gruppe und berichtete über ihre Arbeit als Landessynodalin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

17. Mai 2009: Führung mit FM-Anlage im Stadtmuseum Erlangen.
Diesmal führte wieder Stadtarchivar Dr. Andreas Jakob die 8 Teilnehmer kenntnisreich und anschaulich durch die Ausstellung "Erlangen im Barock. Glanz und Elend der Markgrafenzeit" (Ausstellungsfaltblatt, pdf), (Ausstellungstexte, pdf). Anschließend traf man sich noch zum gemütlichen Plaudern in einem Cafe in der Glockenstraße.

20. Juni 2009: Deutscher CI-Tag.
Relativ kurzfristig hatte die HNO-Klinik bzw. CICERO (das Cochlear-Implant-Centrum Erlangen) entschieden, sich am Deutschen CI-Tag im Rahmen des Gesundheitmarktes in Erlangen zu beteiligen. Da der Termin mit Urlaub und anderweitigen Verpflichtungen zusammenfiel, war von uns nur Herbert Hirschfelder (im Bild links) durchgehend dabei. Der Kasten in der Mitte ist übrigens kein Bauchladen, sondern ein Demonstrationskoffer, der die einzelnen Teile eines CI enthält. Im Hintergrund rechts ist (teilweise verdeckt) das Poster unserer Gruppe zu sehen.

Deutscher CI-Tag 2009

Unsere Gruppe beteiligte sich mit bei der Aktion von CICERO zum Deutschen CI-Tag 2009

1. Juli 2009: Vorstellung unserer Gruppe beim Gesundheits- und Sozialausschuss der Stadt Erlangen.
Durch Vermittlung von Frau Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß konnte sich unserer Gruppe beim Gesundheits- und Sozialausschuss der Stadt Erlangen vorstellen. Herbert Hirschfelder übernahm diese Aufgabe. Interessiert verfolgten ihn etliche Teilnehmer aus unserer Gruppe, soweit sie dazu in der Lage waren - es stellte sich heraus, dass die im Ratssaal vorhandene Induktionsanlage in den Besucherreihen nur sehr leise zu hören war. Nur diejenigen, deren Hörgeräte so eingestellt sind, dass sie gleichzeitig mit Induktionsspule und Mikrofon hören, konnten dem Referat und den anschließenden Fragen der Ausschussmitglieder gut folgen, da auch über in der Decke installierte Lautsprecher übertragen wurde. Anschließend ergab sich vor dem Ratssaal noch die Gelegenheit zum zwanglosen Gespräch mit Herrn Thomas Grützner, dem Behindertenbeauftragten der Stadt Erlangen.

Im Ratssaal      Vor dem Ratssaal

links: Herbert Hirschfelder im Ratssaal am Mikrofon (links).
rechts: Vor dem Ratssaal mit Herrn Thomas Grützner, dem Behindertenbeauftragten der Stadt Erlangen.

18. Juli 2009: Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" 2009 (Forum-Fotos).
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" hatten wir prominenten Besuch am Stand, nämlich einen leibhaftigen Landrat. Herr Irlinger bestand den Hörtest am "Hörkopf" (Gehör-Schnelltester in Kopfform) mit Bravour, zeigte sich aber sonst nicht sehr gesprächig. Sonst war es eher ruhig, einzelne Gespräche aber um so interessanter. Den Stand hüteten: Christa Braun, Herbert Hirschfelder, Heidi Schenk und Cäcilie Trautner.

Landrat Irlinger beim Hörtest      Unser Stand beim Aktionstag 2009

links: Landrat Irlinger beim Hörtest (mit Christa Braun)
rechts: Unser Stand beim Aktionstag 2009 (links: Christa Braun, rechts: Heidi Schenk).

15. August 2009: Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa".
Schon fast traditionell war unser Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa", Äußere Brucker Straße 49, wo man so schön die Seele baumeln lassen kann..
Besteck und Geschirr konnten wir aus der Villa-Küche benutzen, Getränke stellte die Hörgeschädigten- Freizeit- und Sportgruppe (HFSF) zur Verfügung. Man musste nur mitbringen, was man selbst essen (oder den anderen zum Probieren anbieten) wollte.
Gäste waren (neben der HFSF) aus den benachbarten Selbsthilfegruppen "OhrRing" (Bamberg) und "Öhrli-Treff" (Nürnberg) vertreten.

Grillfest aus der Vogelschau

Alt und Jung beim Grillfest versammelt

Grillmeister Gerd      Buffet beim Grillfest

links: Grillmeister Gerd in Aktion
rechts: Das aus vielen Quellen gespeiste Buffet.

28.-30. August 2009: Entspannungs- und Hörtraining in Trabelsdorf.
Es hat alles gepasst: Die Bewirtung im Alten Kurhaus war gewohnt gut (nur der Gästeandrang am Sonntag etwas zu groß), das Wetter war schön, das Entspannungstraining mit Irmi war anregend und entspannend, und das Hörtraining mit Margit Gamberoni war alles andere als monoton.
119 Stufen konnten die Unentwegten unter uns am Sonntag nicht schrecken, sie machten sich zu Fuß auf den Weg nach Lisberg. Dort wurden wir vom Schlossherren durch die Burg geführt und bekamen vom Verlies bis zum Brautzimmer etliches zu sehen und fachkundig erklärt.
Michele Bayerschmidt schrieb dazu einen ausführlichen Bericht (pdf), der im Forum Heft 32 (Winter 2009/10) veröffentlicht wurde.

Unsere Dozentinnen      Weiher im Morgennebel

links: Unsere Dozentinnen: Irmi (links) und Margit (rechts)
rechts: Weiher im Morgennebel

Gruppenbild      Burg Lisberg

links: Das obligatorische Gruppenbild
rechts: Ein Höhepunkt war am Sonntag die Besichtigung von Burg Lisberg.

10. September 2009: Besuch in der Sprechstunde von Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß.
Die schwache Lautstärke der Induktionsschleife im Ratssaal (störend bemerkt bei der Vorstellung unserer Gruppe am 1. Juli, siehe unten) war Anlass für unsere SprecherInnen Irmgard Kühne und Herbert Hirschfelder zu einem Besuch in der Sprechstunde von Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß, an der auch der Behindertenbeauftragte Herr Thomas Grützner teilnahm. Es wird überprüft, ob evtl. mit einem Austausch des Verstärkers der Anlage Besserung erreicht werden kann (eine Erneuerung der im Raum fest unter Putz verlegten Kabel kommt nicht in Betracht).
Es wurden auch angesprochen:
- unser 10jähriges Jubiläum am 2. Mai 2010, zu der wir die beiden anwesenden Vertreter der Stadt baten, sich den Termin freizuhalten;
- Frau Dr. Preuß will dies zum Anlass nehmen, im ersten Quartal 2010 zu einem Pressegespräch zum Thema Schwerhörigkeit einzuladen, bei dem auch unsere Gruppe beteiligt ist;
- Frau Dr. Preuß will in den Demographiebericht auch Schwerhörigkeit mit einfließen lassen, da damit zu rechnen ist, dass der Anteil der Schwerhörigen in der Bevölkerung zunehmen wird;
- das in unserer Gruppe immer wieder auftauchende Gerücht, es gäbe eine Induktionsanlage (oder andere Hilfe) für Hörbehinderte im Markgrafentheater oder im Redoutensaal wurde von Herrn Grützner verneint. Angesprochen wurde dass es eine Lösung über Infrarot im Bamberger Theater gibt, die eventuell für Erlangen als Vorbild dienen könnte.
- die beiden SprecherInnen der Gruppe bedankten sich bei der Gelegenheit für die kostenlose Verfügungstellung einer FM-Anlage (FM = Funkmikrofon) durch die Stadt. Herr Grützner wiederum zeigte sich erfreut über den nicht nur internen Gebrauch durch unsere Gruppe.

Besuch in der Sprechstunde von Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß

Irmgard Kühne und Herbert Hirschfelder (rechts)
bei Frau Dr. Preuß (Mitte) mit Herrn Grützner (links).


7. Dezember 2009: Die Gruppe bekommt eine neue FM-Anlage
Sozusagen als eine Art verfrühtes Nikolausgeschenk bekam die Gruppe an diesem Abend die von der Stadt zur Verfügung gestellte neue FM-Anlage. Lieferant Peter Lottner (Pelo Hörsysteme) stellte daneben auch weiteres interessantes Zubehör für Hörgeräteträger vor.

14. Dezember 2009: Die Gruppe erhält eine Spende der Sparkasse Erlangen
Bei einer Feierstunde in der Zweigstelle Werner von Siemens-Straße wurde auch unsere Gruppe von der Sparkasse bei der vorweihnachtlichen Spendenaktion bedacht. Frau Dr. Preuß hatte sich für uns eingesetzt, wir müssen uns also nicht nur bei der Sparkasse, sondern auch bei ihr bedanken.

Übergabe des Spendenbriefes an Christa Braun

Übergabe des Spendenbriefes der Sparkasse


Christa Braun und Irmgard Kühne präsentieren den Spendenbrief

Christa Braun und Irmgard Kühne präsentieren den Spendenbrief

2010

4. März 2010: Der Behindertenbeauftragte der Stadt, besucht unsere Gruppe
Der Behindertenbeauftragte der Stadt, Herr Grützner, erzählte von seiner Arbeit und stellte sich unseren Fragen.

Der Behindertenbeauftragte der Stadt Herr Grützner

Der Behindertenbeauftragte der Stadt, Herr Grützner, bei uns zu Besuch

31. März 2010: Die Induktionsanlage in Sankt Markus wird getestet
Die Induktionsanlage in Sankt Markus wurde getestet, denn für unser Jubiläum am 2. Mai ist es wichtig, dass sie (zufriedenstellend) funktioniert. Der Test verlief zunächst negativ. Durch den neuen Technikbeauftragten des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen wurde aber schnell eine Verbesserung erarbeitet. Zu unserer Freude wird die Verbesserung über unser Jubiläum hinaus eine funktionierende Induktionsanlage in Sankt Markus bedeuten!

14. April 2010: Pressegespräch über Schwerhörigkeit bei der Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß im Rathaus
Frau Dr. Elisabeth Preuß hatte beim Besuch unserer SprecherInnen im September 2009 versprochen sich um ein Pressegespräch über Schwerhörigkeit zeitnah zu unserem Jubläum zu kümmern und löste das Versprechen nun ein. In ihrem Zimmer führte Reporterin Frau Guthmann ein längeres Gespräch mit Frau Dr. Elisabeth Preuß, dem städtischen Behindertenbeauftragten Herr Grützner und unserem SprecherInnen-Team. Das Resultat war ein gut gelungener, informativer Artikel (mit Foto) am 16. April im Lokalteil der Erlanger Nachrichten mit der Überschrift "Schwerhörigkeit darf kein Makel sein".

Pressegespräch bei Frau Dr. Preuß

Pressegespräch bei Frau Dr. Preuß

15. April 2010: Tag behinderter Menschen im Bayerischen Landtag
Am Tag nach dem Pressegespräch fand der Tag behinderter Menschen im Bayerischen Landtag in München statt. Frau Trautner und Herr Kuglmeier vertraten unsere Gruppe. Frau Trautner schrieb dazu einen ausführlichen Bericht (pdf).

29. April 2010: Test der Induktionsanlage der Matthäuskirche in Uttenreuth
Die Matthäuskirche in Uttenreuth ist eine alte, aus Sandstein gebaute Kirche, Störungen durch (eisenhaltigen) Beton o.ä. waren nicht zu erwarten. Der Test verlief rundum positiv aus (es wurden verschiedene Mikrofone getestet). In den Bankreihen im Kirchenraum, aber nicht auf (oder unter) der Empore kann gut induktiv gehört werden.

30. April 2010: Die Selbsthilfegruppe geht ins Internet
Rechtzeitig zur Feier des 10-jährigen Jubiläums geht eine von Herbert Hirschfelder erarbeitete Homepage der Selbsthilfegruppe mit technischer Unterstützung durch Thomas Kluck in das World Wide Web.
Seitdem sind unter http://www.schwerhoerige-erlangen.de/ ständig aktuelle Informationen über unsere Gruppe zu finden.

2. Mai 2010: 10 Jahre Selbsthilfegruppe für Schwerhörige, Ertaubte, CI-Träger Erlangen (Einladung, pdf).


Vor dem Gottesdienst      Blick in die erste Reihe beim Gottesdienst

links: Die Kirche füllte sich vor dem Gottesdienst ...
rechts: Pfarrer Sudermann (links) hatte diesmal meist einen ungewohnten Platz in der ersten Reihe (statt am Altar)

Christa Hirschmann schrieb dazu folgenden Bericht:
"'Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder'. Mit diesem Psalmwort begrüßte Herr Pfarrer Sudermann die Gottesdienstteilnehmer in Sankt Markus, Erlangen. Singt dem Hern ein neues Lied – voller Dank für alles, was wir haben, trotz allem Mangel, den wir zu tragen haben!
Dieser Begrüßung schlossen sich die zwei Seelsorger für Hörbehinderte in Bayern an: Herr Pastoralreferent Johannes Kröner und Pfarrer Rolf Hörndlein. Sie gaben dem Gottesdienst das Thema: Grenzen und Hoffnungen, Dankbarkeit und Aussichten – einerseits auf die Lebenswelt und Erfahrungen schwerhöriger Menschen bezogen, andererseits auf die Botschaft des Evangeliums.
Zunächst aber stellte Christa Braun (ehemalige Mitarbeiterin im Diakonischen Werk Erlangen) dar, wie es zur Gründung der Selbsthilfegruppe vor 10 Jahren kam: Als Guthörende lernte sie bei einer Erholungsfreizeit für Hörbehinderte deren Probleme kennen und entwickelte zusammen mit anderen Mitstreitern die Idee, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. So treffen sich nun seit 10 Jahren hörbehinderte Menschen einmal im Monat, tauschen ihre Erfahrungen aus, geben z.B. Wissen über technische Möglichkeiten weiter und stärken sich so gegenseitig. Gleichzeitig versuchen sie aber auch, Barrieren für Hörbehinderte öffentlich zu benennen und sich für deren Beseitigung einzusetzen – z. B. für Induktionsschleifen in Vortragsräumen, Kirchen, u. a. (vollständiger Text, pdf)
Nun kamen zwei Mitglieder der Selbsthilfegruppe zu Wort, die über ihre jeweilige Hörschädigung berichteten.
Bei Christa Hirschmann waren es in der Kindheit zahlreiche Mittelohrentzündungen, die zu einer Einschränkung des Hörvermögens führten. In späteren Jahren machten mehrere Hörstürze das Tragen von zwei Hörgeräten notwendig. Doch sie stieß immer mehr an ihre Hör-Grenzen und suchte schließlich den Anschluss an die Selbsthilfegruppe, um dort neue Gemeinschaft und Unterstützung zu finden. (vollständiger Text, pdf)
Als Zweite berichtete Anni Reinmann wie ihre Schwerhörigkeit vor 30 Jahren begann, zunächst auf einem Ohr, dann auf beiden, was zum Tragen von zwei Hörgeräten führte. Doch das Problem war nun, dass sie zwar besser hörte, aber das Gesprochene nicht verstehen konnte. Schließlich entschied sie sich – nach umfassender Information – für ein Cochlea-Implantat. Durch den Erfolg ermutigt, ließ sie sich auch am anderen Ohr ein CI implantieren. Sie empfindet es immer noch als ein Wunder, dass sie sich nun an Gesprächen beteiligen kann und fühlt sich in der Selbsthilfegruppe gut aufgehoben. (vollständiger Text, pdf)
Bevor Pfarrer Hörndlein mit seiner Predigt begann, stimmten Chor und Gemeinde in das Lied ein: Ich singe dir mit Herz und Mund, ... (Auch der Liedtext wurde wie alles andere gesprochene Wort von der Schriftdolmetscherin Frau Inci Doeger an der Leinwand sichtbar gemacht!)
Predigttext: Joh. 1, 35 – 39
In dieser Geschichte geht es um das Suchen und Finden. Zwei Menschen haben von Jesus gehört und machen sich auf die Suche nach ihm. Als sie ihm begegnen, fragt er sie: "Was sucht ihr?" – Eine existentielle Frage! Was suchen Menschen in ihrem Leben? – Die beiden Jünger suchen einen Ort der Geborgenheit, einen Ort, wo sie bleiben können. Sie finden ihn bei Jesus.
Auch Schwerhörige sind auf der Suche nach einem Ort, an dem sie nicht ausgegrenzt sind und ihnen das Leben nicht noch schwerer gemacht wird, an dem sie bleiben können.
An dieser Stelle kommt Irmgard Kühne als Betroffene zu Wort. Sie beschreibt die Selbsthilfegruppe als einen Ort, an dem sie sich wohlfühlt, an dem sie – dank technischer Unterstützung – entspannt dem Gespräch folgen kann. "Orte zum Bleiben" können überall dort sein, wo Menschen sich einem Schwerhörigen zuwenden, ihm gleichsam eine Brücke des Verstehens bauen. Auch die Markuskirche ist dank der Induktionsschleife zu einem guten Ort für Schwerhörige geworden! (vollständiger Text, pdf)
Fortsetzung der Predigt:
Die Geschichte des Suchens wird nun noch auf andere Weise zur Geschichte des Findens: Das Evangelium berichtet, dass einer der beiden Männer, Andreas, seinen Bruder Simon "findet". Er hat ihn gar nicht gesucht, aber er wurde ihm von Gott in den Weg gestellt. So wie eine Aufgabe, die man sich nicht gesucht hat, die einem einfach zufällt. Dann heißt es, sich dieser Aufgabe zu stellen, sich von ihr finden zu lassen.
So ähnlich war es mit der Entstehung der Selbsthilfegruppe: Eine Guthörende hat hörgeschädigte Menschen gefunden, hat erkannt, was sie brauchen und hat gehandelt. So ist die Selbsthilfegruppe Erlangen zu einem Ort geworden, zu dem hörgeschädigte Menschen gehen können, wo sie bleiben können, wo sie andere Menschen finden, oder auch selbst gefunden werden.
Der anschließende Chorgesang handelte von Gottes schützender Begleitung: "Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen."

Fürbitten      Schriftdolmetscherin in Aktion

links: Auch bei den Fürbitten waren Mitglieder unserer Gruppe beteiligt.
rechts: Die Schriftdolmetscherin in Aktion (rechts im Hintergrund der ökumenische Chor St. Markus / St. Theresia).


Nach Abschluss des Gottesdienstes leitete Herbert Hirschfelder zu den Grußworten über:
Evang.-luth.Dekan Peter Huschke (verlesen von Pfarrer Sudermann):
Ausgehend vom Motto des diesjährigen ökumenischen Kirchentags: "Damit ihr Hoffnung habt" nennt er die Selbsthilfegruppe "Hoffnungsträger", in deren Gemeinschaft die Hoffnung sich erfüllt, gegenseitige Stützung zu erfahren. Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe sind aber auch Sprachrohr für alle, die sich ihrer Schwerhörigkeit schämen und bringen z. B. den Wunsch nach Induktionsschleifen an die Öffentlichkeit. (Grußwort wie in der gedruckten Chronik, pdf)
Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß:
Sie erinnert an die vielen Barrieren, die den Alltag für Schwerhörige zum Hindernislauf machen. Barrierefreiheit sollte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern Wirklichkeit werden. Als einen Schritt auf diesem Weg hat die Stadt Erlangen der Selbsthilfegruppe eine Funk-Mikrofonanlage zur Verfügung gestellt, die das Hören in der Gruppe, aber auch in der Öffentlichkeit (z.B. im Museum) erleichtert. (Grußwort wie in der gedruckten Chronik, pdf)
Frau Dr. Preuß will sich weiter dafür einsetzen, dass auch an anderen Orten die Barrierefreiheit Wirklichkeit wird. (Induktionsschleife im Redoutensaal, im Theater u. a.)
Frau Dr. Annekathrin Preidel, Mitglied der evang.-luth.Landessynode:
Sie brachte ihre Freude zum Ausdruck über diesen Festgottesdienst und zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Selbsthilfegruppe. "Von ihrem Engagement müssen mehr Menschen erfahren. Das was Sie für andere tun, macht Mut, stärkt und ist vorbildlich!" Sie versprach, sich weiterhin in der Synode für die Belange Behinderter einzusetzen. (Grußwort wie in der gedruckten Chronik, pdf)
Herr Manfred Hartmann, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten:
Schwerhörigkeit ist eine unsichtbare Behinderung, die Menschen ausgrenzt. Nur durch Akzeptanz seitens der Mitmenschen und durch die Verfügbarkeit aller technischer Hilfsmittel kann diese Ausgrenzung aufgehoben werden. Der Landesverband und die Selbsthilfegruppen wollen auch in Zukunft für die Belange der ca. 16 Millionen Schwerhörigen in Deutschland (ca. 2 Millionen in Bayern) kämpfen. (Grußwort wie in der gedruckten Chronik, pdf)
Herr Prof. Dr. Ulrich Hoppe, HNO-Klinik Erlangen:
Er betonte, wie wichtig die Arbeit der Selbsthilfegruppe ist, zum Einen für die menschliche Zuwendung, die Betroffene dort erfahren, und zum Anderen für die Öffentlichkeitsarbeit, die dort geleistet wird. Beides ist eine wichtige Ergänzung zur Aufgabe der Ärzte, die mit technischen, operativen Maßnahmen versuchen, die Situation Hörbehinderter zu verbessern.(Grußwort wie eingesandt, pdf)
Nun konnte man sich im Gemeindehaus mit wohlschmeckenden Sandwiches und verschiedenen Getränken stärken, sich an den Ständen der Firma Jaggomedia über Induktionsanlagen und der Firma Pelo-Hörsysteme über Zubehör zu Hörgeräten informieren und das eine oder andere Gespräch führen – auch wenn das bei dem beträchtlichen Geräuschpegel Schwerstarbeit für Hörbehinderte war."

Erfreulicherweise erschien im Sankt Heinrichsblatt vom 23. Mai 2010 (S. 18) ein Bericht (pdf) mit dem Titel "Grenzen und Hoffnungen" über unsere Gruppe und das Jubiläum.


Im Gemeindesaal      Buffet im Gemeindesaal

links: Nach dem Gottesdienst füllte sich der Gemeindesaal
rechts: Buffet im Gemeindesaal.


Förderer-Stellwand       Infostand im Gemeindesaal

links: Eine Stellwand im Gemeindesaal war den Förderern vorbehalten
rechts: Literatur-Infostand im Gemeindesaal (eine arme Sau war auch dabei ...)

8.-15. Mai 2010: Schwerhörigengerechte Freizeit in Passugg (Schweiz)
Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern hatte eine schwerhörigengerechte Freizeit (Einladung, pdf) in der für Hörbehinderte bestens eingerichteten Pension Fontana Passugg in der Nähe von Chur organisiert, an der ein halbes Dutzend Teilnehmer aus unserer Gruppe dabei waren.
Auf der Homepage der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern ist dazu unter dem 18. Mai 2010 zu lesen:
"Schweiz für Schwerhörige
Vom 8. bis 15. Mai 2010 weilte eine Gruppe von Schwerhörigen unter Leitung von Ulla Kölbel und Christa Braun in Graubünden. Die Pension Fontana-Passugg bot ausgezeichnete Bedingungen, da es sich um ein hörgeschädigtengerecht ausgestattetes Haus handelt - einzigartig im deutschsprachigen Raum. Die Freizeit wurde von der Schwerhörigenseelsorge organisiert, um eine erholsame und entspannte Atmosphäre für den Austausch von Schwerhörigen untereinander zu ermöglichen.
Neben herrlichen Ausflügen standen auch thematische Einheiten wie zum Beispiel Hörtraining auf dem Programm. Eine rundum gelungene Freizeit, die wiederholungsverdächtig sein dürfte."

Teilnehmer unserer Gruppe nach dem Muttertagsgottesdienst in der Churer Martinskirche

Teilnehmer unserer Gruppe nach dem Muttertagsgottesdienst in der Churer Martinskirche

14./15. Mai 2010 in Hamburg: Selbsthilfe mal sportlich
Bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften der Schwerhörigen erreichte unser Gruppensprecher Herbert Hirschfelder Platz drei im Herreneinzel und verteidigte gemeinsam mit Sabine Meier den Titel im Gemischten Doppel. Beide starteten für die "Hörgeschädigten-Freizeit- und Sportgruppe Franken", die auch als Mannschaft erfolgreich war. Die Erlanger Sebsthilfegruppe profitiert insofern davon, als aus diesem Anlass beim Grillfest die Getränke gestiftet werden.
Auf der Homepage des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) findet sich ein ausführlicher Bericht dazu.
Die Schwerhörigen-Meisterschaften (nicht nur im Tischtennis) werden durchgeführt vom Deutschen Schwerhörigen-Sport-Verband (DSSV).


Titelverteidiger im Mixed: Sabine Meier (rechts) und Herbert Hirschfelder (links)
Titelverteidiger im Mixed: Sabine Meier (rechts) und Herbert Hirschfelder (links)

2. Juni 2010: Bürgerpalais getestet und für gut befunden
Irmgard Kühne besuchte die Eröffnungsfeier des "Bürgerpalais" (Stutterheimsches Palais, Marktplatz 1), in dem die Stadtbibliothek und Kunstpalais (die frühere Städtische Galerie) wieder ihr Domizil haben. Sie testete dabei mit Erfolg die im Innenhof installierte Induktionsschleife, allerdings ist nicht klar, wie weit das Magnetfeld reicht. Im Innenhof sollen zum Beispiel künftig Lesungen veranstaltet werden.
Die Erlanger Nachrichten brachten einen Bericht zur Eröffnung, in dem leider kein Hinweis auf die Induktionsanlage enthalten war.

12. Juni 2010: Deutscher CI-Tag.
Die HNO-Klinik Erlangen bzw. CICERO (das Cochlear-Implant-Centrum Erlangen) führte an diesen Tag ein Sommerfest durch. Wir beteiligten uns dabei an dem von der Schwerhörigenseelsorge organisierten Infostand im Inneren des Hauses.


Teilnehmer der SHG beim CI-Tag      Infomaterial der SHG beim CI-Tag

links: Teilnehmer der Erlanger Gruppe beim CI-Tag.
rechts: Das Infomaterial der Erlanger Gruppe war beim Infostand der Schwerhörigenseelsorge mit dabei.


Luftballon-Infokarte      startbereite Luftballons

links: Die Luftballons beförderten Karten mit Informationen über das Cochlea-Implantat.
rechts: Luftballons unserer Gruppe sind startbereit.

24. Juli 2010: 50 Jahre Lebenshilfe Erlangen (Einladung, pdf).
Zur Festveranstaltung zum Jubiläum der Lebenshilfe Erlangen im Redoutensaal war auch unsere Selbsthilfegruppe eingeladen und durch das SprecherInnen-Team verteten. Die Veranstalter sorgten für optimale Verhältnisse (für uns waren in der dritten Reihe Plätze reserviert). Die FM-Anlage der Stadt war dabei eine große Hilfe (das Mikrofon dazu war am Rednerpult platziert), sofern die Redner nicht versuchten einen Schnelligkeitsrekord aufzustellen (da wäre dann ein/e SchriftdolmetscherIn hilfreicher gewesen).

26. Juni 2010: Ein geheimnisvolles Schild ...
... entdeckte SHG-Sprecher Herbert Hirschfelder im Aufzug des frisch renovierten "Bürgerpalais", in dem unter anderem die Stadtbibliothek ihr Domizil hat (s. Abbildung). Das durchgestrichene Ohr scheint einen Service für Hörgeschädigte zu verheißen, aber welchen? (Ein Knopf oder Schalter ist in der Nähe des Schildes nicht zu sehen.)

Die Leiterin der Stadtbibliothek gab dazu folgende Auskunft:
"Das "durchgestrichene Ohr" - als solches soll es wohl nicht gelesen werden - bezeichnet lediglich die Stelle, aus der Durchsagen kommen bzw. in die man sprechen kann, wenn man den Alarm ausgelöst hat."

Das kann es aber wohl nicht sein, denn dann müsste das Schild bei jedem Fahrstuhl mit Durchsage- bzw. Lautsprecheranlage angebracht sein?!

Eine Umfrage per E-Mail bei den Teilnehmern der Selbsthilfegruppen in Bamberg und Nürnberg brachte auch keine klare Erkenntnis.

Vom Behindertenbeauftragten der Stadt Erlangen, Herrn Grützner, erhielten wir dazu folgende Information:
"Das Ohrsymbol im Aufzug bedeutet Folgendes:
Im Notfall (Aufzug bleibt stecken) informiert der Steckengebliebene über die Notruftaste einen Notdienst. Dieser Notdienst antwortet über einen eingebauten Lautsprecher. Um sicherzustellen, dass auch ein Hörgeschädigter die Informationen der Notrufzentrale erhält, ist auch induktiver Empfang vorgesehen. Über diese Tatsache sollten aber unbedingt die Hörgeschädigten informiert sein. Das finde ich, sollte der DSB tun, vielleicht können Sie das dort anregen. Weil sonst entsteht wieder die Spirale: die Betroffenen wissen nichts von neuen technischen Errungenschaften, nutzen sie nicht und diejenigen, die sie einrichten, stellen fest, dass die tollen Sachen nicht genutzt werden.
Es ist auf jeden Fall gut, dass Sie das angesprochen haben, denn auch der Gebäudebetreiber sollte das wissen."

Zur Verwirrung unter den Schwerhörigen hat dabei sicher beigetragen, dass hier das allgemeine Symbol für Hörschädigung (wie es zum Beispiel zur Anzeige der Untertitel im Fernsehen verwendet wird) im Aufzug angebracht ist.
Die Stadtbibliothek ist inzwischen unserer Empfehlung gefolgt und hat zusätzlich einen Aufkleber mit dem unter Hörgeschädigten (z.B. von Kirchen) bekannten Induktionssymbol in beiden Aufzügen angebracht.
Es ist erfreulich, dass die Stadtbibliothek nach dem Umbau ein erhebliches Stück barrierefreier auch für Hörbehinderte geworden ist (es sind auch Induktionsschleifen an den Stellen eingebaut worden, wo Lesungen oder sonstige Veranstaltungen abgehalten werden, bei denen mit Mikrofon gearbeitet wird). Es wäre schön, wenn die Informationen dazu im Haus mit entsprechenden Piktogrammen kenntlich und zum Beispiel auch über die Homepage der Stadtbibliothek bekannt gemacht werden.

Schild im Aufzug      Aufzug: Änderungsvorschlag

links: Das durchgestrichene Ohr im Aufzug sorgte für Verwirrung ...
rechts: Änderungs- bzw. Ergänzungsvorschlag mit dem bekannten Induktionssymbol

14. August 2010: Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa".
Leider war das Grillfest kein Grillfest, denn es waren nur vier Personen aus unserer Gruppe anwesend, der Grill wurde daher gar nicht erst angeschürt. Dafür wurde die Gelegenheit genutzt, unter für Hörgeschädigten optimalen Umständen (kein Gespräch am Nebentisch, kein Straßenlärm) sich ungezwungen zu unterhalten ...
... und was sollten wir daraus lernen: doch lieber verschieben auf einen anderen Termin (oder ausfallen lassen), wenn eine der befreundeten Gruppen gleichzeitig eine Veranstaltung anbietet.
Übrigens ist für 2011 (wieder im Garten der Erba-Villa) der Termin bereits reserviert: 13. August 2011!


Grillfest 2010

Die kleine Runde war für Hörgeschädigte optimal geeignet zur Unterhaltung

2. September 2010: Vertreter der Tinnitus-Selbsthilfegruppe und des VdK bei uns zu Gast
Bei unserem September-Gruppentreffen hatten wir als Gast Frau Schoen von der Erlanger Tinnitus-Selbsthilfegruppe und Herrn Wittwer vom Sozialverband VdK, die über ihre Einrichtungen berichteten.


Herr Wittwer vom VdK bei unserem Gruppentreffen

Herr Wittwer vom VdK bei unserem Gruppentreffen

16.-19. September 2010: Herbstseminar der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) in Herrnhut.
Bei dem Seminar in Herrnhut nahmen aus unserer Gruppe Christa Braun und Irmgard Kühne teil.
Das Thema des von Jochen Müller geleiteten Seminars war "In welche Welt gehöre ich? Hörbehinderung - eine Wanderung zwischen zwei Welten?". Die Einführung in die Thematik des Seminars ist hier zu finden.

25. September 2010: Ausflug zum Freilandmuseum Bad Windsheim
Die Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff unternahm einen Ausflug zum Freilandmuseum Bad Windsheim. Auch Mitglieder der Erlanger Gruppe waren dabei.

1. Oktober 2010: Ein Ohrenschmaus für Alle Einladung (pdf, 1,3 MB)
Am 1. Oktober 2010, 19.30 Uhr gab es im Fabersaal (Raum E.14 Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg) einen Ohrenschmaus der besonderen Art, denn
- der Saal ist für Hörbehinderte eingerichtet, deren Hörhilfe die Telefonspule nutzen kann (eine Induktionsschleife deckt alle 100 Sitze ab)
- der Text konnte bei Bedarf mitgelesen werden
- von den beiden Musikerinnen war eine hörgeschädigt.
Nicht nur Hörgeräte- und CI-Träger waren im Publikum zu finden, um die musikalisch umrahmten Geschichtchen um Käse und Schokolade (und in der Pause beides in natura) zu genießen.
Auch Teilnehmer der Erlanger Selbsthilfegruppe besuchten den "Ohrenschmaus". Herbert Hirschfelder war anschließend sogar mit im Artikel (pdf) am 5. Oktober darüber im Lokalteil der Nürnberger Nachrichten zu finden.
Vor dem Ohrenschmaus wurden diejenigen Besucher, die sich dazu bereit erklärten, für den in Arbeit befindlichen Dokumentarfilm über Schwerhörigkeit interviewt. Sie sollten auf die Frage "Was verbinden Sie mit Schwerhörigkeit?" antworten.

Muskulatur-Entspannung      Die Kuenstlerinnen vor dem Auftritt

links: Vor dem Ohrenschmaus wurden die Besucher für das Filmprojekt interviewt
rechts: Die Künstlerinnen vor dem Auftritt (links Sibylle Friz, rechts Birgit Forstner)

19. bis 21. November 2010: Freizeit in Trabelsdorf (Einladung, pdf)
Die Selbsthilfegruppe Erlangen veranstaltete auch heuer wieder eine Freizeit in Trabelsdorf. Der ursprünglich vorgesehene Termin im August konnte durch ein organisatorisches Missgeschick des "Alten Kurhauses" leider nicht eingehalten werden. Die im Programm vorgesehenen ReferentInnen konnten leider nicht früher einen Termin finden, der für alle gepasst hat.
Wie bei der letzten Freizeit gab es Entspannungs- und Hörtraining mit Irmi Meier und Margit Gamberoni, dazu gab Klaus Hümmer Tipps zur Ausstellung oder Änderung von Schwerbehindertenausweisen. Seine Ausführungen hat er freundlicherweise als pdf-Datei zur Verfügung gestellt.
"Zuckerl" waren diesmal der musikalische Auftritt von Sibylle Friz und der Rundgang durch das barocke Bamberg mit einer Freifrau Bericht der Bamberger Gruppe, Juni 2010.

Muskulatur-Entspannung      Neuer Referent: Klaus Hümmer

links: Auch Nackenmuskulatur-Entspannung gehörte dazu
rechts: Referierte über Schwerbehindertenausweise: Klaus Hümmer

Ein Rotkäppchen namens Sibylle Friz      Führung mit Freifrau

links: Ein "Rotkäppchen" namens Sibylle Friz gab der Freizeit einen musi(kali)schen Touch
rechts: Führung durch Bamberg mit Freifrau und FM-Anlage
(Die Bilder wurden freundlicherweise von Margit Gamberoni zur Verfügung getellt.)

Frau Trautner schrieb dazu freundlicherweise den nachfolgenden Bericht:
Ein langes Wochenende in Trabelsdorf
Im August war eine Wochenend-Freizeit im "Alten Kurhaus" in Trabelsdorf geplant. Wegen eines Buchungsfehlers des Hotels wurde dann die Tagung um drei Monate verschoben und um einen Tag verlängert. Die Teilnehmer durften auf Kosten des Hotels einen Tag früher anreisen. So fand die Zusammenkunft in Trabelsdorf vom Donnerstag, den 18., bis Sonntag, den 21. November 2010, statt.
Veranstalter waren die Erlanger Selbsthilfegruppe: "Schwerhörige, Ertaubte, CI-Träger" mit Christa Braun, Irmgard Kühne, Birgit Schebesta, Heidemarie Schenk und Cäcilie Trautner sowie die Bamberger Selbsthilfegruppe: "Ohrring"; sie bestritt mit Margit Gamberoni, Klaus Hümmer und Irmhilde Maier einen Großteil der Planung und Durchführung.
Außerdem durften wir mit Marianne Bickel und Ludmilla Fischer Gäste aus der Coburger Selbsthilfegruppe begrüßen.
Schwerpunkt dieses Treffens war ein über vier Tage dauerndes Hörtraining rund um das Thema "Wasser", überaus ansprechend gestaltet und mit großem Engagement geleitet von Margit Gamberoni, im Wechsel mit wohltuenden Entspannungsübungen unter der qualifizierten Anleitung von der Physiotherapeutin Irmhilde Maier. Das Programm begann am Donnerstag, den 18. November, nach der Anreise ab 11 Uhr, Mittagessen um 12 Uhr, Spaziergang im Freien, dann um 15 Uhr mit einer Vorstellungsrunde und den notwendigen Informationen zur Veranstaltung von Christa Braun; anschließend die Arbeit an den Schwerpunktthemen: "Hören und Entspannen". Um 18 Uhr konnten wir uns am reichhaltigen Abendessen des Hauses stärken. Zum Tagesausklang trafen wir uns zu einem gemütlichen Beisammensein.
Morgens begann der Tag mit dem Frühstück um 8.15 Uhr und anschließend um 9.15 Uhr im Saal mit besinnlichen Worten zum Tag, souverän gestaltet von Christa Braun. Es folgten die Arbeit am Hörtraining und anschließend abwechselnde Entspannungsübungen mit Irmhilde Maier, wobei auch spezielle Übungen bei Tinnitus, Anleitungen zur progressiven Muskelrelaxation nach Jakobsen und meditative Atemtechniken berücksichtigt waren. Um 12 Uhr durften wir uns im Speisesaal stärken.
Ein echter Ohrenschmaus war das abwechslungsreiche Kabarett mit zeitgenössischen Liedern, vorgetragen am Cello von Sibylle Fritz. Dass wir an diesem Freitagabend noch weitere Gäste hatten, lag sicher nicht zuletzt am Können und an der Beliebtheit der Musikpädagogin, die es verstand, neben eigenen Texten auch Texte von Mascha Kaléko, Else Lasker-Schüler, Paul Fleming, Friedhelm Kändler und Lars Gustafsson so zu interpretieren, dass die Zuhörer davon mitgerissen wurden. Das zeigte auch der begeisterte Applaus am Schluss des Abends.
Ein weiterer Höhepunkt war eine schauspielerisch gestaltete Führung durch die Alt-Stadt von Bamberg am Samstagnachmittag, geführt von "Freifrau Amalie Marie Therese Antoinette Juliette Augustina zu Schwarzkopf" in barocker Kleidung. Sie ließ uns eintauchen in die Bamberger Geschichte der Barockzeit. Hierzu konnten wir die mobile FM-Anlage der Stadt nutzen. Auf diese Weise war es uns möglich, den Erläuterungen der Fremdenführerin ohne große Schwierigkeiten zu folgen. Erwähnt sei hier der engagierte Einsatz von Margit Gamberoni, unterstützt von der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg, Frau Nicole Orf, den Oberbürgermeister und seine Mitarbeiter zu motivieren, eine Reihe kommunaler Einrichtungen und Ämter mit Induktionsanlagen barrierefrei für Schwerhörige auszustatten und so in der kommunalen Behindertenpolitik beispielhaft einen zukunftweisenden Weg zu gehen.
Der letzte Tag begann nach dem Frühstück mit dem Wort zum Sonntag von Christa Braun, anschließend mit einem meditativen Gebet, vorgetragen von Cäcilie Trautner. Frau Gamberoni beendete ihren Kurs zum Hörtraining mit Gebeten um den Segen für das Wasser als Lebensspender. Jeder Teilnehmer erhielt ein liebevoll gestaltetes Kärtchen mit den Gebetstexten.
Anschließend referierte Klaus Hümmer auf gut verständliche und anschauliche Weise anhand von schriftlichen Unterlagen über Wissenswertes zum Schwerbehinderten-Ausweis mit Schwerpunkt Verschlimmerungs-Antrag.
Rückblickend äußerten die Teilnehmer allgemeine Zufriedenheit mit viel Anerkennung für die Akteure, die mit ihrem Programm die Teilnehmer zu motivieren vermochten. Lobenswerterweise war auch Kritik erwünscht. Als kleiner Wermutstropfen ist die Schwierigkeit angesprochen worden, in einem Kurs oder Unterricht der ganzen Bandbreite an Behinderungen, den Voraussetzungen und Qualifikationen aller Teilnehmer gerecht zu werden.

9. Dezember 2010: Rundgang mit dem Erlanger Nachtwächter
Zum Jahresabschluss traf sich die Erlanger Gruppe bei Minustemperaturen zu einem Rundgang mit dem Erlanger Nachtwächter. Anschließend gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Erlanger Teehaus (Friedrichstr. 14, nicht weit von unserem Gruppentreff).
Reiner Hofmann (ein Gründungsmitglied der Erlanger Gruppe, den es mittlerweile beruflich nach Bamberg verschlagen hat) schrieb dazu freundlicherweise einen Bericht:
Auch Erlangen hat einen Nachtwächter!
Am späten Nachmittag des 09.12.2010, einem wirklich eisig kalten, winterlichen, mit Schneetreiben und Blitzeis aufwartenden Tag war eine kleine unbeugsame Gruppe von „Schlappohren“ aus Erlangen und der weiteren Umgebung dem Ruf des Erlanger Nachtwächters namens Peter Rank zu einer Führung bei seinem Rundgang gefolgt.
Gegen 17 Uhr begrüßte der Nachtwächter am Erlanger Kugelbrunnen zwölf dick vermummte Interessierte mit den Worten: "Es ist sauglatt! Ich habe auf dem Weg hierher schon etliche Stürze gesehen. Wir müssen sehr aufpassen!" Sogleich hatte der Nachtwächter ein Mikrofon für das induktive Hören der Schlappohren überreicht bekommen, womit er sehr souverän umging und bestens zu verstehen war.
Bevor wir uns dann auf das Glatteis begaben, musste noch geklärt werden, wer von den Teilnehmern die weiteste Anreise hatte, denn diese Person sollte mit der Laterne als Schlusslicht den Weg der kleinen Nachtwächteraspirantengruppe sichern. Der Letzte ward schnell gefunden – es war der aus Bamberg angereiste Autor dieser Zeilen.
Der Nachtwächter verstand es prächtig uns die Aufgaben, Bedingungen und Herausforderungen seines Berufsstandes mit launigen Worten nahe zu bringen. So sprach er zum Beispiel davon, dass er neben seiner Aufgabe als Feuermelder auch ein Auge auf lichtscheue zwielichtige Subjekte zu werfen habe. Solchen zweifelhaften Gestalten verdeutlichte er seine Autorität unmissverständlich durch das Mitführen und gegebenenfalls auch den Einsatz einer Hellebarde. Zum Glück war dies bei der "Gefolgschaft der Zwölf" nicht von Nöten ...
Durchgefroren, aber um einiges zum Berufsstand des Nachtwächters klüger, steuerten wir nach einer knappen Stunde das Teehaus in der Friedrichstraße an. Unterwegs sahen wir so manches "Kunststückchen" von mutigen (?) Drahteselführern auf eisglatten Wegen ... Im warmen Teehaus angekommen, erzählte uns der Nachtwächter weitere Anekdoten aus seinem (Berufs-)leben, bevor er sich dann mit einem letzten Lied verabschiedete, da er noch eine Runde durch das nächtliche Erlangen mit einer anderen Gruppe zu gehen hatte. Von seiner Zuhörerschaft wurde er mit frenetischem Applaus und herzlichen Dankesworten zu seinem nächsten Rundgang entlassen.
Mit Freude wurde als hinzugekommener Gast Ulla Kölbel von der Schwerhörigenseelsorge in Nürnberg begrüßt. Neben den Grüßen von Herrn Pfarrer Rolf Hörndlein überbrachte sie einige Informationen zu im neuen Jahr von der Seelsorge geplanten Aktivitäten. Da ja Bewegung an der frischen Luft bekanntlich appetitanregend ist, waren alle sehr darüber erfreut, dass nun ein von der Erlanger Selbsthilfegruppe für Schwerhörige und Ertaubte gesponsertes Essen als Abschluss ihres zehnjährigen Jubiläums auf der Tagesordnung stand.
Nachdem aller Hunger und Durst gestillt war, ließ Christa Braun mit einigen Worten nochmals die Aktivitäten der Selbsthilfegruppe Erlangen im sich zum Ende neigenden Jahr Revue passieren und gab einen Ausblick für das Jahr 2011.
Einstimmig wurde der Abend als sehr gelungen gelobt. Mit den besten Wünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest und das neue Jahr begaben wir uns dann auf den Nachhauseweg.

2011

5. Februar 2011: CI-Workshop in München
Anni Reinmann schrieb dazu freundlicherweise einen kurzen Bericht:
"Das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München hatte Selbsthilfegruppen aus ganz Bayern eingeladen. Für die Erlanger Gruppe nahmen Renate Mader und Anni Reinmann teil (beide sind CI-Trägerinnen).
Zunächst hat sich das CI-Team des Klinikums vorgestellt. Schwerpunkt des Workshops war die Technik und das praktische Training mit unterschiedlichen CI-Systemen (MED-El, Cochlear, Advanced Bionics). Die Münchner Klinik bietet diese drei Marken bei einer CI-Operation an.
Die Themen waren:
- Indikation von Hörimplantatsystemen
- Nachsorge (Prozessoreinstellung & Hörtraining)
- Vorstellung von Forschungsprojekten am Hörimplantat-Zentrum
Sinn der Sache war auch, dass wir in unseren Selbsthilfegruppen gut über Hörimplantate Auskunft geben können.
Mit einem gemeinsamen Abendessen mit den Ärzten und Forschern wurde die interessante Veranstaltung beendet."

8. Februar 2011: Test der Induktionsanlage in der Stadtbibliothek
In der Stadtbibliothek Erlangen hat es am 8. Februar eine "Kriminacht" gegeben. Freundlicherweise hatte sich die Leiterin der Stadtbibliothek bereiterklärt, dass wir vorher die im Innenhof vorhandene Induktionsschleife testen konnten. Es sollte dabei weniger um das Funktionieren an sich, sondern um die Reichweite in Innenhof gehen (Irmgard hatte bei der Einweihung schon festgestellt, dass die Anlage funktioniert, aber nur in der hinteren Reihe gesessen).
Michelle Bayerschmidt, Herbert Hirschfelder, Irmgard Kühne, Annemarie Kuhnert und Anni Reinmann trafen sich zum Testen vor Ort. Leider verlief der Test negativ, es war über auf Induktion geschaltete Hörgeräte kein Ton zu vernehmen. Anscheinend war der Verstärker defekt. Die Stadtbibliothek bemüht sich den Defekt zu beheben und lädt uns dann zu einem erneuten Test ein.

14. Februar 2011: Test der Induktionsanlage im Ratssaal
Im Rathaus von Erlangen wurde beim Umbau des Ratssaals eine Induktionsschleife installiert, die sich beim Test durch Hörgeräteträger unserer Gruppe als verbesserungsbedürftig (da viel zu leise) herausstellte. Im Januar hat sich eine Firma um Verbesserung gekümmert. Am 14. 2. um 11 Uhr hatten wir Gelegenheit zu testen, wie gut die Anlage nun geworden ist, und konnten feststellen: die Verständigung über die Induktionsschleife funktioniert nun bedeutend besser (nicht nur im Zuhörerbereich)!
Im Gespräch mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Grützner, ergab sich dann u.a., dass die Induktionsschleife im Markgrafentheater kürzlich repariert worden ist - sie wird wohl das Ziel unseres nächsten Testes sein.

15. Februar 2011: Vortrag über Lubefu (DR Kongo) im Gemeinderaum, Neustädter Kirchenplatz 7
Das Thema des Vortrags hatte nichts mit Hörbehinderung zu tun (es ging um die vom Partnerschaftsverein Lubefu e.V. unterstützten Projekte im Kongo) - außer dass die Referentin hörbehindert war, und dass für hörbehinderte Teilnehmer eine FM-Anlage zur Verfügung stand. Ein halbes Dutzend Teilnehmer unserer Gruppe nutzten die Gelegenheit, an einer hörbehindertengerechten und interessanten Veranstaltung teilnehmen zu können.

Vortrag über den Kongo, Projekt Lubefu

Vortrag über den Kongo, Projekte von "Lubefu e.V."

19. Februar 2011: Hörbehindertengerechte Führung durch die Ausstellung "Kindheit und Jugend im Wandel" Faltblatt zur Ausstellung (pdf, ca. 4 MB)
Führerin war Christine Müller, die uns bereits 2008 kenntnisreich und gut verständlich durch die Wilhelm-Busch-Ausstellung geführt hatte. Sie hatte keine Berührungsängste mit dem Mikrofon der FM-Anlage und erklärte oder machte aufmerksam auf Vieles, das bei einem Besuch der Ausstellung sonst entgangen wäre.

Beginn der Führung

Beginn der Führung (das Karussell war leider nur zum Anschauen da ...)

Ausstellungsplakat           Schwer beladen

links: Ausstellungsplakat zu "Kindheit und Jugend im Wandel"
rechts: Der Kofferträger war diesmal ohne Koffer da und daher am Ende der Führung "schwer beladen"

24. Februar 2011, 11 Uhr: Gespräch mit der Geschäftsführerin der VHS Erlangen
Die Volkshochschule (VHS) der Stadt Erlangen möchte ihr Angebot für Hörbehinderte ausweiten. Herbert Hirschfelder, Irmgard Kühne und Anni Reinmann waren von unserer Seite aus bei dem Gespräch dabei, die VHS war vertreten durch die Geschäftsführerin Frau Brigitte Hofmann und den Medienwart der VHS, Herrn Günter Wolf.
Im Gespräch ergab sich dann u.a., dass die FM-Anlage für diesen Zweck nicht sonderlich brauchbar ist (der Dozent müsste vor dem Vortrag Empfänger und Teleschlingen austeilen, ggf. noch technische Beratung leisten und auf die vollständige Rückgabe achten); zudem ist die Akzeptanz des für Alle sichtbaren FM-Empfängers zweifelhaft. Die VHS will nun eine Induktionsschleife im großen Vortragssaal legen lassen (Datum der Verwirklichung noch offen). Wir würden uns freuen, wenn die VHS auf diese Weise zu einer besseren Teilhabe der Schwerhörigen an ihrem Programm beitragen kann.

25.-27. Februar 2011: Selbsthilfegruppen-Leiter-Seminar der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG)
Anni Reinmann nahm für die Erlanger Gruppe die Reise nach Hannover auf sich. Sie berichtet darüber (Danke, Anni!):
"Die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e. V. hatte von 25.-28.Februar 2011 zum elften male alle Leiter der Selbsthilfegruppen des Dachverbandes zum Seminar eingeladen. Tagungsort war das Stephansstift in Hannover, ein Zentrum für Erwachsenenbildung.
Teilnehmer aus dem fränkischen Raum waren dabei: Braun Adelheid, Coburg; Maier Irmhilde, Bamberg; Reinmann Anni, Erlangen; Gamberoni Margit, Bamberg.
Frau Gamberoni war auch eine der ReferentInnen, ihr interessanter Beitrag lautete: Bamberg, eine Stadt auf dem Weg zur Induktionshochburg.
Weiterhin waren noch mehrere Themen von Fachkräften vorgetragen worden, zum Beispiel:
- Hilfe zur Selbsthilfe
- Wie machen wir unsere Anliegen öffentlich
- Profession und Selbsthilfe, Herausforderung und Chance.
Es bestand die Möglichkeit mit anderen Teilnehmern Erfahrungen und Informationen auszutauschen und weiterzugeben. Die meisten Selbsthilfegruppen zeigten sich sehr aktiv und engagiert was dazu beiträgt, auch selber motiviert zu sein, um mehr bewirken zu können."


Die fränkischen Teilnehmerinnen des Seminars

Die fränkischen Teilnehmerinnen des Seminars (ganz rechts: Anni Reinmann)

3. März 2011: Zu Gast bei uns: Frau Helga Steeger (Stadträtin, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt)
Bei unserem Gruppentreffen im März konnten wir Frau Helga Steeger (Stadträtin und Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt) als Gast begrüßen. Sie erzählte informativ von ihrer Arbeit und gab uns als Anregung unter anderem, auch die Leiterin der Volkshochschule einmal zu uns einzuladen.

9. März 2011: Erneuter Test der Induktionsanlage in der Stadtbibliothek
Am 8. Februar war der Test der Induktionsanlage im Innenhof der Stadtbibliothek Erlangen negativ verlaufen. Die Bibliotheksleiterin lud uns für den 8. März zu einem erneuten Test der Induktionsanlage ein.
Diesmal verlief der von Herrn Dietzmann geleitete Test erfolgreich, sowohl im Innenhof als auch im "Bürgersaal". Allerdings ist die Induktionsschleife mit der jeweiligen Lautsprecheranlage verknüpft und kann daher z.B. nicht separat in der Lautstärke eingestellt werden.
Irmgard Kühne war dann später Testerin "live" beim Jubiläum des Hausfrauenbundes. Als Manko erwies sich dann aber nicht die mit den Lautsprechern verknüpfte Regelung, sondern dass nach Begrüßung und Grußworten beim Vortrag mit Beamer dann ein ganz anderes Mikrofon (warum nur?) ohne Anschluss an die Induktionsanlage verwendet wurde.
Es wäre schön wenn die Stadtbibliothek in Zukunft entsprechende Veranstaltungen mit "Für Hörgeräteträger Induktionsanlage vorhanden" o. ä. ankündigt, um das Angebot bekannter zu machen.

Verstaerkeranlage im Innenhof der Stadtbibliothek      Das SHG-Testteam

links: Die Verstärkeranlage im Innenhof der Stadtbibliothek spielte diesmal mit ...
rechts: ... und das SHG-Testteam hob diesmal den Daumen!

15. März 2011: Beginn des Kurses "Englisch für schwerhörige Menschen" des Bildungszentrum Stadt Nürnberg (BZ)
Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, Englischkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Dabei liegt der Schwerpunkt in der praktischen Anwendung der Sprache. Die Grammatik dient lediglich als Unterstützung. Der schwerhörigengerechte Unterricht beinhaltet bei Bedarf den Einsatz des Fingeralphabets und berücksichtigt das sprachspezifische Mundbild. Eine Induktionsanlage kann genutzt werden. -
10 Einheiten, Dienstag, 15.03.2011 bis Dienstag, 31.05.2011, jeweils 17 Uhr (Egidienplatz 33, Nürnberg)
Kursgebühr EUR 48,00 - Anmeldung (auch bei laufendem Kurs noch Plätze frei).
Für Anfänger/-innen ohne Englischkenntnisse nicht geeignet!
Wir würden uns freuen, wenn die VHS Erlangen ein ähnliches Angebot für schwerhörige Menschen machen könnte!

18. März 2011: Jahresempfang des Seniorenbeirats der Stadt Erlangen
Christa Braun, Irmgard Kühne und Herbert Hirschfelder vertraten unsere Gruppe beim Jahresempfang des Seniorenbeirats im großen Rathaussaal. Für unsere Gruppe wurden (absehfreundlich!) Plätze in der Nähe des Rednerpultes reserviert - während des Empfangs stellte es sich dann heraus, dass dies eine Platzierung im Loch der Induktionsanlage des Ratssaals war ... (nächstes Mal sind wir schlauer). Der interessante Vortrag von Herrn Prof. Kaiser "Weg mit den Alten?!" war für uns daher leider nur rudimentär verständlich. Auf Anfrage war Herr Prof. Kaiser so freundlich, uns den Vortrag als pdf-Datei zum privaten Gebrauch zur Verfügung zu stellen. Interessenten wenden sich bitte an den Homepage-Betreuer. Das Grußwort des Oberbürgermeisters ist hier (pdf) nachzulesen.


Beim Jahresempfang des Seniorenbeirats

Die Vertreter unserer Gruppe beim Jahresempfang des Seniorenbeirats

9. April 2011: Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten in Karlstadt
Christa Braun und Irmgard Kühne vertraten unsere Gruppe, die Mitglied im Landesverband ist.

20. April 2011: Anfrage beim Markgrafentheater wegen der Induktionsanlage
Vom Markgrafentheater erhielten wir im März Nachricht, dass die Reparatur der Induktionsanlage demnächst abgeschlossen ist.
Von Herrn Jaggo von der ausführenden Firma Jaggo Media erhielten wir dazu folgende technische Information:
"Nur das Parkett ist versorgt.
Beim Theater ist anzumerken, dass bei Schauspiel (die Schauspieler tragen keine Mikrofone bei sich) die Schallübertragung über 4 Stück spezielle Richtmikrofone, welche sich im Bühnenbereich befinden, in die Höranlage eingespeist wird. Dies ist eine große Hilfe beim Verstehen, allerdings ist die Übertragung nicht so direkt und klar, als wenn direkt mit geringen Abstand in ein Mikrofon gesprochen wird."
Am 20. April schrieben wir daher an das Theater:
"(...) Gerne würden die Mitglieder der Selbsthilfegruppe für Schwerhörige Erlangen die Anlage testen. Gibt es die Möglichkeit, bei einer Vorstellung (evtl. Generalprobe?) uns mit Freikarten zu versorgen, damit wir einen Praxistest von möglichst vielen verschiedenen Plätzen aus durchführen können? Das wäre doch realitätsnäher als wenn nur eine Person auf der Bühne in den sonst leeren Saal spricht. (...)"

24. April 2011: Erstes Arbeitreffen der Selbsthilfegruppe
Jahrelang kamen nur die SprecherInnen der Selbsthilfegruppe bei Bedarf zusammen, um anstehende Termine, Planungen, ... zu besprechen (das hatte auch den Effekt, dass anstehende Aufgaben fast stets in diesem Kreis hängenblieben). Nun wurde erstmals zu einem für alle Interessierten der Gruppe offenen Arbeitstreffen eingeladen. Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen hat dafür freundlicherweise Räumlichkeiten in der Luitpoldstr. 42 zur Verfügung gestellt. Das Arbeitstreffen fand Anklang bei den aktiven Teilnemern der Selbsthilfegruppe und soll in Zukunft monatlich (in der Regel am vorletzten Donnerstag im Monat) stattfinden.

5. Mai 2011: Sammlung für Anastasia aus Moldawien
Uns erreichte ein Spendenaufruf zur Unterstützung der zweijährigen Anastasia aus Moldawien, die ein zweites CI benötigt, damit der noch intakte Hörnerv des zweiten Ohres trainiert werden kann. Bei unserem Gruppentreffen am 5. Mai kamen dazu bei einer spontanen Sammlung 100.- Euro zusammen, die auf das Konto des Lions Förderverein Dinkelsbühl überwiesen wurden.

10. Mai 2011: Test der Induktionsanlagen in den neuen medizinischen Hörsälen
Der Hörtag am 28. Mai wird im neuen großen medizinischen Hörsaal stattfinden. Die dort eingebaute Induktionsanlage erwies sich beim Test durch Teilnehmer unserer Gruppe als viel zu schwach, um brauchbar zu sein. Eine Nachbesserung wurde in Aussicht gestellt.

17. Mai 2011: Zweiter Test der Induktionsanlagen in den neuen medizinischen Hörsälen
Bei einem zweiten Test durch Teilnehmer unserer Gruppe konnten wir für die dort eingebauten Induktionsanlagen als stark verbessert den Daumen heben.
Positiv wurde vermerkt, dass die Induktionsanlagen am jeweiligen Eingangsbereich mit einem Plakat deutlich ausgeschildert sind. Auch die einschlägigen Sitzreihen sind mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet.


Hinweisplakat im Eingangsbereich           Kennzeichnung der Bankreihen

links: Hinweisplakat im Eingangsbereich
rechts: Kennzeichnung der Bankreihen

27. Mai 2011: Letzte Vorbereitungen für den Erlanger Hörtag
Bereits am Vorabend des Hörtags war unser Infostand mit Poster und Infomaterial gut bestückt und damit "fit" für den Hörtag.


Unser Infostand

Ruhe vor dem Sturm: Unser Infostand beim Erlanger Hörtag (nach dem Aufbau am Vortag)

28. Mai 2011: "Hörtag" in Erlangen Einladungsflyer (pdf, ca. 1,4 MB)
Wir waren mit einem Infostand vertreten.
Der Hörtag 2011 war noch eine Nummer größer als der erste in Erlangen (2008). Das betraf sowohl die Anzahl der Teilnehmer als auch die der Infostände. Die räumlichen Verhältnisse waren im neuen medizinischen Hörsaal am Ulmenweg ebenfalls eine Verbesserung. Positiv fiel u.a. auf, dass die Hinweisschilder mit den Nummern der Bankreihen, bei denen die Induktionsschleife gut hörbar ist, noch schnell an die Realität angepasst wurden.
Ein prominenter (und viel fotografierter) Gast war dabei der frühere bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, der das einführende Referat über die "Bedeutung guten Hörens in der Gesellschaft" hielt und sich offen zu seinem 2010 implantierten CI bekannte. Während des "Gesundheitsgespräches" antwortete er auf die Frage, ob vermindertes Hören mit verminderter Intelligenz eingeschätzt wird: "Das glaube ich in der Tat. Schlechtes Sehen: die Brille als Zeichen der Intelligenz, manche Politiker hatten Brillen mit Fensterglas, um Intelligenz zu zeigen. Aber es ist natürlich Blödsinn, dass mangelndes Hören mit mangelnder Intelligenz gleichzusetzen ist. Wenn man älter wird, gehen die Härchen im Ohr genauso weg wie die Haare auf meinem Kopf. ..."
Die Fachvorträge wurden über einen Beamer auf eine Leinwand illustriert und auch über eine Schriftdolmetscherin (Inci Döger) simultan zum Mitlesen begleitet. Sie behandelten die Themen "Das Versorgungskonzept für Hörgeschädigte an der HNO-Klinik Erlangen" (Prof. Heinrich Iro), "Hörverbessernde Chirurgie" (PD Dr. Joachim Hornung) und "High-Tech für bessere Lebensqualität: Hörgeräte und Cochlea-Implantate" (Prof. Ulrich Hoppe); die Moderation lag in den Händen von Frau Dr. Marianne Koch.
Auch die anschließende interessante Live-Übertragung "Das Gesundheitsgespräch" auf Bayern 2 zum Thema Cochlea-Implantat mit Dr. Marianne Koch und Werner Buchberger wurde von der Schriftdolmetscherin begleitet. TeilnehmerInnen des Gesundheitsgesprächs waren neben den zwei medizinischen Experten (Prof. Heinrich Iro und Ulrich Hoppe) auch zwei Betroffene, Margit Gamberoni und Dr. Günther Beckstein (beide CI-Träger).
Für die Teilnehmer der Erlanger Selbsthilfegruppe war der Hörtag (neben den interessanten Vorträgen) eine gute Gelegenheit, um neue Kontakte knüpfen (und ältere auffrischen) zu können.
Im Internet ist ein Bericht über den Hörtag aus Sicht der HNO-Klinik Erlangen zu finden (das zugehörige Bild in Druckqualität hat einen Extra-Link).
Unser Bericht ist auch auf der Homepage des Bayerischen CI-Verbandes zu finden.


Stand der SHG beim Hoertag          Live-Uebertragung des Gesundheitsgespraechs

links: Der Info-Stand der SHG beim Hörtag war nur einer unter vielen
rechts: Live-Übertragung des "Gesundheitsgespräch" auf Bayern 2
(von links nach rechts: Margit Gamberoni; Prof. Ulrich Hoppe; Prof. Heinrich Iro; Dr. Günther Beckstein; Dr. Marianne Koch. - Links oben eingeblendet: das Logo der SHG)


Blick in den Hoersaal          korrigiertes Plakat zur Induktionsschleife

links: Blick in den Hörsaal; neben dem Vortrag auf der Leinwand (links) war rechts parallel dazu die Mitschrift der Schriftdolmetscherin zu lesen
rechts: Das Plakat mit den Informationen zur Induktionsschleife war beim Hörtag mustergültig korrigiert und an allen Eingängen (auch vom Untergeschoss aus) angebracht


Gespraech_nach_dem_Programm          Erholung nach dem Hoertag

links: Nach dem offiziellen Programm gab es die Möglichkeit zum direkten Gespräch (Prof. Hoppe und Birgit Schebesta)
rechts: Nach dem Hörtag war erst einmal Erholung angesagt ...

1. Juni 2011: Test der Induktionsanlagen im Stadtteilhaus Röthelheimpark
Das Stadtteilhaus Röthelheimpark (ehemals "Easthouse", Jugendklub der Amerikaner) wurde 2010 neu gebaut und nach den Vorgaben der Barrierefreiheit und DIN-Normen (Aufzug, Behindertentoilette und induktive Höranlage) gestaltet. Letztere konnte durch Vermittlung des Behindertenbeaufragten der Stadt, Herrn Grützner, nun durch uns getestet werden.
Es gibt im Mehrzwecksaal (Raum 0017, Erdgeschoss) des Stadtteilhauses (das nun nicht mehr auf die Jugend beschränkt ist) eine Induktionsschleife. Hier verlief der Test entgegengesetzt zum neuen medizinischen Hörsaal (s. bei 10. Mai), denn hier war die Anlage zu laut und übersteuert. Auch hier wird die installierende Firma eine Nachbesserung vornehmen müssen, wie uns zugesagt wurde.


Beim Test der Anlage

Test der Anlage (links Herr Grützner, Behindertenbeaufragter der Stadt; rechts Herr Renninger, Leiter des Stadtteilhauses)

3./4. Juni 2011 in Warburg: Schwerhörigen-Selbsthilfe trifft Schwerhörigen-Sport: Herbert Hirschfelder bei den Schwerhörigenmeisterschaften im Tischtennis überraschend erfolgreich.
Herbert Hirschfelder (der für die HFS Franken startete) wurde Titelträger im Herreneinzel bei den Deutschen Meisterschaften im Tischtennis des Deutschen Schwerhörigen-Sport-Verbandes (DSSV). Das Glück war ihm hold, denn sowohl im Halbfinale gegen den Lokalmatador Harald Schön als auch im Endspiel gegen Vorjahresmeister Klaus Gütschow (Hamburg) konnte er sich nur mit knappen Satzergebnissen durchsetzen. Die Selbsthilfegruppe wird davon profitieren, denn deswegen gibt es nun beim Grillfest am 13. August die Getränke frei!
Auf der Homepage des BTTV findet sich ein Bericht dazu; die Erlanger Kreishompage gibt einen Bericht aus Erlanger Sicht. Auch die Erlanger Nachrichten berichteten am 17. 6. kurz im Lokalteil mit der Überschrift Hirschfelder im Glück (worauf es sich Sozialbürgermeisterin Elisabeth Preuß sich nicht nehmen ließ, ihm bei einer Begegnung auf offener Straße zu gratulieren).
In Nummer 36 der Zeitschrift "Forum" der Deutschen Hörbehinderten Selbsthilfe (DHS) erschien ein Bericht (pdf, ca. 1 MB) dazu.


Deutscher Meister im Tischtennis: Herbert Hirschfelder

Glücklicher Gewinner des Herreneinzels und damit Deutscher Meister im Tischtennis des DSSV: Herbert Hirschfelder

18. Juni 2011: Besuch des "Deafmuseums"
Die Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff organisierte am den 18. 6. einen Ausflug nach Fankfurt zum Museum der Geschichte der Gehörlosen und Schwerhörigen.
Infos zum Museum sind im Internet zu finden unter http://www.deafmuseum.de/museum.html
Die Anfahrt erfolgte mit Gruppenreise per Bahn. Der Besuch war auch für Interessierte der Erlanger Selbsthilfegruppe möglich; etliche Teilnehmer unserer Gruppe nutzten die Gelegenheit, das Museum und einen "Hauch von Frankfurt" (d.h. Stadtführung durch Sabine Meier) kennenzulernen.
Christa Braun schrieb dazu folgenden Bericht:
Die Erlanger Teilnehmer trafen in Fürth auf die Nürnberger Gruppe (insgesamt 16 Personen).
Die FM-Anlage hat gute Dienste geleistet. Allerdings war der Zug auf der Hinfahrt zu laut; auf der Rückfahrt konnte sie gut eingesetzt werden.
Sabine gab Infos über Frankfurt (wo sie einige Jahre lebte) und den Ablauf des Tages.
Es gab lange Diskussionen, ob unser "Schönes Wochenende-Ticket" auch für die U-Bahn und S-Bahn gilt (galt nur für S-Bahn). An der Touristik-Information lösten wir dann ein Gruppen-Tagesticket für fünf Personen (Schwerbehinderte mit GL im Ausweis hatten freie Fahrt). Gut ausgeschildert war hier eine Höranlage für Schwerhörige, und sie funktionierte auch einwandfrei.
Mit der U-Bahn fuhren wir zum Museum, eine liebevoll zusammengetragene Ausstellung von den Anfängen bis zur Gegenwart: in Vitrinen mit den diversen Hörhilfen aus den Epochen; Video-Filme zeigten die Verfolgung in der Nazi-Zeit mit der ganzen Tragik.
Zu Fuß ging es dann zum Marktplatz mit dem Rathaus und wunderschönen Fachwerkhäusern. Das Mittagessen hatten wir in der Galeria, dazu wurde ein Gruppenfoto auf der Dachterrasse mit Aussicht auf die Stadt gemacht.
Durch die Fußgängerzone ging es in ein riesiges großes Kaufhaus. Über viele kleine und große, lange Rolltreppen ging es bis unters Glasdach, das sich kühn über die ganze Fläche wölbt. "Wie kann man das von innen putzen?" war unsere große Frage.
Mit der S-Bahn ging es dann zum Hauptbahnhof und mit direktem Zug ohne umzusteigen zurück nach Fürth / Erlangen bzw. Nürnberg. Sabine bat auf der Rückfahrt mit der FM-Anlage um ein Feedback von allen Teilnehmern.


Fuehrung im Deafmuseum          Gruppenfoto vor der Frankfurter Skyline
links: Führung im Deafmuseum
rechts: Gruppenfoto vor der Frankfurter Skyline

mobile Induktionsanlage der Touristinfo
Die Touristinfo war mit einer mobilen Induktionsanlage ausgestattet

6. Juli 2011: Verzeichnis der Induktionsanlagen in Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt überarbeitet
Die uns bekannten Induktionsanlagen in Erlangen und im Landkreis können sie hier als Datei (pdf), Stand 6. 7. 2011 ansehen bzw. ausdrucken.
Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass nicht alle Anlagen in letzter Zeit auf ihr Funktionieren getestet wurden. Es ist damit zu rechnen, dass ältere Anlagen nicht mehr gewartet und (statt zu repariert) abgeschaltet wurden.
Ergänzungen und Korrekturen bitte per Mail an den Homepage-Betreuer.

7. Juli: Herr Professor Ulrich Hoppe von der HNO-Klinik bzw. vom CI-Centrum Erlangen (CICERO) bei uns zu Gast.
Professor Hoppe (mittlerweile auch 1. Vorsitzender des im Mai 2011 gegründeten Vereins "Hören schenken e. V." zur Förderung schwerhöriger, ertaubter und gehörloser Patienten) berichtete ausführlich über das Projekt "Hilfe für Anastasia". Anastasia stammt aus Moldawien, dem ärmsten Land Europas. In ihrem Heimatland bietet die Infrastruktur keine Unterstützung taub geborener Kinder.
Anastasias Großeltern leben in Dinkelsbühl und haben sich um Hilfe für ihre Enkeltochter bemüht. Eine erste CI-Operation konnte mit Hilfe der Katharina-Witt-Stiftung durchgeführt werden und war erfolgreich, Anastasia macht immer neue Entdeckungen (Geräusche) mit ihrem CI, das sie gerne trägt. Ein zweites CI soll ihr ein noch besseres Hörvermögen und damit auch eine bessere Sprachentwicklung geben. Dazu wird eine (von der HNO-Klinik Erlangen unterstützte) Spendenaktion durchgeführt (s. auch bei 5. Mai), der wir Erfolg wünschen.
Daneben ergaben sich mehrere Gesprächsthemen, denen sich Professor Hoppe bereitwillig stellte. Unter anderem ergab sich dabei, dass der Hörsaal in der HNO-Klinik seit einiger Zeit mit einer Induktionsanlage versehen ist, die aber noch nicht getestet wurde - wir kommen gerne ...


Gruppenabend mit Professor Hoppe

Gruppenabend mit Professor Hoppe (links)

16. Juli 2011: "Aktionstag der Behinderten" in Erlangen
Bei diesem im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Aktionstag des Forum "Behinderte Menschen in Erlangen" waren wir auch heuer mit einem Infostand vertreten.
Der Aktionstag fand auf dem Erlanger Schlossplatz von 10 bis 14 Uhr statt; unser Infostand war an der Südwestecke (zum Hugenottenplatz zu) untergebracht. "Hingucker" war dabei ein von der HNO-Klinik freundlicherweise zur Verfügung gestelltes Ohr-Modell. Fünf TeilnehmerInnen aus der SHG wechselten sich am Stand ab, um mit Interessenten zu sprechen oder sie mit dem reichlich ausliegenden Informationsmaterial zu versorgen. Ein prominenter Gast war dabei Frau Bürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß, die es sich trotz zahlreicher anderer Verpflichtungen an diesem Tag nicht nehmen ließ, bei uns vorbeizuschauen. Ein weiterer prominenter Gast war die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Irmgard Badura (selbst stark sehbehindert), die sich an unserem Stand über die Situation der Hörbehinderten in Erlangen informierte.


Infostand der SHG beim Aktionstag 2011          Besuch von Frau Buergermeisterin Preuss

links: Unser Info-Stand beim Aktionstag 2011
rechts: Prominenter Besuch: Frau Bürgermeisterin Elisabeth Preuß

22. Juli 2011: Erstaufführung von "Das Paradies ist anders - ein Dokumentarfilm von Andershörenden" Einladungsflyer
Die Erstaufführung des (ersten in Deutschland produzierten) Dokumentarfilms über Schwerhörigkeit fand im Nürnberger Filmhauskino (Königstr. 93, Nähe Hauptbahnhof) statt. Ab 17 Uhr konnte man sich mit alten und neuen Bekannten austauschen, die auch auf die Vorführung warteten. Der Film selbst wurde gegen 17:30 Uhr im gut gefüllten Kinosaal gezeigt und dauerte 21 Minuten. (Er war natürlich untertitelt.) Danach stellte sich das Filmteam den Fragen aus dem Publikum. Fragen und Antworten wurden über die Schriftdolmetscherin auch optisch sichtbar gemacht. MdB Günter Gloser (selbst Hörgeräteträger) ließ es sich nicht nehmen, den Film als wichtig für Aufklärung über Schwerhörigkeit herauszustellen. Anschließend konnte man noch bei Sekt, Selters und Knabberzeug verweilen.
Der Film entstand auf Anregung der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (Federführung: Ursula Kölbel). Planung und Ausführung wurden durch ein Team von Normal- und Schwerhörigen (insgesamt also eine Gruppe "Andershörenden") durchgeführt bzw. begleitet; unter anderem war Herbert Hirschfelder aus unserer Gruppe ständig beteiligt. Der Film dauert 21 Minuten und ist zur Aufklärung über Schwerhörigkeit z.B. an Schulen gedacht, richtet sich also nicht speziell an die Gruppe der Schwerhörigen selbst. Als DVD für EUR 5,00 (plus Versandkosten) über die Evangelische Medienzentrale Bayern in Nürnberg erhältlich. Der DVD ist ein Begleitheft beigefügt, das hier mit freundlicher Erlaubnis der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern als Download (pdf, ca. 500 KB) zur Verfügung steht.


Filmpremiere: Fragen an das Filmteam          MdB Gloser spricht bei der Filmpremiere

links: Das Filmteam beim Beantworten der Fragen aus dem Publikum
rechts: MdB Günter Gloser bei seinem Kommentar zum Film

30. Juli 2011: Tagesausflug der Erlanger Selbsthilfegruppe nach Kitzingen zur Landesgartenausstellung
(Unter "Veranstaltungskalender" kann man den 30. Juli anwählen um zu sehen, was an dem Tag dort alles geboten wurde)
Die Anreise erfolgte mit der Bahn. Es waren auch Teilnehmer der benachbarten Gruppen Öhrli-Treff (Nürnberg) und Ohr-Ring (Bamberg) dabei.
Das Wetter war gemischt, der Regenschirm leistete zeitweise gute Dienste. Zur Mittagspause konnte man das Gelände der Landesgartenausstellung verlassen und nach dem Mittagessen wieder zurückkehren.
Einen detaillierten Bericht (pdf, 10 KB) hat freundlicherweise Frau Trautner beigesteuert.


Auf der Landesgartenausstellung in Kitzingen

Auf der Landesgartenausstellung in Kitzingen (Foto: Herbert Schebesta)

13. August 2011: Sommerfest der Erlanger Selbsthilfegruppe auf der Terrasse der "Villa an der Schwabach" (Hindenburgstr. 46 a, 91054 Erlangen).
Es war nicht (wie gewohnt) ein Grillfest, weil an der Villa an der Schwabach kein Grill zur Verfügung stand. Die Küche der Villa war aber gut ausgestattet. Ein reichhaltiges, von vielen Händen gestaltetes bzw. gespendetes Buffet ersetzte den Grill, und der Kühlschrank leistete gute Dienste für die empfindlichen Speisen und die (gestifteten) Getränke.
Der neue Pate unserer Gruppe, Jochen Müller, musste leider kurzfristig wegen Krankheit absagen. Wir suchen nun nach einem anderen Termin, bei dem er unsere Gruppe kennenlernen und umgekehrt von sich und seiner Arbeit erzählen kann. Die 15 TeilnehmerInnen genossen das Sommerfest auch ohne ihn bei Kaffee, Buffet und Gesprächen.
Das Sommerfest begann mit einer Tasse Kaffe bei bedecktem Himmel und endete nach der Plünderung des Buffets bei Sonnenschein mit Gesprächen auf der Terrasse.
Da das (bei den Grillfesten der letzten Jahren genutzte) Gebäude des Bürgertreffs "Die Villa" momentan saniert wurde und uns Küche und sanitäre Anlagen derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung gestanden hätten, mussten wir umdisponieren. Das "Ausweichquartier" war eine gute Alternative dazu.


Das Sommerfest 2011 begann mit Kaffee          Sommerfest 2011: auf der Terrasse

links: Das Sommerfest 2011 begann bei bewölktem Himmel mit einer Tasse Kaffee ...
rechts: ... und endete bei Sonnenschein mit Gesprächen auf der Terrasse

Das Buffet vor der Plünderung

Das von vielen Händen gestaltete bzw. gespendete Buffet vor der Plünderung

16. bis 27. August 2011: Vorführungen mit Induktionsanlage beim Sommernachts-Filmfestival im Krafft'schen Hof (Nürnberg, Theresienstr. 7, unweit des Egidienplatzes).
Beginn jeweils 20.45 Uhr; Eintritt: 7,50 € / 6,50 € (ermäßigt)
Teilnehmer der Nürnberger Gruppe "Öhrli-Treff" wollten am 26.8. den Film "Nader und Simin" anschauen. Dazu gab es die Information, dass es eventuell technische Probleme mit der Anlage gibt - Augen- bzw. Ohrenzeugenberichte erwünscht!.
Wer mehr wissen will, kann hier das komplette Programmheft runterladen, wenn er nicht schon die Papierausgabe in den Händen hat:
http://www.sommernachtfilmfestival.de/uploads/media/SNFFHeft11komplett.pdf
(Suche nach OmU findet dort noch mehr Filme mit Untertiteln an anderen Veranstaltungsorten bzw. -terminen)
(OmU = Originalton mit Untertiteln; hier ist die Induktionsanlage nur für diejenigen sinnvoll, die die Originalsprache beherrschen - Untertitel sichern aber das Verständnis)
Danke an die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (bzw. Ulla Kölbel), ohne deren Initiative die Induktionsanlage nicht im Angebot wäre ...

27. August 2011: Induktionsanlage in der Stadtbibliothek nicht in Betrieb
Im Rahmen des 31. Erlanger Poetenfestes fand folgende Veranstaltung statt: "Die Zukunft der Bibliotheken. Ein Gespräch über die Bücher und ihre Orte. Wilfried F. Schoeller im Gespräch mit Elisabeth Niggemann. Samstag, 27.08.2011, 13:30 Uhr, Stadtbibliothek, Bürgersaal, Eintritt frei!"
Hoffnungsvoll machte sich aus unserer Gruppe Sprecher Herbert Hirschfelder auf den Weg dorthin, denn wir hatten ja im März die Induktionsanlage im "Bürgersaal" erfolgreich getestet. Die Enttäuschung war groß, als sich herausstellte, dass über die Induktionsanlage kein Pieps zu vernehmen war. Er berichtet dazu:
"Als ich etwas zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn kam, war der Raum schon fast vollständig besetzt und ich fand nur noch einen Platz in den hinteren Reihen. Da ich wusste, dass der Raum eine funktionierende Induktionsanlage hat, und zwei Mikrofone aufgestellt waren, dachte ich: Gut, hier kann ich induktiv mithören.
Als die Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Grimmer, die Begrüßung ohne Mikrofon hielt, machte ich mir noch keine Sorgen. Als aber Herr Schoeller begann, ins Mikrofon zu reden, war über die Telefonspule kein Ton zu vernehmen.
Spontan wollte ich einfach wieder gehen. Nach kurzer Überlegung fasste ich aber meinen Mut zusammen und schlängelte mich zur ersten Reihe durch, wo die Leiterin der Stadtbibliothek saß. Ich fragte sie leise, ob die Induktionsanlage denn eingeschaltet wäre. Sie ging dann zum Tontechniker, der am Eingang an einem Mischpult saß, und kam zurück mit der Information, dass diesmal eine Tonanlage des Rundfunks aufgebaut sei, die keine Schnittstelle zur Induktionsanlage hat.
Ich erwiderte Frau Grimmer, dass unter diesen Umständen die Veranstaltung für mich nicht sinnvoll ist und verließ dann den Raum quer über die vorderen Reihen (das war der kürzeste Weg, ohne Gedränge zu verursachen).
Frau Grimmer schrieb ich tags darauf folgenden Brief:
Sehr geehrte Frau Grimmer,
am 9. März hatte ich mit anderen Teilnehmern der Selbsthilfegruppe für Schwerhörige in Erlangen Gelegenheit, die Induktionsschleifen im Innenhof der Stadtbibliothek und im Bürgersaal zu testen, und sie haben zu unserer Zufriedenheit funktioniert. Das hat uns gefreut!
Um so enttäuschter war ich, als gestern bei der anscheinend einzigen hörbehindertengerechten Veranstaltung des 31. Erlanger Poetenfestes im Bügersaal der Stadtbibliothek die Induktionsschleife nicht funktioniert hat, weil sie schlicht nicht mit der verwendeten Tonanlage verbunden war. Integration oder gar Inklusion Hörbehinderter stelle ich mir anders vor.
Darf ich bei der Gelegenheit feststellen, dass die Stadtbibliothek seit der Rückkehr in das Stutterheimsche Palais sehr viel besser behindertengerecht ausgestattet ist als vorher, mit diesem Pfund aber nicht so recht zu wuchern weiss. Auf der Homepage der Stadtbibliothek sind unter "Angebot und Service" lediglich für Blinde und Sehbehinderte Angebote zu finden. Hinweise für Rollstuhlfahrer auf den rollstuhlgerechten Eingang von der Hauptstrasse aus fehlen ebenso wie ein Hinweis auf die Behindertentoilette. Beide sind auch nicht mit den entsprechenden Symbolen gekennzeichnet. Auch Hinweise auf spezielle Angebote für Hörbehinderte sucht man vergeblich, obwohl die Stadtbibliothek Entsprechendes zu bieten hat, nämlich zum einen DVDs mit Untertitel für Hörgeschädigte, und zum anderen die Induktionsanlagen im Innenhof und im Bürgersaal.
Für letztere möchte ich anregen, dass die Stadtbibliothek in Zukunft entsprechende Veranstaltungen mit "Für Hörgeräteträger Induktionsanlage vorhanden" o. ä. ankündigt, um das Angebot besser bekannt zu machen. Bisher kennen ja nur die Insider der Selbsthilfegruppe dieses Angebot.
Dann müsste aber auch sichergestellt sein, dass bei der Veranstaltung tatsächlich das mit der Induktionsschleife verbundene Mikrofon ständig genutzt wird. Auch müsste bei Veranstaltungen mit externen Verstärkeranlagen die Veranstalter auf die Induktionsanlage hingewiesen und nach Möglichkeit beide gekoppelt werden. Sollte die Induktionsanlage trotzdem nicht genutzt werden können, wäre ein entsprechender Hinweis sinnvoll.
Ich erlaube mir, den Entwurf für ein Hinweisschild beizulegen, wie es am Eingang zu einer Veranstaltung im Innenhof oder Bürgersaal angebracht werden könnte. Umgekehrt kann dieses Hinweisschild rot mit Klebeband o.ä. durchstrichen werden, sollte die Induktionsanlage bei der Veranstaltung doch nicht genutzt werden können. Den Entwurf kann ich Ihnen gerne als pdf-Datei zugehen lassen.
Mit freundlichen Grüßen ..."

Stadtbibliothek Hinweis auf Induktionsanlage
Vorschlag: Hinweis auf Induktionsanlage in der Stadtbibliothek

1. September 2011: Beginn des Wegfalls der 50-km-Grenze für Schwerbehinderte bei der Bahnbenutzung mit Wertmarke.
Die Deutsche Bahn hat auf ihrer Homepage einen entsprechenden Bericht veröffentlicht. Ab dem 1. September entfällt die bisherige Begrenzung auf 50 km im Umkreis des Wohnsitzes für die Benutzung der Nahverkehrszüge.
Hörgeschädigte Schwerbehinderte können diese Möglichkeit nutzen, wenn sie einen Grad von mindestens 80 Prozent der MdE und das Kennzeichen "Gl" (gehörlos) auf ihrem Schwerbehindertenusweis eingetragen und die entsprechende Wertmarke gekauft haben. Die Freifahrt in den deutschen Verkehrsverbünden ist für diesen Personenkreis weiterhin gegeben. (Alternative ist eine Ermäßigung der Kfz-Steuer).

1. bis 4. September 2011: Herbstseminar der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) in Herrnhut.
Bei dem Seminar in Herrnhut nahmen aus unserer Gruppe Christa Braun und Herbert Hirschfelder teil.
Die am Freitag angebotene Stadtführung durch wurde von dem Leiter der unteren Denkmalbehörde in Görlitz sachkundig und lebendig durchgeführt. Diese Stadt hat so viel zu bieten, dass sich ein Wiederkommen lohnt - nicht nur weil man mal schnell (sogar zu Fuß) nach Polen überwechseln kann ...
Jochen Müllers Seminar am Samstag und am Sonntagvormittag "Akzeptiere deine Behinderung, und du wirst nicht mehr behindert: Hörbehinderung und Minderwertigkeit - wie sie sich wechselseitig beeinflussen" war hörens- und erlebenswert. Stark verkürzt läuft es darauf hinaus: Wer seine Hörbehinderung nicht akzeptiert, wird einem unerreichbaren Ideal hinterherlaufen (und sich damit überfordern). Wer sie jedoch akzeptiert, erkennt damit auch seine Grenzen und dass es sich z. B. nicht lohnt, zu glauben, bei bestimmten Situationen dabei sein zu "müssen" - und entgeht damit Überforderung und Stress.
Das DHS-Herbstseminar 2012 ist übrigens (laut DHS-Homepage) vom 20. bis 23. September 2012 im Nordkolleg Rendsburg geplant.


Christa Braun bei der Stadtfuehrung durch Goerlitz          Jochen Mueller in Herrnhut

links: Auch Christa Braun ließ sich bei der Stadtführung durch Görlitz mit einer Hörhilfe (Kopfhörer) ausstatten
rechts: Jochen Müller, der Leiter des DHS-Herbstseminars in Herrnhut

Mitgliederversammlung der DHS in Herrnhut

Mitgliederversammlung der DHS in Herrnhut

6. September 2011: Test der Induktionsschleife im großen Saal der Volkshochschule der Stadt Erlangen, Friedrichstr. 21.
Die Volkshochschule Erlangen lud uns zu einem Test der neuen Induktionsschleife im großen Saal des Gebäudes Friedrichstr. 21 ein. Vier TeilnehmerInnen unserer Gruppe (Petra Karl, Anni Reinmann, Cäcilie Trautner und Herbert Hirschfelder) testeten erfolgreich den ganzen Saal - selbst auf der Bühne (ein sonst gern ausgesparter Raum) war der vorgelesene Text klar und deutlich zu hören. Zusätzlich erfreulich waren wir darüber, dass an jeder Tür des Saals auf das neue Angebot fuer Träger von Hörhilfen hingewiesen wird. Auch ansprechend gedruckte Informationsblätter (zum Teil in Form von Lesezeichen) weisen auf das neue Angebot hin, und auch im Programmheft der VHS zum Winter 2011/12 wird darauf hingewiesen.
Wir freuen uns über das verbesserte Angebot und dass man bei der VHS daran gedacht hat, es über uns "Insider" der Selbsthilfegruppe hinaus bekannt zu machen. Mittlerweile liegt ein Flyer (pdf, ca. 300 MB, Vergrößerung ggf. auf 100% reduzieren) in der Stadtbibliothek, der HNO-Klinik und bei vielen HNO-Ärzten und Hörgeräteakustikern aus. Die Information liegt auch in Form eines Lesezeichens (pdf, ca. 700 MB, Vergrößerung ggf. auf 100% reduzieren) vor.
Die Erlanger Nachrichten berichteten darüber am 23. September 2011 im Lokalteil unter der Überschrift "Zuhören leicht gemacht".

modernisiertes Logo fuer Induktionsanlage
Das modernisierte Logo für eine Induktionsanlage

9. September 2011: Erweiterung der SHG-Homepage um die Rubriken "Hörgerätekauf, Hörgeräteakustiker" und "Untertitel" .
Das neue Angebot ist bei "Hier finden Sie noch mehr" untergebracht und geht speziell auf die Gegebenheiten in Erlangen ein.

23. September 2011: Antwort der Leiterin der Stadtbibliothek Erlangen zur nicht funktionierenden Induktionsanlage (s. unter 27. August).
Sehr geehrter Herr Hirschfelder,
vielen Dank für Ihren langen Brief von Ende August, den ich inhaltlich nicht nur verstehen kann, sondern unterstütze. Ich bedaure sehr, dass Sie umsonst zu unserer Diskussionsveranstaltung (Veranstalter: Kulturprojektbüro / Poetenfest) gekommen sind und möchte mich dafür entschuldigen.
Gestern hatten wir eine Vernissage. Wir testeten die Mikrofonanlage im Bürgersaal vorgestern und eine Stunde vor meinen einleitenden Worten. Als es soweit war, versagte die Anlage.
Natürlich sind alle Beteiligten schon informiert und kommen gleich zu Beginn der nächsten Woche in die Bibliothek, um dem Fehler auf die Spur zu kommen.
Sie verstehen, warum ich mit unserem Pfund, wie Sie sagen, bisher nicht recht wuchern möchte? Dass ich mit dem "Sicherstellen" schlicht noch ein Problem habe? Wie gesagt, alle Beteiligten sind längst informiert.
Das Kulturprojektbüro nutzt seine externe Anlage, da es damit auf der sicheren Seite ist, was das prinizpielle Funktionieren angeht. Da wir aber zukünftig (hoffentlich) personelle Überschneidungen im technischen Bereich haben werden, sollte es auch dem KPB möglich sein, unsere Anlage zu nutzen. Die offene Frage bleibt, ob die Anlage uns verlässlich genug gemacht werden kann.
Bis dahin möchte ich ungern offensiv für die Induktionsanlage werben. Dennoch wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie uns das Hinweisschild als pdf-Datei zukommen lassen könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Anne Grimmer
(Bibliotheksleiterin)

Wir bedanken uns bei Frau Grimmer für die Erläuterung und hoffen, dass die Induktionsanlagen im Innenhof der Stadtbibliothek und im Bürgersaal demnächst zuverlässig funktionieren (und nicht nur wenn wir sie testen).

4. Oktober 2011: Beginn des Kurses "Englisch für schwerhörige Menschen" des Bildungszentrum Stadt Nürnberg (BZ)
"Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, Englischkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Dabei liegt der Schwerpunkt in der praktischen Anwendung der Sprache. Die Grammatik dient lediglich als Unterstützung. Der schwerhörigengerechte Unterricht beinhaltet bei Bedarf den Einsatz des Fingeralphabets und berücksichtigt das sprachspezifische Mundbild. Eine Induktionsanlage kann genutzt werden. -
10 Einheiten, Dienstag, 04.10.2011 bis Dienstag, 13.12.2011, jeweils 17 Uhr (Egidienplatz 33, Nürnberg)
Für Anfänger/-innen ohne Englischkenntnisse nicht geeignet!"
Kursgebühr EUR 48,00 - Information und Online-Buchung.
Außerdem wird auch erstmals (für AnfängerInnen und mit geringen Vorkenntnissen) Französisch ("Mit Muße und Humor steigen wir in die Grundlagen der französischen Sprache ein. ...") und Spanisch ("In einem lebendigen Unterricht entdecken wir die spanische Sprache. ...") für schwerhörige Menschen angeboten.
Wir würden uns freuen, wenn die VHS Erlangen ein ähnliches Angebot für schwerhörige Menschen machen könnte!

Ab 5. Oktober 2011: Filmfestival "Über Mut" der Aktion Mensch in Erlangen.
Die Filme waren sämtlich untertitelt. Beschreibungen der Filme konnten im Flyer (pdf, 1,2 MB) nachgelesen werden, oder online.
In Erlangen waren die Filme nach der Aufführung im E-Werk auch im Dritte-Welt-Laden (3WL), Neustädter Kirchenplatz 7 und bei der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), Sieboldstr. 3 (Pacelli-Haus) zu sehen, zuletzt:
Budrus KHG Sonntag, 18. Dezember, 20.00 Uhr; 3WL Dienstag, 20. Dezember, 20.00 Uhr.

12. Oktober 2011: Fahrt zum Bayerischen Landtag.
Bei der von der mittelfränkischen FDP organisierten Busfahrt zum Bayerischen Landtag waren etliche Teilnehmer aus unserer Gruppe dabei. Danke an Anni Reinmann, durch deren Initiative wir uns rechtzeitig anmelden konnten. Dabei hatten wir Gelegenheit, im Landtag eine interessante Debatte mit sozialem Inhalt zu verfolgen, nämlich die Weiterentwicklung einer integrativen zu einer inklusiven Gesellschaft. Cäcilie Trautner schrieb dazu einen ausführlichen Bericht (pdf, ca. 22 KB).
Auszug aus ihrem Bericht zur Induktionsanlage im Maximilianeum: Der induktive Empfang auf der Zuschauertribüne wurde von den Teilnehmern unserer Besuchergruppe unterschiedlich beurteilt. Einige von uns berichteten von einer eingeschränkten Sprachverständlichkeit.
Beim Gespräch mit der Gastgeberin im Diskussionssaal stand kein für Hörgeräteträger wünschenswerter induktiver Empfang zur Verfügung. Es gab lediglich eine mobile Diskussionsanlage, deren unzulängliche Übertragungsqualität offensichtlich wegen Verzerrungen der Sprache dazu führte, dass sich nicht alle von uns an der Diskussion beteiligen konnten und deshalb wenig Freude an der Kommunikation aufkam. Dagegen war dort über den induktiven Empfang laut und deutlich die Debatte im entfernt liegenden Plenarsaal zu vernehmen.

Gruppenbild im Landtag
Gruppenbild mit Schwerhörigen

19. Oktober 2011: Test der Induktionsanlage im Hörsaal der HNO-Klinik.
Die HNO-Klinik hat seine längerem eine Induktionsanlage im Hörsaal (Waldstr. 1, direkter Zugang über Bohlenplatz) installiert, die aber noch nicht in Betrieb genommen wurde.
Der Test war zwiespältig:
Objektive Messergebnisse mit dem Messgerät zeigen im ganzen Raum eine Störung auf der Frequenz von 50 Hertz an, verursacht durch eine benachbarte Umspannanlage.
Subjektive Hörergebnisse mit dem Hörgerät (eingestellt auf Verstärkung der höheren Frequenzen) ergaben, dass die Störung ab Reihe drei aufwärts, Sitze 1-4 an der Fensterseite, nicht bemerkbar ist. Bei den Sitzen weiter weg vom Fenster macht sich ein Brummen bemerkbar (um so störender, je weiter weg von der Fensterseite). Unter den Umständen ist die Anlage immerhin nützlich für Träger von Hörgeräten, die den Tieftonbereich nicht verstärken, nicht aber bei Hörgeräten, die die tiefen Frequenzen verstärken.

21./22. Oktober 2011: Herbsttagung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten in Eichstätt.
Als Vertreter unserer Gruppe waren Christa Braun und Irmgard Kühne dabei, da wir Mitglied im Landesverband ist.

22. Oktober 2011: Lange Nacht der Wissenschaften in Erlangen.
Wir bemühten uns um Informationen, wo Vorträge für Hörgeräteträger durch Induktionsanlagen besser verfolgt werden können. Neu genannt wurden von der Universität die Hörsäle im Felix-Klein-Gebäude (Cauer-Str. 11). Hier wie auch in den Hörsälen der Pathologie (Krankenhausstr.) ergab sich bisher keine Gelegenheit zum Test der Induktionsanlagen. Der Test in der HNO-Klinik verlief zweispältig (s. unter 19. Oktober).

31. Oktober 2011: "Das Paradies ist anders - ein Dokumentarfilm von Andershörenden" nun bestellbar
Der (erste in Deutschland produzierte) Dokumentarfilms über Schwerhörigkeit ist nun als DVD über die Evangelische Medienzentrale Bayern in Nürnberg erhältlich. Er kostet EUR 5.- plus Versandkosten Direktlink zur Bestellung
Der Film entstand auf Anregung der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (Federführung: Ursula Kölbel). Planung und Ausführung wurden durch ein Team von Normal- und Schwerhörigen (insgesamt also eine Gruppe "Andershörenden") durchgeführt bzw. begleitet; unter anderem war Herbert Hirschfelder aus unserer Gruppe ständig beteiligt. Der Film dauert 21 Minuten und ist zur Aufklärung über Schwerhörigkeit z.B. an Schulen gedacht, richtet sich also nicht speziell an die Gruppe der Schwerhörigen selbst.

3. November 2011: Besuch von Frau Zeh von der "Ehe-, Familien- und Lebensberatung" in Nürnberg.
Bei unserem Gruppentreffen hatten wir Frau Zeh von der "Ehe-, Familien- und Lebensberatung" in Nürnberg zu Gast. Ihrem Vortrag konnte man durch die gleichzeitige Powerpoint-Darstellung auch schriftlich folgen. Bei der anschließenden Gesprächsrunde stellte sie sich aufgeschlossen unseren Fragen.
Ihr Vortrag kann hier als pdf-Datei (ohne Illustrationen) oder als Powerpoint-Datei (mit Illustrationen, ca. 2 MB) nachgelesen werden.


Frau Zeh beim Vortrag          Frau_Zeh_als_Zuhoererin

links: Frau Zeh beim Vortrag ...
rechts: ... und als aufmerksame Zuhörerin beim anschließenden Gespräch

4. November 2011: 8. Bayerischer Selbsthilfekongress in Ingolstadt.
Frau Trautner nahm aus unserer Gruppe am Kongress teil und machte die Erfahrung, dass er für Hörbehinderte nur bedingt geeignet war, insbesonders beim Workshop.
Es dürfte sinnvoll sein, bereits im Vorfeld des nächsten Bayerischen Selbsthilfekongresses für Hörbehinderte eine Schriftdolmetscherin für den Bereich zu engagieren, der nicht mit Induktionsanlagen ausgestattet ist.

5. November 2011: Patenschaftsbesuch von Jochen Müller (14 Uhr, Gemeinderaum, Neustädter Kirchenplatz 7).
Der neue Pate unserer Gruppe, Jochen Müller, hat sich und seine Arbeit in der Helios-Klinik am Stiftsberg (Bad Grönenbach) vorgestellt. Fragen aus unserem Kreis konnte er mit seiner reichen persönlichen und beruflichen Erfahrung mit hörbehinderten Menschen kompetent beantworten.
Der Patenbesuch begann mit einer Kaffeerunde zur Entspannung. Nachdem viele Facetten der Schwerhörigkeit gestreift waren, endete er mit einem gemütlichen Abendessen im nahegelegenen Teehaus.


Kaffee zur Einfuehrung          Jochen Mueller am Mikrofon

links: Zur Einführung gab es Kaffee und Kuchen und das Mikrofon ruhte ...
rechts: ... dann gab es einen engagierten und kundigen Jochen Müller am Mikrofon ...

Mit_Jochen_Mueller_im_Teehaus

... und ein gemütliches Abendessen im nahegelegenen Teehaus zum Abschluss.

11. November 2011: "SENIOREN MELDEN SICH ZU WORT" (14 Uhr, Ratssaal, Rathausplatz 1).
Die Veranstaltung wurde vom Seniorenbeirat der Stadt Erlangen durchgeführt. Nähere Informationen in der "Herbst-Zeitlose" 2001, Nr. 3, S. 29 (pdf).
Aus unserer Gruppe war Irmgard Kühne dabei und konnte die Induktionsschleife im Ratssaal nutzen.

22.-24. November 2011: Fahrt zum Bundestag.
Auf Einladung des SPD-Abgeordneten Günter Gloser besuchte eine Gruppe aus Franken den Bundestag. Darunter waren durch die Initiative der Schwerhörigenseelsorge bzw. von Ulla Kölbel etliche Teilnehmer aus den fränkischen Hörgeschädigten-Selbsthifegruppen dabei, aus unserer Gruppe Christa Braun und Birgit Schebesta. Auf der Homepage von Günter Gloser gibt es dazu einen kurzen Bericht.
Das Bundespresseamt organisierte ein höchst interessantes Besuchsprogramm einschließlich der Teilnahme an einer Plenarsitzung des Bundestags. Allerdings hätte die Induktionsanlage auf der Zuschauertribüne des Plenarsaals besser funktionieren können ...

Gruppenbild der Hoerbehinderten in Berlin
Gruppenbild der Hörbehinderten bei der Berlinfahrt

29. November 2011: Versammlung der schwer behinderten Beschäftigten des Klinikums der FAU sowie der der Friedrich-Alexander-Universität.
Bei dieser Versammlung wurde erstmals (auf Initiative unseres Sprechers Herbert Hirschfelder) eine Schriftdolmetscherin für Hörbehinderte eingesetzt. Diese Kommunikationshilfe trug hervorragend zur Verständigung der Schwerhörigen (aus unserer Gruppe insgesamt drei) bei, auch wenn sie sich um einen Bildschirm herum gruppieren mussten (es gab keine Leinwand für die Schriftdolmetscherin).
Wir würden uns freuen, wenn dieses Angebot der Gesamtschwerbehindertenvertretung der Universität Erlangen-Nürnberg künftig regelmäßig zum Einsatz kommt. Der gleichzeitige Einsatz einer FM-Anlage würde dabei auch die Arbeit der Schriftdolmetscherin erleichtern, die das gesprochene Wort dann über Kopfhörer besser aufnehmen kann.

30. November 2011: Lautsprecheranlage in der Stadtbibliothek überprüft.
Die Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Grimmer, schrieb dazu:
"Die Anlage bei uns im Haus wurde jetzt getestet und es gab keinen Hinweis auf eine Störung. Ich werde jetzt also auf unserer Homepage veröffentlichen lassen, dass bei uns bei Veranstaltungen induktiv gehört werden kann (sagt man das so?). Ihre Anregungen mit den Hinweisen für die Hörbehinderten nehme ich gerne auf."
Nun wollen wir hoffen, dass sich die überprüfte Anlage auch in der Praxis bewährt, und die damit verbundene Induktionsanlage ganz besonders!

1. Dezember 2011: Bürgermeister a. D. Dr. Henning Scherf liest aus "Grau ist bunt" (15 Uhr, Ratssaal, Rathausplatz 1).
"Henning Scherf lebt in "Deutschlands berühmtester Wohngemeinschaft" – so heißt es auf dem Klappentext von "Grau ist bunt". Seien Sie mit uns neugierig!" - so heißt es in der Ankündigung.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Erlanger Senioren-Zeitschrift "Herbst-Zeitlose" statt. Nähere Informationen in der "Herbst-Zeitlose" 2011, Nr. 3, S. 14-15, Buchbesprechung S. 19 (pdf).
Aus unserer Gruppe war Herbert Hirschfelder dabei und konnte die Induktionsschleife im Ratssaal nutzen (in der dritten Reihe der Stadtratssitze war der Empfang gut). Ein Problem waren allerdings die am Ende der Veranstaltung ohne Mikrofon gestellten und beantworteten Fragen aus dem Publikum.

5. Dezember 2011: "Veranstaltung Ehrenamt" in Erlangen anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamtes
Die Stadt Erlangen bat im Rahmen des "Internationalen Tag des Ehrenamtes" je zwei Vertreter der ehrenamtlichen Gruppen zu einer Veranstaltung in das Markgrafentheater. Das Grusswort des Oberbürgermeisters bei der Gelegenheit kann hier (pdf) nachgelesen werden.
Aus unserer Gruppe waren Irmgard Kühne und Petra Karl dabei und konnten bei der Gelegenheit die Induktionsschleife im Markgrafentheater leider nicht testen (zumindest nicht erfolgreich).
Irmgard Kühne berichtete dazu beim Gruppentreffen im Januar, dass die Organisatoren der Veranstaltung im Vorfeld nichts von der Induktionsschleife wussten. Sie sorgten aber dafür, dass unsere Teilnehmerinnen in einer der vorderen Reihen in der Nähe des Rednerpultes Plätze reserviert erhielten. Die Rede des Oberbürgermeisters war dadurch gut verständlich (seine klare und deutliche Aussprache half natürlich dabei). Bei der im Programm enthaltenen kurzen Theateraufführung war allerdings über die Induktionsschleife nichts zu vernehmen; es war auch kein technik-kompetenter Theatermitarbeiter anwesend, der hätte helfen können. Um eine endgültige Bewertung der Induktionsschleife vornehmen zu können, werden wir uns noch einmal mit der Theaterleitung direkt in Verbindung setzen (die vor Ort anwesenden Mitarbeiter wurden auf das Problem angesprochen).
Am gleichen Tag war auch in Nürnberg eine Veranstaltung zu diesem Anlass. Die Nürnberger Nachrichten berichteten über die Veranstaltung mit der Überschrift Helfer sind hervorragende Botschafter. Geehrt wurde u.a. Ursula Kölbel (CI-Trägerin) für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Verein Lubefu e.V., der die wirtschaftliche und medizinische Entwicklung in der Region Lubefu im Zentralkongo fördert. Bei der Gelegenheit war eine mobile Induktionsschleife im historischen Ratssaal von Nürnberg gelegt, die ausgezeichnet funktionierte. Es wäre schön, wenn eine Induktionsschleife als ständiges Angebot an dieser Stelle genutzt werden könnte.

2012

5. Januar 2012: Gruppentreffen mit Rollenspiel "Kommunikationstraining für Menschen mit Hörbeeinträchtigung".
Bei unserem Gruppentreffen im Januar hatten wir Gelegenheit, via Rollenspiel eine typische für Hörbehinderte belastende Situation (Kaffeerunde, bei der sich der/die Hörbehinderte ausgeschlossen fühlt) zu beobachten. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen durch eine Schulpsychologin wurde beim Rollenspiel zunächst die real erlebte Situation gespielt. Anschließend wurde erörtert wie sich diese verbessern lässt und die Situation dann mit einer anderen Hörstrategie erneut durchgespielt. Dabei gab es sowohl für die Rollenspieler als auch für die Zuschauer trotz der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit den einen oder anderen "Aha-Effekt". Die Rollenspieler waren dabei ebenso engagiert bei der Sache wie Elisabeth Trautner als Moderatorin.
Danke an Cäcilie Trautner und ihre Tochter für die Idee und die Durchführung!
Das Rollenspiel "Kommunikationstraining für Menschen mit Hörbeeinträchtigung" werden wir voraussichtlich in einem größeren zeitlichem Rahmen (Tages- oder Wochenend-Veranstaltung) noch einmal im Programm haben.


Die_Rollenspielergruppe

Die Rollenspielergruppe ...

Das_aufmerksame_Publikum

... und das aufmerksame Publikum

28. Januar 2012: Selbsthilfegruppe, Politik und Barrierefreiheit.
Frau Trautner vertrat unsere Selbsthilfegruppe beim Neujahrsempfang der Herzogenauracher Grünen Partei. In einem kurzen Bericht (pdf) stellt sie die Vorsätze dar, mit denen die Stadt Herzogenaurach barrierefrei (als Voraussetzung zur Inklusion) werden soll.

6. Februar 2012: Herzogenauracher "Bürgerwilma" für Cäcilie Trautner.
Frau Trautner berichtet dazu:
"Ich bin gebeten worden, bei einer Feierstunde am 6. Februar 2012 anlässlich der Verleihung eines Ehrenpreises als Sprecherin der Schwerhörigen einen Vortrag zu halten, was ich auch gerne tat. Schwerpunkt des Vortrags sollten meine Wünsche an die Stadt Herzogenaurach sein bezüglich einer Verbesserung der Lebensqualität von Bürgern mit einer Hörbeeinträchtigung. Überraschenderweise ging der Preis an mich, was mich natürlich sehr freute und meine Motivation stärkte. Für ein Jahr ist die "Bürgerwilma" ("Der Bürgerwille macht's"), eine Granitstein-Skulptur, Ehrengast in unserem Haus. Auf dem Bild ist die Rückseite als Sonnenblume zu erkennen. Die Vorderseite stellt eine Dame dar.
Natürlich habe ich mir die Mühe nicht mit Blick auf die Auszeichnung gemacht sondern im Hinblick auf eine Verbesserung der Lebensqualität von Bürgern mit einer Hörbeeinträchtigung. Es gibt in dieser Hinsicht in der Stadt Herzogenaurach noch einiges zu tun."
In den Nordbayerischen Nachrichten, im im Fränischen Tag und im Stadtmagazin Herzo aktuell (pdf, ca. 4 MB) (Ausgabe 6 vom 9. 2. 2012 auf Seite 11) erschienen entsprechende Berichte. Wir freuen uns mit Frau Trautner über diese Auszeichnung des Engagements für Hörbehinderte!

11. Februar 2012: Hörbehindertengerechte Führung durch die Ausstellung "Auf dem Weg ins Industriezeitalter. Erlangen 1844 — 1914" (Flyer zur Ausstellung - pdf, ca. 8,5 MB)
Diesmal kamen (bei nahezu arktischen Temperaturen) nur wenige Teilnehmer unserer Gruppe ins Erlanger Stadtmuseum (Martin-Luther-Platz 9) zur hörbehindertengerechten Führung mit FM-Anlage durch die Ausstellung "Die Industrialisierung in Erlangen". Führerin war Frau Suttner, die uns viele Aspekte der Ausstellung erläuterte, die uns bei einem bloßen Rundgang entgangen wären. Der Rundgang zeigte die Entwicklung von handwerklicher Tätigkeit (z.B. Strumpfwirker) bis zur industriellen Massenfertigung, bei der die Arbeiter nur noch in einem Teilbereich der Produktion mitwirkten.
Obwohl die Führung tags zuvor in den Erlanger Nachrichten angekündigt war, waren die Teilnehmer der Selbsthlfegruppe unter sich. Am Ende der Führung wurde daher der Wunsch ausgesprochen, dass das Stadtmuseum Führungen mit FM-Anlage in das reguläre Programm zu künftigen Ausstellungen anbieten möchte (in Absprache mit unserer Gruppe, die dann die FM-Anlage zur Verfügung stellt).


Gruppenfoto bei Fuehrungsbeginn           Beim Rundgang durch die Ausstellung

links: Gruppenfoto bei Beginn der Führung
rechts: Beim Rundgang durch die Ausstellung.

1. März 2012: Gruppentreffen mit Besuch.
Bei diesem Gruppentreffen hatten wir Herrn David Seidel als Gast zum Thema "Gemeinsam Lösungen entwickeln für alltägliche Probleme von Menschen mit Cochlea-Implantaten". Herr Seidel versuchte im Gespräch mit Betroffenen Probleme zu erkennen, um ggf. später Lösungen zu erarbeiten (Infoblatt, pdf)

3. März 2012: Vortrag "Moderne Hörgeräte - Individuelle Anpassung zu fairen Preisen" in Donauwörth (Einladung, pdf)
Frau Kurzmann-Schiller und Frau Hundeck vom Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten gaben Einblicke in die Materie und neue Entwicklungen auf diesem Gebiet; u.a. gibt es seit 1. März 2012 neue (höhere) Festbeträge zum Hörgerätekauf für hochgradig Schwerhörige (EUR 786,86 für das erste, ggf. EUR 629,49 für ein zweites Hörgerät). Die Referate wurden nicht nur durch Powerpoint-Repräsentationen auf der Leinwand, sondern auch durch Schriftdolmetscherin und FM-Anlage gut verständlich dargestellt. Aus unserer Gruppe war Herbert Hirschfelder dabei und konnte u.a. die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit einem örtlichen Hörgeräteakustiker nutzen.

6. März 2012: Beginn des Kurses "Englisch für schwerhörige Menschen" des Bildungszentrum Stadt Nürnberg (BZ)
Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, Englischkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Dabei liegt der Schwerpunkt in der praktischen Anwendung der Sprache. Die Grammatik dient lediglich als Unterstützung. Der schwerhörigengerechte Unterricht beinhaltet bei Bedarf den Einsatz des Fingeralphabets und berücksichtigt das sprachspezifische Mundbild. Eine Induktionsanlage kann genutzt werden. -
Wohl erstmalig in Deutschland kommt dieses Semester dabei auch eine Schriftdolmetscherin zum Einsatz, um das gesprochene Englisch für Ertaubte verständlich zu machen.
Wir würden uns freuen, wenn die VHS Erlangen ein ähnliches Angebot für schwerhörige Menschen machen könnte!

15. März 2012: Test der Induktionsanlage im Mehrzwecksaal des "Stadtteilhauses Röthelheimpark".
Der vor einem Jahr negativ beurteilte Test wurde unter Beteiligung des Gebäudemanagements Stadt und des Behindertenbeauftragten , Herrn Grützner, wiederholt, und diesmal waren wir mit dem Ergebnis zufrieden. Es bleibt noch zu wünschen, dass das Angebot bekannter wird, zum Beispiel durch das Induktions-Logo am Eingang des Mehrzwecksaals, oder durch entsprechende Kennzeichnung bei den Veranstaltungen z.B. der VHS Erlangen, die in diesem Saal durchgeführt werden..

16. März 2012: Jahresempfang des Seniorenbeirats der Stadt Erlangen..
Wir erhielten wieder eine Einladung, der wir gerne gefolgt sind; Christa Braun, Petra Karl und Herbert Hirschfelder vertraten unsere Gruppe. Hierbei wurde die Gelegenheit genutzt, der Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Frau Helga Steeger, ein Exemplar des Dokumentarfilms über Schwerhörigkeit "Das Paradies ist anders" zu überreichen.

21.-23. März 2012 (Mittwoch bis Freitag): Busfahrt nach Berlin.
Anni Reinmann hatte erreicht, dass wir an einer Busfahrt der mittelfränkischen FDP nach Berlin teilnehmen konnten. Neun Teilnehmer aus unserer Gruppe (einschließlich Familienangehörige) konnten das Angebot wahrnehmen. Neben dem Besuch des Bundestages gab es auch Stadtrundfahrt, Museumsbesuche, ... im Angebot, bei denen unsere FM-Anlage zum Einsatz kam.
Christa Braun schrieb dazu folgenden Bericht: Mit der FM-Anlage in Berlin (21.-23. März 2012)
Anni Reinmann und ich hatten die beiden Plätze im Bus hinter dem Fahrer. Der FM-Koffer stand auf der Hinfahrt in Berlin zu unseren Füßen. Später war er tagsüber im Kofferraum des Busses. Vor der Abfahrt am Morgen teilte Anni die Empfänger an die schwerhörigen Teilnehmer aus, die sie dann bis zum Abend behielten. Zum Aufladen nahm Anni den Koffer mit auf ihr Zimmer.
Unsere ständige Reisebegleiterin auf der Fahrt nach Berlin, Frau Ipach, war sehr an der Funktion der FM-Anlage interessiert und auch gerne bereit, im Bus durch zwei Mikrofone zu sprechen.
Herr Gerhard Callenius, der für die Stadtrundfahrten und das detaillierte Programm in Berlin zuständig war, ging äußerst geschickt mit der FM-Anlage um. Er fragte immer nach, ob der Empfang des gesprochenen Wortes auch gut sei und reichte bei den Diskussionen das Mikrofon weiter. Die jeweiligen Redner und Rednerinnen bat er gleich am Anfang der Veranstaltung um ihr Verständnis, was für diese überhaupt kein Thema war. Alle Angesprochenen waren sehr nett und fragten oftmals sogar nach, ob die Verständigung klappt.
An einer Glastür am Eingang zur Besuchertribüne im Plenarsaal des Bundestages war "unser" Logo angebracht (ich machte ein Foto). Ob es an anderen Eingängen auch Hinweisschilder gab, konnte ich im Menschengewühl nicht sehen. Vor dem Einlass konnte ich mit einem sehr freundlichen Mann sprechen, wie es mit der angeblich vorhandenen Induktionsanlage im Zuschauerraum stünde. Er rückversicherte sich bei einem Kollegen: Die installierte Induktionsanlage müsste bei Umstellung auf "T" am Hörgerät funktionieren. Ob und wie unsere TeilnehmerInnen die diversen Reden verstehen und verfolgen konnten, werden sie einzeln aufschreiben und mitteilen. Ich bat sie darum, weil ich von sieben TeilnehmerInnen sieben verschiedene Aussagen bekam.
Ebenso war keine einheitliche Antwort zu erfahren, wie das Audio-Guide für den Weg auf die Glaskuppel für Hörgeräteträger funktionieren sollte. Besonders schwierig war es für einen Teilnehmer - der Ton war zu leise. Ein anderer entschied sich für Ruhe und schaute sich Berlin ohne Erklärung an. CI-Träger hatten ihre liebe Not mit dem "Ding". Anni Reinmann zum Beispiel fielen die CI auf den Boden, weil der Kopfhörer nicht genügend Druck ausüben konnte.
Das Informationsgespräch am letzten Tag im Auswärtigen Amt mit Sylvia Groneick war mit der Beantwortung vieler Fragen aus dem Publikum äußerst interessant. Gefallen hat uns die Aussage über die FM-Anlage zum Schluss "So etwas könnte ich mir vorstellen auch anzuschaffen"!!


Induktions-Logo im Reichstag

Induktions-Logo im Reichstag (Eingang zur Besuchertribüne)

Teilnehmer der Erlanger Gruppe vor dem Reichstag

Teilnehmer der Erlanger Gruppe vor dem Reichstag

29. März 2012: Test der Induktionsanlage im Markgrafentheater.
Über den Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Grützner, erreichte uns das (schon lange gewünschte) Angebot, die 2011 überholte Induktionsanlage im Markgrafentheater während einer Vorführung testen zu können. Das Theater Erlangen stellte dazu freundlicherweise vier Freikarten zu unterschiedlichen Plätzen im Parkett zur Aufführung von Friedrich Dürrenmatts "Das Versprechen" zur Verfügung.
Der Test ließ sich kurz und bündig beschreiben mit: Über die Induktionsanlage war kein Pieps zu vernehmen. Dazu erreichte uns folgende Information:
"Das Theater entschuldigt sich. Die Veranstaltungen wechseln sich ja ab. Bei einer Vorveranstaltung mit einem technischen Gerät auf der Bühne musste die Induktion abgeschaltet werden, da es Überlagerungen mit Pfeiftönen gab. Dann wurde vergessen, sie wieder einzuschalten. Der technischen Leitung ist es bewusst, dass es nicht so sein darf."
Nun hoffen wir auf einen weiteren Test mit eingeschalteter Anlage ...

16. April 2012: Test der Induktionsanlage im Markgrafentheater.
Nachdem der Test Ende März ergebnislos blieb (weil die Anlage nicht eingeschaltet war), konnten wir durch die Vermittlung vom Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Grützner, einen weiteren Anlauf nehmen.
Es standen uns wieder vier Freikarten zu unterschiedlichen Plätzen im Parkett zur Verfügung, diesmal zur Aufführung von Samuel Becketts "Warten auf Godot". Wie sich herausstellte war dieses Stück ein harter Brocken für Hörgeschädigte, denn die hin- und herfliegenden Dialoge hatten keine erkennbare Handlung als Gerüst, an dem man vielleicht Hör-Lücken hätte schließen können.
Der Test ließ sich beschreiben mit: Weder Top noch Flop. Denn die Induktionsanlage funktionierte diesmal und erleichterte damit das Hören, hatte aber auch ihre Tücken:
- teilweise (für die am Reihenrand sitzenden) kam die Übertragung zu laut durch und wurde zum Beispiel als Scheppern empfunden;
- wurde auf der Bühne geflüstert oder im Hintergrund der Bühne gesprochen, kam es zu leise durch;
- Hörgerätetraeger die die hohen Frequenzen hören können berichteten, dass in unregelmäßigen Abständen ein Rauschen die Übertragung empfindlich störte.
Das festgestellten Manko des Rauschens wurde innerhalb der gleichen Woche abgestellt, wie bei der Theaterführung am 21. April festgestellt werden konnte. Mit den anderen Mankos wird man (einstweilen) leben müssen, da sie durch die besondere Art der Induktion im Theater (Richtmikrofone über der Bühne, nur eine einzige Ringschleife um das Parkett) bedingt sind. Diese etwas eingeschränkte Induktion ist natürlich weit besser als gar keine!
Zu wünschen bliebe, dass dieses Angebot des Theaters bekannter gemacht wird, zum Beispiel durch Hinweis an der Kasse oder auch im Rahmen der Beschreibung des Markgrafentheaters im Internet und bei dem dort einsehbaren Saalplan (Stand 2012, März).


Gruppenfoto beim Induktionstest

Gruppenfoto unseres Test-Teams (während der Pause)

21. April 2012: Hörbehindertengerechte Stadtführung "Rendezvous mit Wilhelmine" (Beschreibung, pdf).
Wir trafen uns um 14:30 Uhr beim Markgrafendenkmal am Schlossplatz (und hatten dabei Glück mit dem Aprilwetter, denn nur eine Stunde vorher hatte es heftig gehagelt und gegossen) zur hörbehindertengerechten Stadtführung durch das barocke Erlangen mit Ihro Durchlaucht Markgräfin Wilhelmine (Gisela Schütt). Die Beschreibung dazu lautet:
"Wilhelmine, Tochter des Königs von Preußen heiratete auf Wunsch ihres Vaters den späteren Markgrafen Friedrich von Brandenbug-Bayreuth und bescherte Bayreuth eine kulturelle Blütezeit. Auch in Erlangen, der markgräflichen Nebenresidenz, hinterließ sie glanzvolle Spuren. Wandeln Sie mit Wilhelmine durch das markgräfliche Erlangen."
Die Führung war mit etwa 20 Teilnehmern sehr gut besucht (es waren auch etliche Familienangehörige dabei). Obwohl in den Erlanger Nachrichten und im "Schwabachboten" auf die Führung hingewiesen wurde, blieben wir doch unter uns. Es waren genügend FM-Empfänger da für diejenigen, die ihre Hörhilfe auf "T" umstellen konnten; das zugehörige Mikrofon wurde Ihro Durchlaucht am Anfang der Führung als "Szepter" überreicht, ein Utensil, das sie virtuos beherrschte.
Wilhelmine begann schon auf dem Schlossplatz von ihrer Kindheit und Jugend zu erzählen. Dann führte sie uns in das Erlanger Schloss. Als junge Ehefrau des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth war sie erstmal in diesem Haus gewesen, um die Markgrafen-Witwe zu besuchen, die hier residierte. Nach deren erneuter Heirat wohnte sie selbst im Schloss (als Nebenresidenz) und nahm unter anderem Einfluss auf die Gründung der Universität Erlangen.
Weitere Einzelheiten aus ihrem Leben erzählte sie uns im Schlossgarten. Anschließend ging es in das "Comödien- und Operettenhaus", wie das Markgrafentheater zu ihrer Zeit hieß. Dies war ein besonderes Erlebnis für die T-Hörgeräteträger, denn ihr Auftritt auf der Bühne wurde mit hauseigener Induktion übertragen. Die Anlage funktionierte diesmal ohne lästiges Rauschen, im Gegensatz zu unserem Test am Wochenanfang. So kamen weitere Teilnehmer unserer Gruppe zu einer Gelegenheit, die sanierte Anlage selbst zu testen, diesmal mit einer Erläuterung der künstlerischen Ausstattung des Zuschauerraums des Theaters.
Nach dem Ende der mit viel Applaus bedachten Führung trafen sich die Teilnehmer teilweise noch zu Kaffe, Kuchen oder Eisbecher im nahegelegenen Café Mengin.
Wir würden uns freuen, Frau Schütt vielleicht noch in einem anderen Kostum begleiten zu können (sie tritt auch als frisch eingewanderte Hugenottin und als Magd eines Brauers auf).
Ein Bericht über diese Stadtführung erschien auch in der Zeitschrift FORUM der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) und kann hier (pdf, ca. 2,3 MB) angesehen werden.


Gruppenfoto bei Fuehrungsbeginn      Im Theater

links: Gruppenfoto bei Beginn der Führung
rechts: Die Gruppe im Theater

Wilhelmine im Schlossgarten

Wilhelmine im Schlossgarten

Verabschiedung von Wilhelmine      Im Cafe Mengin

links: Verabschiedung von Wilhelmine
rechts: Im Cafe Mengin

26. April 2012: Test der Induktionsanlage im Bürgersaal des Stutterheimschen Palais.
Zur Vernissage der Ausstellung "Zum Paradies" nahm auf Einladung von Herrn Grützner unser Gruppensprecher Herbert Hirschfelder teil, um bei dieser Gelegenheit die im Bürgersaal installierte Induktionsanlage (wieder einmal) zu testen..
Leider war das Resultat nicht anders als bei vorhergehenden Veranstaltungen, über die Induktionsanlage war nichts zu hören. (Ein ähnlich negatives Ergebnis gab es zwei Wochen vorher bei der Teilnahme an einem Vortrag im Innenhof des Palais.).
Die installierende Firma wird noch einmal um Überprüfung bzw. Nachbesserung herangezogen werden.
Fazit: "Das Paradies ist anders" für Schwerhörige ... (der Dokumentarfilm gleichen Namens wurde aus gegebenem Anlass der Stadtbibliothek zur Verfügung gestellt.)

12.-19. Mai 2012: Schwerhörigengerechte Freizeit in Herrnhut (Anmeldeformular - pdf, ca. 200 KB).
Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern veranstaltete 2012 eine schwerhörigengerechte Freizeit in Herrnhut. Aus unserer Gruppe waren mehrere Teilnehmer bei dieser harmonisch verlaufenden Freizeit für Hörgeschädigte dabei.

9. Juni 2012: 7. Deutscher CI-Tag.
Zum 7. Deutschen CI-Tag gab es wieder bundesweit Aktionen. Da die HNO-Klinik dieses Jahr keine Aktion in Erlangen anbot, waren wir diesmal nicht mit einem Info-Stand vertreten.

Logo zum CI-Tag 2012
Logo zum CI-Tag 2012

23. Juni 2012: Feier der Verlegung der induktiven Höranlage im Bamberger Dom Einladung (pdf, ca. 500 KB).
In Bamberg wurde von ca. 60 "Schlappohren" (zum Teil mit weiter Anreise bis aus Österreich) die Installation einer Induktionsschleife im Dom mit einer ökumenischen Andacht gefeiert. Danach gab es einen Sektempfang, hinterher konnte man sich noch durch die Ausstellung zum 1000jährigen Jubiläums des Doms und durch den Dom selbst (hörgeschädigtengerecht) führen lassen. Die Angebote wurden auch von Teilnehmern der Erlanger Selbsthilfegruppe gerne angenommen.
Die Mannschaft um Margit Gamberoni bewältigte die selbstgestellte Aufgabe bewundernswert und machte den "Schwerhörigentag" zu einem Erlebnis für die Teilnehmer.


Hinweistafel im Eingangsbereich      Christa Hirschmann liest eine Fuerbitte

links: Die Anlage ist durch eine Hinweistafel im Eingangsbereich des Doms mustergültig ausgeschildert
rechts: Christa Hirschmann aus der Erlanger Gruppe las eine der Fürbitten

FM-Ausgabe      FM-Sammler Reiner Hofmann

links: Vor dem Empfang wurden FM-Empfänger und Teleschlingen ausgegeben ...
rechts: ... und nach der in Gruppen aufgeteilten Führung wieder eingesammelt

30. Juni 2012: Tagesseminar mit Rollenspiel "Kommunikationstraining für Menschen mit Hörbeeinträchtigung" in Herzogenaurach.
Bei unserem Gruppentreffen im Januar hatten wir bereits Gelegenheit, das Rollenspiel kennenzulernen. Bei diesem Seminar konnten wir das intensivieren und auf mehrere typische für Hörbehinderte belastende Situationen, bei der sich der/die Hörbehinderte ausgeschlossen fühlt, zu beobachten. Nach einer Einführung in die Grundlagen durch Elisabeth Trautner (Schulpsychologin) wurde beim Rollenspiel zunächst die real erlebte Situation gespielt. Anschließend wurde erörtert wie sich diese verbessern lässt und die Situation dann mit einer anderen Hörstrategie erneut durchgespielt. Dabei gab es sowohl für die Rollenspieler als auch für die Zuschauer den einen oder anderen "Aha-Effekt". Die Rollenspieler waren dabei ebenso engagiert bei der Sache wie Elisabeth Trautner als Moderatorin. Die relativ geringe Teilnehmerzahl ermöglichte es, die geschilderten Situationen intensiv zu erörtern.
Danke an Cäcilie Trautner und ihre Tochter für die Organisation und die Durchführung!
Ein Bericht zu dem Seminar erschien in der Zeitschrift der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe "Forum" Nr. 38, S. 58-59 (pdf, ca. 300 KB)


Rollenspiel-Einfuehrung      Erwartungen

links: Das Seminar begann mit einer Einführung in das Thema Rollenspielergruppe ...
rechts: Die Erwartungen der Teilnehmer

Situationsschilderung      Auswertung

links: Eine Situation wird geschildert
rechts: Am Ende des Seminar konnten die Teilnehmer ihre Erkenntnisse festhalten

28. Juli 2012: Aktionstag "Krea(k)tiv gegen Ausgrenzung" des Christian-Ernst-Gymnasiums Einladung, pdf)
Über das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen erhielten wir Kenntnis vom Aktionstag des Christian-Ernst-Gymnasiums. Wir nutzten die Gelegenheit, am Stand des ZSL auf dem Schlossplatz auch unser Informationsmaterial auszulegen. Birgit Schebesta aus unserer Gruppe war eine der behinderten Sportlerinnen, die am Nachmittag beim Sponsorenlauf zugunsten des Pojekts gegen Kinderarmut in Erlangen teilnahmen. Das Bild zeigt sie kurz vor dem Start neben der beinamputierten Asha Noppeney, die ebenfalls mitlief.


Der ZSL-Infostand auf dem Schlossplatz      Birgit Schebesta und Asha Noppeney vor dem Start

links: Der ZSL-Infostand auf dem Schlossplatz
rechts: Birgit Schebesta und Asha Noppeney vor dem Start zum Sponsorenlauf

11. August 2012: Sommerfest in der Villa an der Schwabach (Hindenburgstr. 46 A, 91054 Erlangen).
Der Wettergott meinte es wieder einmal gut mit den Schwerhörigen in Erlangen, denn der Himmel war zwar bewölkt, es blieb aber trocken. Zunächst wurde das von vielen Händen gestaltete Buffet begutachtet und in Angriff genommen, und es fand sich genügend Zeit und Platz für Gespräche im privaten Rahmen, bevor die FM-Anlage zum Einsatz kam.
Elisabeth Trautner erzählte dann über Rollenspiele mit Hörgeschädigten allgemein und ihre Erfahrungen über die schon zu diesem Thema durchgeführten Seminare und stellte sich anschließend den Fragen aus dem interessierten Publikum.
Jochen Müller war als unser "Gruppen-Pate" letztmals dabei. Engagiert und anschaulich erzählte er von seiner "Laufbahn" als Hörgeschädigter und von den Plänen, die er nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben für die "Schlappohren" hat. Als Erinnerung an seinen letzten Patenbesuch wurde ihm ein Maßkrug verehrt, der an Erlangen und das Jahr 2012 erinnert.


Begutachtung des Buffets       Gelegenheit zum gemuetlichen Plausch

links: Begutachtung des aus vielen Quellen gespeisten Buffet.
rechts: Draußen gab es Gelegenheit zum gemütlichen Plausch


Elisabeth Trautner vor dem Publikum

Elisabeth Trautner vor dem interessierten Publikum.


Jochen Mueller am Mikrofon      Erinnerung an Erlangen

links: Jochen Müller am Mikrofon
rechts: Erinnerung an Erlangen 2012

25. August 2012, 14.00-15.30 Uhr: Ausstellung "Der frühe Dürer" im Germanischen Nationalmuseum
Die hörbehindertengerechte Führung durch die Ausstellung wurde von der Nürnberger Gruppe Öhrli-Treff organisiert. Dabei waren auch die benachbarten Gruppen eingeladen. Die dabei verwendeten FM-Anlagen kamen von der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und von der Erlanger Gruppe.
Eine halbe Stunde vor Führungsbeginn traf man sich vor dem Museum in der Kartäusergasse und es wurden gleich hier die FM-Empfänger und -Schlingen verteilt. Da die Gruppen angekündigt waren, konnten sie an der langen Schlange der wartenden Besucher vorbei gleich das Museum betreten.
Die beiden Führerinnen hatten keine Probleme mit der Benutzung der Mikrofone und waren für die hörbehinderten Besucher gut verständlich (die beiden FM-Anlagen waren auf unterschiedliche Frequenzen geschaltet, so dass sie sich nicht gegenseitig störten). Der junge Dürer wurde uns nicht nur als angehender, dann bekannter Künstler nahegebracht. Es wurde auch auf das Umfeld eingegangen, das seine Entwicklung prägte - zum Beispiel wurden seine Herkunft und Elternhaus an den Porträts seiner Eltern deutlich gemacht. Es wurden nicht nur seine Bilder gezeigt, sondern man hatte auch Gelegenheit, sie mit denen seines Lehrers und bekannter Künstler seiner Zeit zu vergleichen, die ebenfalls im Original ausgestellt waren.
Wer von der Führung noch nicht genug hatte konnte hinterher noch das "Dürer-Labor" besichtigen, in dem die Forschungsergebnisse der letzten Jahre präsentiert wurden. Beispielsweise wurden dort die Tinten untersucht, die der junge Dürer verwendete (so ließen sich spätere Korrkturen oder Ergänzungen seiner Tintenzeichnungen feststellen).
Wer wollte, konnte sich anschließend noch mit den anderen Teilnehmern in einem Lokal am Hauptmarkt treffen und sich mit ihnen austauschen.
Danke an die Nürnberger Gruppe Öhrli-Treff und besonders an Karin Dötsch, die die Teilnahme an diesem kulturellen Ereignis ermöglichten!


FM-Empfaenger werden verteilt

Wer braucht noch eine Teleschlinge zum FM-Empfänger?

16. September 2012: Das Evangelische Sonntagsblatt für Bayern druckt Interview mit Christa Hirschmann..
Unter der Überschrift "Leben zwischen laut und leise" brachte das Evangelische Sonntagsblatt für Bayern einen Artikel über Schwerhörigkeit, darunter ein Interview mit Christa Hirschmann aus unserer Gruppe. Der Text des Artikels kann hier nachgelesen werden. (Bei der Online-Version ist das dazugehörige Foto mit Christa Hirschmann, Ulla Kölbel und Herbert Hirschfelder nicht enthalten.)

19. September 2012: Besuch der Landesgartenausstellung 2012 in Bamberg..
Wir entschlossen uns zu einem Besuch an einem Wochentag, da an diesem Tag in der Landesgartenschau "Tag der Menschen mit Behinderung" war (mit der Bamberger Gruppe OhrRing, die auf die Bedürfnisse von schwerhörigen Menschen aufmerksam machen möchte). Das war für Berufstätige nicht so geeignet. Nur eine Gruppe von vier Personen wurde am Infostand des Bamberger OhrRings von Margit Gamberoni herzlich begrüßt und erkundete dann das weitläufige Gelände der Landesgartenausstellung.

20.-23. September 2012: Herbstseminar und Mitgliederversammlung der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) in Rendsburg (Schleswig-Holstein).
Von unserer Gruppe nahm Herbert Hirschfelder teil. Er war nur einer von mehr als hundert Teilnehmern. Die Tage waren angefüllt mit Stadtführung, Workshop, Seminar und Mitgliederversammlung und daher (Schwerhören ist Schwerarbeit ...) auch anstrengend.
Ein interessanter Workshop war u.a. die Vorführung von TESS Relay Dienste. Mit diesem Service ist das Telefonieren auch für Hörgeschädigte möglich. Dabei kommen entweder Gebärdensprachdolmetscher zum Einsatz, oder Schriftdolmetscher. Schriftdolmetscher können für den Hörgeschädigten den Anruf z.B. beim Arzt übernehmen, oder sie können die Antworten mitschreiben, wenn der Hörgeschädigte selbst lautsprachlich kompetent ist. Umgekehrt können auch Normalhörende den Dienst in Anspruch nehmen, um Hörgeschädigte telefonisch zu erreichen. Voraussetzung ist ein Internetanschluss beim Hörgeschädigten.

22. September 2012: 15 Jahre BayCIV in Regensburg (Programm - pdf, ca. 1 MB).
Infoveranstaltung und Mitgliederversammlung des Bayerischen Cochlea Implantat Verbands (BayCIV), bei dem die SHG Mitglied ist.
Anni Reinmann vertrat unsere Gruppe. Zum Jubiläumsjahr des BayCIV gab es eine Informationsveranstaltung rund um das CI (Bericht). Referate informierten über Erkenntnisse des Hörscreenings bei Neugeborenen, über die individuelle Auswahl des CI, die REHA und über technische Hilfsmittel für den Alltag des CI-Trägers. Eine Stadtführung mit FM-Anlage rundete das Programm ab.

24. September 2012, 14:00 Uhr: Konstituierende Sitzung des Erlanger Seniorenbeirats im Ratssaal .
Der Seniorenbeirat der Stadt Erlangen startete mit seiner konstituierenden Sitzung in eine neue Amtsperiode. Christa Braun und Irmgard Kühne vertraten dabei unsere Gruppe. Tückisch machte sich dabei wieder einmal bemerkbar, dass die Induktionsanlage im Kernbereich des Ratssaales kaum zu vernehmen ist.

24. September 2012, 18:30 bis 21 Uhr: Auftaktveranstaltung zur Aktion "Gemeinsam ERlangen" Programm (pdf, ca. 0,9 MB).
Mit dem Projekt "Gemeinsam ERlangen - Bildung für Inklusion" haben die vhs Erlangen in Kooperation mit "wabene - Begegnungen im Zentrum", dem neuen Treffpunkt nicht nur für Menschen mit psychischer Behinderung und mit dem Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. (ZSL) ein Programm entwickelt, welches die Teilnahme an Bildungsangeboten zu sozialverträglichen Entgelten und barrierefrei ermöglichen soll. Aus unserer Gruppe waren fünf Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung dabei, für die Plätze in der ersten Reihe reserviert waren. So konnte man dem Vortrag "Weil ich es mir wert bin" einigermaßen gut folgen. Für Hörbehinderte war der Saal nicht barrierefrei bzw. nicht mit einer Induktionsschleife ausgestattet. Nach Auskunft des ZSL ist auf längere Sicht angestrebt, den Saal mit einer Induktionsschleife auszustatten, dafür wären wir dankbar!
Die weiteren Veranstaltungen finden statt im Saal von wabene, Henkestr. 53. Ob die im weiteren Programm angekündigten Filme (24.10.2012 und 27.2.2013) mit Untertiteln gezeigt werden, muss noch geklärt werden.


Eingang zu Wabene

Eingang zu Wabene, Henkestr. 53

6. Oktober 2012: 3. Erlanger Hörtag 2012 Programm und Anmeldekarte (pdf, ca. 200 MB).
In den Räumen des Gebäudes Medizinischer Hörsaal, Ulmenweg 18 fand der Vortragsteil des 3. Erlanger Hörtags statt. Thema war "Fitness für die Ohren". Ziel war es, zu zeigen, warum Hörtraining bei Hörbehinderung helfen kann und wie wichtig es ist - egal ob Hörgerät oder CI. Wir hatten dabei Gelegenheit, uns mit einem Infostand gemeinsam mit der Bamberger und der Nürnberger Gruppe zu repräsentieren. Der Stand hatte guten Zulauf.
Der Workshop-Teil war überbucht, so dass hier nicht alle Interessenten teilnehmen konnten. Er fand in den Räumen von CICERO, das Cochlear-Implant-Centrum Erlangen statt.


Infostand      Infomaterial

links: Der Infostand
rechts: Das Infomaterial

9. Oktober 2012: Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen.
Bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen kam erstmals die von unserer Gruppe betreute FM-Anlage zum Einsatz und erleichterte es den Hörbehinderten, der Versammlung folgen zu können.


Der Personalratsvorsitzende am Mikrofon

Der Personalratsvorsitzende mit dem Mikrofon der FM-Anlage

20. Oktober 2012: Herbsttagung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten.
Die Herbsttagung fand in Regensburg im Antoniushaus (Mühlweg 13, 93053 Regensburg) statt. Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband. Irmgard Kühne vertrat dort unsere Gruppe.

14. November 2012: Versammlung der schwerbehinderten Beschäftigten der Universität Erlangen und des Universitätsklinikums (Palmeria, Palmsanlage 3, Eingang Ulmenweg).
Bei dieser Versammlung der schwerbehinderten Beschäftigten der Friedrich-Alexander-Universität kam auf Anregung dreier Mitglieder unserer Gruppe ein Schriftdolmetscher zum Einsatz.
Zur Verblüffung der Mitglieder unserer Gruppe wurde auf einmal der an die Wand geworfene Text so verrückt, dass die am Anfang stehenden Buchstaben für sie nicht mehr zu erkennen waren. Erst nach Protestruf wurde der Projektor so eingestellt, dass der Text wieder voll lesbar (nun aber schief) war. Wie sich nach Ende der Veranstaltung klärte, hatten andere Teilnehmer weiter hinten im Raum den Text nicht vollständig lesen können, weil die rechte Raumwand eine leichte Krümmung hatte - das waren womöglich KandidatInnen für die Selbsthilfegruppe, die erst durch den Schriftdolmetscher-Service auf ihre Hörbehinderung aufmerksam wurden?


Der Schriftdolmetscher bei der Arbeit      Schriftprojektion an die Wand

links: Der Schriftdolmetscher bei der Arbeit
rechts: Schriftprojektion an die Wand war nicht immer fehlerfrei, aber verständlich

16. November 2012: Verleihung des Erlanger Integrationspreises (Georg-Zahn-Schule, Schenkstr. 113) (Programm, pdf).
Der Erlanger Integrationspreis 2012 der Lebenshilfe Erlangen wurde dieses Jahr zum achten Mal verliehen. Unsere Gruppe erhielt über das Forum "Behinderte Menschen in Erlangen" eine Einladung dazu. Petra Karl und Herbert Hirschfelder vertraten unsere Gruppe. Sie konnten dem von Herrn Hofmann (Vorsitzender der Lebenshilfe) moderierten Abend gut folgen, da die FM-Anlage kurzfristig eingesetzt werden konnte.

4. Dezember 2012: Kulturnachmittag anlässlich des "Internationalen Tags der Behinderten" im Forum der Barmherzigen Brüder, Eustachius-Kugler-Str. 1, 91350 Gremsdorf
Der Landrat Eberhard Irlinger lud ein, gemeinsam mit ihm und vielen Menschen mit Behinderung das Programm aus Gesang, Tanz und instrumentalen Darbietungen zu genießen.
Aus unserer Gruppe war Petra Karl dabei, die im Landkreis wohnt. Um die Barrierefreiheit für Hörgeschädigte war es leider nicht gut bestellt, eine Induktionsanlage war nicht vorhanden. Gelohnt hatte sich der Besuch insofern, als dabei bekannt wurde: Es gibt eine Arbeitsgemeinschaft, die sich mit Barrierefreiheit im Landkreis beschäftigt. Dort sind bisher keine Hörbehinderten vertreten. Es wäre schön, wenn sich die Lage für Hörbehinderte im Landkreis verbessern würde.

5. Dezember 2012: "Veranstaltung Ehrenamt" in Erlangen anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamtes
Die Stadt Erlangen lud im Rahmen des "Internationalen Tag des Ehrenamtes" je zwei Vertreter der ehrenamtlichen Gruppen zu einer Veranstaltung in das Markgrafentheater ein.
Aus unserer Gruppe waren dieses Jahr Petra Karl und Herbert Hirschfelder dabei. Gewitzt aus den Erfahrungen des letzten Jahres wurde im Vorfeld angefragt, ob die Induktionsschleife im Markgrafentheater in Betrieb sein wird Anfrage, pdf. Am Anfang der Veranstaltung wurde uns bestätigt, dass die Anlage in Ordnung sei. Während der Veranstaltung war jedoch keine Spur von Induktion zu bemerken. Bei dem uns zugewiesenen Platz in der letzten Reihe des Rangs war auch das Absehen vom Mund durch die Entfernung erschwert - der Besuch der Veranstaltung war frustrierend ...
Der einladenden Person schrieben unser Sprecher Herbert Hirschfelder tags darauf folgende Mail:
" (...) Entgegen Ihrer mündlichen Auskunft vor Anfang des gestrigen "Veranstaltung Ehrenamt" hat die Induktionsanlage im Theater nicht funktioniert. Können Sie mir bitte mitteilen, wer Ihr Ansprechpartner im Theater war, damit ich die Sache klären kann.
Für die künftigen "Veranstaltung Ehrenamt" dürfte es nach dieser Erfahrung sinnvoll sein, wenn bereits im Vorfeld von uns _getestet_ wird, ob die Anlage funktioniert. Wenn nein, könnte unsere vom Behindertenbeauftragten der Stadt zur Verfügung gestellte Anlage zum Einsatz kommen. Die hatte ich gestern auch dabei, auf Grund Ihrer Auskunft aber nicht auf den Einsatz gedrängt.
Wie nach der Veranstaltung im Foyer zu sehen war, waren noch mehr Hörgeräteträger unter dem Publikum. Diese hätten die Induktionsanlage auch nutzen können. (...)

6. Dezember 2012 Christa Braun und Irmgard Kühne verabschieden sich aus der aktiven Mitarbeit in der Gruppe. Weihnachts- und Abschiedsgruß (pdf)
Mit einer besonders schön geschmückten Tafel zur Weihnachtsfeier der Gruppe verabschiedeten sich Christa Braun und Irmgard Kühne aus der aktiven Mitarbeit. Beide waren seit dem Gründungsjahr der Gruppe (2000) dabei; Christa Braun war eine der Mitbegründerinnen der Gruppe und von Anfang an einer ihrer SprecherInnen. Die Gruppe hat ihnen viel zu verdanken!


Christa Braun      Irmgard Kuehne

links: Christa Braun
rechts: Irmgard Kühne


Der weihnachtlich geschmueckte Tisch

Der Tisch war weihnachtlich geschmückt

14. Dezember 2012: Öffentliche Weihnachtsfeier der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern.
Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern veranstaltete erstmals eine für Schwerhörige öffentliche Weihnachtsfeier am Egidienplatz. Um 18 Uhr fand zuerst eine Krippenführung in der Kirche St. Egidien statt. Ab 19 Uhr ging es gemütlich weiter in den induktiv ausgestatteten Räumen am Egidienplatz 33. Dort wurde neben lokaler und weihnachtlicher Verköstigung auch ein Geschichtenerzähler geboten, dessen Erzählungen Bezug zu Nürnberg hatten.


Krippenfuehrung

Bei der Krippenführung war winterfeste Kleidung angesagt


Geschichtenerzaehler

Der Geschichtenerzähler war dem Thema entsprechend herausstaffiert

2013

3. Januar 2013 Gruppentreffen erstmals ohne aktive Mitarbeit von Christa Braun und Irmgard Kühne
Christa Braun und Irmgard Kühne waren beide seit dem Gründungsjahr der Gruppe (2000) dabei. Christa Braun war eine der Mitbegründerinnen der Gruppe und von Anfang an eine ihrer SprecherInnen. Irmgard Kühne verpasste das Gründungstreffen wegen eines anderen Termins und stieß einen Monat später dazu. Mit ihrer freundlichen Art sorgte sie für die Kommunikation in der Gruppe auch außerhalb der monatlichen Treffen.
Mit einer festlichen Tafel, Blumen und einem Buchgeschenk über das Leben von Margarethe von Witzleben (einer Vorreiterin der Hörbehindertenselbsthilfe) bedankte sich die Gruppe für den jahrelangen Einsatz von Christa Braun und Irmgard Kühne, die nun weiterhin die Gruppentreffen besuchen, aber keine Aufgaben mehr als Sprecherin wahrnehmen. Die "Schnecke" berichtete darüber in ihrer März-Ausgabe auf Seite 79 (pdf, ca. 100 KB)
Das neue SprecherInnen-Team besteht nun aus Brigitte Fiedler, Petra Karl, Anna Reinmann und Herbert Hirschfelder. (Leider war Petra Karl wegen Krankheit nicht dabei, so dass ein aktuelles Team-Foto noch warten musste.)


Blumengeschenk

Blumengeschenk für Irmgard und Christa


Sprecherinnen und Sprecher der SHG

Das aktuelle SprecherInnen-Team (aufgenommen beim Arbeitstreffen am 15. 1. 2013)

17. Januar 2013: Test der Induktionsanlage im Markgrafentheater.
Am 5. Dezember war im Markgrafentheater die Induktionsanlage eingeschaltet, für unsere Teilnehmer in der letzten Reihe aber nichts zu vernehmen. Um der Ursache auf die Spur zu kommen wurde ein Test mit Beteiligung unserer Gruppe vereinbart. Anwesend waren von uns Christa Hirschmann, Irmgard Kühne, Anna Reinmann und Herbert Hirschfelder. Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt, Herr Grützner, war dabei.
Zu testen gab es nicht viel, denn die Ursache für das Nichtfunktionieren am 5. Dezember war schlicht und einfach: In der letzten Reihe ist das Tonmischpult des Theaters aufgebaut gewesen. Das hat sich mit der Induktionsanlage gebissen, daher hat man die letzten zwei Reihen aus der Induktionsanlage herausgenommen. Natürlich ohne irgendwelche Hinweise auf diese Änderung - Hinweisschilder auf die Anlage im Theater sind immer noch ein Defizit. Auf lange Sicht ist geplant, das Tonmischpult aus dem Parkett anderswohin zu verlegen. Dann können die letzten zwei Reihen wieder zugeschaltet werden.
Der Weg ins Theater hat sich für uns trotzdem gelohnt, denn Herr Jaggo von der installierenden Firma erklärte uns detailliert den Aufbau der nicht alltäglichen Anlage. Im Gespräch mit ihm gab es dann noch weitere interessante Informationen über Induktionsanlagen.


Thomas Jaggo und Mitarbeiterin

Thomas Jaggo und Mitarbeiterin beim Treff im Markgrafentheater

30. Januar 2013: Besprechung im Stadtarchiv über den evtl. möglichen Einbau einer Indukionsanlage im Lesesaal des Stadtarchivs Erlangen.
Unser Sprecher Herbert Hirschfelder kam neulich mit Dr. Andreas Jakob (Leiter des Stadtarchivs Erlangen) ins Gespräch. Dr. Jakob hat Interesse gezeigt, den Lesesaal des Stadtarchivs (der auch zu Vorträgen genutzt wird) evtl. mit einer Induktionsschleife auszustatten. Am 30. Januar gab es dazu eine Vorbesprechung mit Beteiligung unserer Gruppe. Dabei stellte sich heraus, dass der nachträgliche Einbau einer Induktionsschleife problematisch ist, da der Bau mit Stahlträgern durchzogen ist. Womöglich wird es darauf hinauslaufen, dass das Archiv eine eigene FM-Anlage anschafft.

4. Februar 2013: Umfrage der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern zu Induktionsanlagen im Kirchenkreis Nürnberg.
Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern versandte am 4. Februar eine Umfrage (pdf, ca. 150 KB) zu Induktionsanlagen im Kirchenkreis Nürnberg (zu dem auch das Dekanat Erlangen gehört). Wir freuen uns über diese Initiative und haben im Januar mit einem Schreiben (pdf, ca. 100 KB) an das Dekanat Erlangen um Unterstützung der Kirchengemeinden des Dekanats gebeten.

2. März 2013: "UnErhört" Podiumsdiskussion veranstaltet von der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und der Katholischen Hörgeschädigtenseelsorge Nürnberg. Moderation: Elisabeth Benzing (Programm - pdf, ca. 400 KB)
"Von einer Hörschädigung sind immer auch Partner/-innen und Familie betroffen. Oft dreht sich alles um den Högeschädigten. Müssen Guthörende dabei immer geduldig sein? Die Diskussion bietet einmal den Angehörigen des Raum, zu Wort zu kommen und unternimmt den Versuch, gemeinsam Perspektiven zu entwickeln."
Bei der Veranstaltung (barrierefrei mit Schriftdolmetscher/in und induktiver Höranlage) waren etliche Teilnehmer aus unserer Gruppe dabei.
Frau Zeh von der "Ehe-, Familien- und Lebensberatung" in Nürnberg hat uns freundlicherweise die von ihr erarbeitete Zusammenfassung (pdf, ca. 25 KB) zu diesem Thema zur Verfügung gestellt.

7. März 2013: Gruppentreffen einmal anders
Cäcilie Trautner nahm die Gelegenheit wahr und vermittelte uns zwei Studentinnen für ein Artikulationstraining. Der Gedanke dabei: wer selbst deutlich artikuliert gibt seinem Gegenüber ein Vorbild und fordert ihn damit zur Nachahmung (und damit zum deutlicheren Sprechen bzw. besseren Verstehen) auf. Das Training begann mit Lockerungsübungen, anschließend wurden über Wortlisten bestimmte Buchstaben deutlich artikuliert. Nach den Semesterferien (d.h. ab Mai) werden wir diese Übungen mit den Studentinnen fortsetzen. -
Den Wechsel im SprecherInnen-Team zum Jahresanfang nahmen wir zum Anlass, Frau Schäper von KISS einzuladen. Mit kunsttherapeutischen Mitteln versuchte sie uns einen Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werfen zu lassen (wobei es jedem überlassen blieb, ob der Blick persönlich oder aus Gruppenperspektive kam).


Begruessung      Frau Schaeper

links: Frau Trautner übernahm die Begrüßung beim Artikulationstraining
rechts: Frau Schäper von KISS während des Seminars

13. März 2013: Christa Braun feierte einen runden Geburtstag.
Drei Teilnehmerinnen aus der Gruppe schauten aus diesem Anlass bei Christa Braun kurz vorbei und übergaben im Namen der Gruppe einen Blumenstock als Geschenk. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute und besonders Gesundheit!


Blumenstock

Blumenstock der Gruppe für Christa zu ihrem runden Geburtstag

14. März 2013: Arzt-Patienten-Seminar "Was tun bei Tinnitus und weiteren Hörschädigungen?" Programm (pdf).
Das Seminar wurde von der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. und der Tinnitus-Selbsthilfegruppe Erlangen veranstaltet. Aus unserer Gruppe waren vier Teilnehmer dabei.
Behandelt wurden die Themen "Tinnitus - umfassende Hilfe bei Ohrgeräuschen", "Hörhilfen bei Schwerhörigkeit und Tinnitus" und "Hyperakusis, Tinnitus und Schwerhörigkeit - Störung der sozialen Interaktion durch Hörschädigungen". Besonders das letzte Thema - engagiert vorgetragen von dem Vorsitzenden der Deutschen Tinnitus-Liga, Herrn Albert - war für unsere Gruppe interessant. "Selbsthilfe ist nicht selbstverständlich, sondern hat etwas mit Lernen zu tun. Dazu gehört das Wissen um sein Leiden, Selbst-Aktivität und das Umsetzen des Erlernten - und viel Humor und Gelassenheit. Unser Wissen ist oft nicht identisch mit dem der Therapeuten und Fachleuten, weil wir uns schwer damit tun, das zu vermitteln, was uns Probleme macht und was uns gut tun würde. Wie wollen uns dann andere verstehen?" hieß es dabei zum Thema Selbsthilfe.
Sabine Schoen (die Vorsitzende der Erlanger Tinnitus-Selbsthilfegruppe) war so freundlich, ihren Bericht (pdf, ca. 50 KB) zur Einsicht über unsere Homepage zur Verfügung zu stellen.


Brigitte Fiedler mit Herrn Albert

Nach dem Seminar gab es noch Gelegenheit zum persönlichen Gespräch (hier: Brigitte Fiedler mit Herrn Albert)

15. März 2013: Jahresempfang des Seniorenbeirats der Stadt Erlangen
Irmgard Kühne vertrat unsere Gruppe beim Jahresempfang des Seniorenbeirats im großen Rathaussaal.

22.-24. März 2013: Selbsthilfegruppen-Leiter-Seminar der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) in Bad Hersfeld
Wir sind Mitglied in der DCIG. Anni Reinmann hat uns bei diesem Seminar vertreten. Sie berichtete dazu:
"Von Freitag bis Sonntag nahm ich für die Selbsthilfegruppe Erlangen an einer Veranstaltung der Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. teil. Ca. 60 Personen, alle die in einer Selbsthilfegruppe tätig sind, waren dazu aus dem ganzen Bundesgebiet angereist.
Franz Hermann, Präsident der DCIG begrüßte uns alle und machte die Einführung. Es wurden interessante Themen von Fachleuten vorgetragen, wie:
Hören ohne Barrieren
Mein Umgang mit der Hörbehinderung
Aktuelles zur CI-Versorgung aus Sicht der Medizin
Es wurden viele Fragen gestellt und eifrig diskutiert. So konnte ich mit vielen neuen Erfahrungen und viel Motivation die ich auch an die Gruppe weiter geben möchte, nach einen ereignisreichen Wochenende wieder nach Hause fahren."

23./24. März 2013: 1. Fachmesse für Barrierefreiheit "Via Futura" in Bamberg, Bistumshaus St. Otto..
Bei dieser Messe wurde u. a. auch die Hörschädigung stark thematisiert: Ein eigener Raum "Ohr" mit mehreren Akustikern, Ausstellung Med-El, JaggoMedia, Hörgeschädigtenseelsorge beider Kirchen, Sozialdienst für Hörgeschädigte, Logopädie und natürlich auch die Bamberger SHG "OhrRing".
Samstags wie Sonntag gab es verschiedene Fachvorträge (Programm Vortragsraum 2 (pdf, ca. 20 KB) und Programm Vortragsraum 3 (pdf, ca. 20 KB)). Neben anderen interessanten Themen hielt unser Mitglied Reiner Hofmann einen Vortrag "Was bedeutet es schwerhörig zu sein?". Der Vortrag am Sonntag entwickelte sich dabei mehr zu einem Workshop mit Betroffenen.


Karte Barrierefreiheit für Hörgeschädigte      Stand der Bamberger SHG OhrRing

links: Karte "Barrierefreiheit für Hörgeschädigte im Erzbistum Bamberg" am gemeinsamen Stand der katholischen Hörbehindertenseelsorge und der evangelischen Schwerhörigenseelsorge
rechts: Stand der Bamberger SHG OhrRing (Ausschnitt)

5. April 2013: Einladung zum Nürnberger Frühlingsfest.
Der Süddeutsche Schaustellerverband lud auch 2013 wieder Behinderte zu einem kostenlosen Besuch des Nürnberger Frühlingsfestes ein. Auch wir erhielten über den Behindertenbeauftragten der Stadt Erlangen eine Einladung (pdf, ca. 150 KB). Mehrere Teilnehmer aus unserer Gruppe konnten sich daher (bei leider nicht so frühlingshaften Temperaturen) gemeinsam mit Behinderten aller Art vergnügen.
Petra Karl schrieb dazu:
Das Frühlingsfest war traumhaft. Abgesehen das der Frühling völlig fehlte. Es war eiskalt. Aber, wie mein Sohn sagte: "Die Mama und ich sind völlig chillig unterwegs gewesen".
Die zwei Stunden waren so schnell vorbei. Wir haben keine Parkgebühren zahlen müssen, sind dann am Eingang gestanden und ich habe bei der Masse an Leuten Johannes Sauer nicht gefunden. Man bekam am Eingang ein kleines Lebkuchenherz mit der Aufschrift “Volksfest” als Eintrittskarte umgehängt. Es waren Behinderte aller Coleur vertreten. Wir sind dann alleine los und an den “Essenständen” gab es 50% Ermäßigung auf alles (nicht wie beim Familientag, da gibt es nur einen Artikel zum halben Preis). Bei den Fahrgeschäften (hatten nicht alle auf, aber die meisten) gab es keine Kasse, man konnte einfach reinlaufen bis zum Sicherheitspersonal. Bei den Buden und Ständen hängt dann ein Schild: Für unsere geladenen Gäste 50% Ermäßigung, so dass man gut sehen kann, welcher Stand sich beteiligt und welcher nicht. So haben wir beim Schießstand 40 Schuss (Normalpreis: 5 Euro) für 2,50 Euro bekommen). Johannes haben wir dann unterwegs getroffen und sind zusammen unterwegs gewesen

6. April 2013: Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten in München.
Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband. Anna Reinmann vertrat uns bei der Mitgliederversammlung (Petra Karl musste aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen).

10. April 2013: Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen.
Bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen kam wieder die von unserer Gruppe betreute FM-Anlage zum Einsatz und erleichterte es den Hörbehinderten, der Versammlung folgen zu können. Die Technik hatte diesmal allerdings ihre Tücken, mitten während der Versammlung ging dem Mikrofon der "Saft" aus. Wir werden daraus lernen und künftig auch (für alle Fälle) ein Ersatzmikrofon mitführen.


Frau Fichtner am Mikrofon

Frau Fichtner von der Gewerkschaft verdi hatte keine Probleme mit dem Mikrofon umzugehen.

17. April 2013: Forum "Behinderte Menschen in Erlangen".
Wir sind Mitglied des "Forums" und waren diesmal durch Petra und Herbert vertreten. Bei dem Treffen berichtete Frau Dr. Preuss über eine Reise zur russischen Partnerstadt Wladimir, bei der Einrichtungen für Behinderte besichtigt wurden. Ansonsten ging es um die Gestaltung des Aktionstags am 20. Juli (wir werden mit der Rheumaliga zusammen einen Infostand haben). Der neue Selbsthilfe-Kompass für Mittelfranken wurde vorgestellt (den umfangreichen Selbsthilfeführer in alter Form wird es nicht mehr geben).

18. April 2013: Test der FM-Anlage im Stadtarchiv .
Für Vorträge im Lesesaal hat das Stadtarchiv eine eigene FM-Anlage angeschafft, da das mit Stahlträgern durchzogene Gebäude den Einbau einer fest installierten Induktionsanlage nicht möglich macht. Die FM-Anlage wurde nun von uns erfolgreich getestet. Der erste Einsatz ist am 30. April um 19.30 Uhr beim Vortrag von Dr. Andreas Jakob über die Hugenottenkirche in Erlangen geplant.


Erfolgreicher Test

Anni und Petra freuen sich über den erfolgreichen Test

19. April 2013: Hörbehindertengerechte Führung durch das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks (Wallensteinstraße 117, 90431 Nürnberg)
Anni hatte die Idee, Brigitte wusste, wen man fragen konnte. Bei einer solchen Teamarbeit war es kein Problem, eine Führung nur für unsere Gruppe reserviert zu bekommen, bei der für die Hörgeräte- und CI-Träger die FM-Anlage als Hilfsmittel zum Einsatz kam. Es war eine abwechslungsreiche und sehr interessante Führung!
Bei der Gelegenheit wurde uns unter anderem gezeigt, wie der Teleprompter bei den Aufnahmen zur Anwendung kommt. Wir haben uns anschließend an die Leitung des Studio Franken gewendet mit der Frage, ob der beim Teleprompter verwendete Text nicht auch für Untertitel für die „Frankenschau“ verwendet werden kann. In der Antwort, die uns Ende Mai erreichte, bat man uns um Verständnis, dass Untertitel für die Frankenschau (und für das südbayerische Gegenstück „Aus Schwaben und Altbayern“) momentan aus finanziellen Gründen nicht machbar sind.
Leider fehlt uns das Verständnis dafür, dass Untertitel bei der Frankenschau „aus finanziellen Gründen“ nicht möglich sind. Viele Teilnehmer unserer Selbsthilfegruppe sind hochgradig schwerhörig und waren bis 2012 von der Rundfunkgebühr befreit. Seit 2013 zahlen diese „RFler“ einen ermäßigten Beitrag. Diese Anhebung wurde „versüßt“ mit dem Hinweis, dass künftig die Untertitel bei Fernsehsendungen weiter ausgebaut werden. Dazu gehören unserer Ansicht nach auch die Regionalsendungen wie die Frankenschau, um über die Ereignisse der näheren Umgebung informiert zu sein. Im Juli haben wir uns deshalb in deer Angelegenheit an die Fernsehdirektorin des BR direkt gewandt (s. unter 21. Juli 2013).


Bildschirm      Teleprompter

links: Im Studio konnte man sich selbst im Bildschirm sehen
rechts: Der Text des Teleprompter kann leider nicht gleich für Untertitel verwendet werden

Aufnahmeraum      Im Tonarchiv

links: Der Aufnahmeraum neben dem Studio wurde von der Technik dominiert
rechts: Im Tonarchiv konnten Aufnahmen von 1949 in guter Qualität angehört werden

Studiogaeste      Kabelsalat

links: Christa Braun und Irmgard Kühne als "Studiogäste"
rechts: Kabelsalat ist nichts zum essen ...

19. bis 21. April 2013: "Behinderte Kommunikation in der Partnerschaft" (Seminar mit Jochen Müller) Seminarankündigung im Forum der SHS (pdf)
Bei dem Seminar waren auch Teilnehmer aus unserer Gruppe dabei. Ein Bericht darüber wird in der Juni-Ausgabe von "Spektrum Hören" zu finden sein. Der Bericht ist bereits hier als pdf-Datei vorab zu lesen (mit freundlicher Genehmigung von Jochen Müller).

30. April: Offizielle Inbetriebnahme der FM-Anlage im Stadtarchiv .
Beim Vortrag von Dr. Andreas Jakob (Leiter des Stadtarchivs) über die Hugenottenkirche in Erlangen wurde die FM-Anlage offiziell in Betrieb genommen. Auch aus dem Publikum wurde Interesse gezeigt und dem Vortrag mit Empfänger und Kopfhörer gefolgt. Das Mikrofon versorgte sowohl Lautsprecheranlage als auch einen Sender für die FM-Empfänger.
Auf die Anlage wurde durch ein entsprechendes Plakat sowohl am Eingang des Lesesaals als auch neben den Geräten hingewiesen.


Dr_Jakob_am_Rednerpult

Dr. Jakob am Mikrofon

1. Mai 2013: Wir waren bei der Rädli-Station des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen dabei
Die Beratungsstelle des ZSL Erlangen (Luitpoldstr. 42) ist seit Jahren Anlaufstelle bei der Erlanger "Rädli", die immer am 1. Mai stattfindet. Heuer hatten wir Gelegenheit, uns dort zu beteiligen. An einem Laptop konnte "Wie hören Schwerhörige" über Kopfhörer demonstriert werden und fand regen Zuspruch. Auch die FM-Anlage stand als Demonstration eines Hilfsmittels für Hörgeräteträger zur Verfügung (und war für unser "Personal" Herbert und Petra hilfreich, wenn sich mehrere Leute im Raum zur gleichen Zeit unterhielten).
Informationen zur Rädli 2013 sind hier zu finden.


Hinweisschild      Schwerhoerigkeit wird demonstriert

links: Hinweisschild zu unserem Angebot
rechts: Hier wird Schwerhörigkeit demonstriert

12. Mai 2013, 10 Uhr: Der Nürnberger Gebärdenchor trat beim Gottesdienst von Sankt Matthäus in Heroldsberg, Kirchenweg, auf. Einladung (pdf, ca. 2 MB)
Es wurde nachgefragt, ob es auch eine Induktionsanlage in der Kirche gibt. Dazu erhielten wir von Pfarrer Firnschild-Steuer die Anwort: "Der Gottesdienst wird von zwei Dolmetscherinnen übersetzt, außerdem haben wir eine Induktionsanlage in der Kirche. Ich hoffe, dass Sie den Gottesdienst so ohne Probleme mitfeiern können!".
Petra Karl nahm die Gelegenheit wahr und erlebte einen besonderen Gottesdienst. U.a. wurde die Gemeinde aufgefordert, mitzugebärden. Die Induktionsanlage funktionierte gut, war aber anscheinend nirgends ausgeschildert.

12. Mai 2013, 18 Uhr: Vorführung des Films Deaf Jam (Filmbeschreibung) bei der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), Hindenburgstr. 46 (anschließend Abschlussfest).
Filmbeschreibung (Langfassung): Zwei Sprachen, zwei Kulturen, ein Gedicht – das ist die Geschichte von Deaf Jam. Regisseurin Judy Lieff erzählt von der gehörlosen Schülerin Aneta aus New York, deren Eltern aus Israel eingewandert sind. Sie trifft in der Spoken Word Slam-Szene auf die hörende Tahani, eine Slam-Poetin, die aus Palästina stammt. Die beiden jungen Frauen bilden ein einzigartiges Performance-Duo, das die gerappte Lautsprache mit der Gebärdensprache verbindet. Der Film zeigt die Dynamik dieser Lyrik und beeindruckt mit der ausdrucksstarken Gestik und Mimik von Aneta und Tahani, die gemeinsam eine neue Form von Poesie erschaffen. Dabei stehen die beiden ebenso für die unterschiedliche Art, an ihrer Umwelt teilzuhaben, wie für die Möglichkeiten der Kommunikation über Grenzen hinweg – seien sie sprachlich oder politisch.
Unser Sprecher Herbert Hirschfelder war dabei und nutzte nach der Filmvorführung noch die Gelegenheit, beim Abschlussfest auf die Belange lautsprachlich orientierter Hörgeschädigter aufmerksam zu machen.


Frau Mildenberger bei der Begruessung

Frau Mildenberger vom Dritte-Welt-Laden bei der Begrüßung

14. Mai 2013, 14 Uhr: Inklusive Stadtführung "Die Residenz der Erlanger Markgräfinnen". Einladung (pdf, ca. 30 KB)
Eine Veranstaltung der Volkshochschule mit dem Angebot, auf Anfrage eine Gebärdendolmetscherin mit heranzuziehen. Auf Grund der Nachfrage von unserem Sprecher Herbert Hirschfelder wurde dann auch eine FM-Anlage für lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte eingesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass ähnliche Führungen zukünftig gleich von VHS-Seite aus mit FM-Anlage angeboten werden.
Als Abfallprodukt der Führung mit FM-Anlage hat sich gezeigt, dass die FM-Anlage an einigen Stellen nur bedingt einsetzbar ist. Nämlich dann, wenn schlecht abgeschirmte Stromleitungen die Induktion stören - zum Beispiel in der Hauptstraße zwischen Markt- und Hugenottenplatz. Dadurch wird dann ein konstantes Brummen in die Hörgeräte übertragen.


Helge Paulus mit FM-Mikrofon

Helge Paulus (mit FM-Mikrofon) und seine Assistentin vor dem Erlanger Schloß

25. Mai 2013: Besuch der "Rummelsberger Anstalten" (Angebot des "Öhrli-Treff", Nürnberg (Informationen; pdf)
Wanderer und Nichtwanderer trafen sich zum gemeinsames Mittagessen in der Griechischen Taverne "Parthenon" in Ochenbruck. Frisch gestärkt ging es dann zur Führung durch die Rummelsberger Anstalten (die nun offiziell "Rummelsberger Diakonie e.V." bzw. "Rummelsberger Dienste für Menschen" heißen). Der Führer Markus Wechsler erzählte kenntnisreich, lebendig und mit etlichen Anekdoten gewürzt über die Geschichte und Entwicklung des Rummelsberger Geländes und seiner Bebauung. Interessante Details waren z.B. dass Rummelsberg eine eigene Feuerwehr hat (da die örtliche Feuerwehr keine Ausbildung für Massenevakuierung hat), einen eigenen Streichelzoo, eine eigene Kirche, usw. Auch wusste er zu jeder der vielen Fragen aus dem Publikum eine Antwort. Seine Ausführungen konnten klar und deutlich über die FM-Anlage (bei der auch die Erlanger Anlage zum Einsatz kam) verstanden werden - es war ein tolles (Hör-)Erlebnis.


Markus Wechsler am Uebersichtsplan    Streichelzoo

links: Zu Beginn der Führung gab Markus Wechsler einen Überblick über das weitläufige Gelände
rechts: Blick auf den Streichelzoo

4. Juli 2013: Bei unserem Gruppentreffen im Juli hatten wir ab 19 Uhr Prof. Ulrich Hoppe vom Cochlear-Implant-Centrum Erlangen (CICERO) als Gast.
Prof. Hoppe stellte das Team und die Entwicklung von CICERO vor. Er gab einen Überblick über Neuigkeiten in der CI-Technik und über das unterschiedliche Angebot der drei wichtigsten CI-Anbieter. Er berichtete auch von den Erfolgen, die ein gezieltes Hörtraining ermöglicht und von den speziellen Problemen, die sich bei Kindern nach einer CI-Operation ergeben (Anpassung, Nachsorge, ...). Und nicht zuletzt gab er geduldig, engagiert und kenntnisreich Antwort auf die zahlreichen Fragen des Publikums. Dafür wurde er mit viel Applaus bedacht.


Wegweiser    Schattenbild

links: Professor Hoppe in natura ...
rechts: ... und als Schattenbild

Frage aus dem Publikum

Frage aus dem Publikum

3. Juli 2013: Fit fürs mobile Web - Workshop für die Generation 50plus über iPad und iPhone im Landratsamt
Irmgard Kühne war dabei und hatte unsere FM-Anlage mitgebracht (zwei vorsorglich zusätzlich mitgebrachte Empfänger wurden nicht genutzt). Sie berichtet dazu:
"Der Lehrgang vom Landratsamt über iPad und iPhone war sehr lehrreich und die zwei Stunden ganz schön anstrengend. Herr Kohler vom Senioren Netz Erlangen hat sich das Mikrofon gleich bereitwillig umgehängt und den anderen erklärt weshalb. Es war wohl kein anderer Schwerhöriger dabei!? Aber ich habe davon profitiert, dank dieser Technik, die leider noch zu wenig bekannt ist.
Zur Begrüßung war extra Landrat Herr Irlinger gekommen. Den anderen Kurs über digitale Fotos hielt Frau Gominski vom Seniorenbeirat Hemhofen. Alle Achtung, was der Landkreis in Erlangen anbietet!
So war ich auch das erste Mal im Landratsamt, ein imposantes Gebäude und ich wohne schon seit 47 Jahren hier!! Tja, man lernt nie aus - wieder eine Gebäude-Bildungslücke geschlossen!"

11. Juli 2013: Gebärdentreff im Cafe Mireo, Erlangen, Glockenstr.. Termine 2013 (pdf, ca. 500 KB)
Unser Sprecher Herbert Hirschfelder erfuhr durch Zufall von diesem offenen Angebot für alle, die Gebärden üben wollen und war erstmals dabei. Die Teilnehmer waren sowohl hörgeschädigt als auch normalhörend. Der Treff fand im Nebenraum des Cafes statt.
Etwas irritierend war, dass ein Flyer (pdf, ca, 3 MB) der VHS zu Kommunikationsassistenz bei Hörbehinderung auslag, bei dem konkret nur Unterstützung durch Gebärdendolmetscher genannt wurde. Wir werden bei der VHS nachfragen ob es auch Kommunikationsassistenz für lautsprachlich orientierte Hörbehinderte gibt.

20. Juli 2013: Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schlossplatz (Programm, pdf).
Unsere Gruppe war wieder mit einem Infostand vertreten, diesmal zusammen mit der Rheumaliga. Wir konnten "Wie hören Schwerhörige" (über Laptop und Kopfhörer) demonstrieren und sorgten so für manches "Aha-Erlebnis". Prominente waren dabei u.a. Landrat Irlinger, Frau Paulus (vom VdK Erlangen) und Frau Lender-Cassens (Stadträtin der Grünen Liste Erlangen).
Das Wetter meinte es fast zu gut und wir waren froh, dass uns an der Südseite des Schlossplatzes die Bäume Schatten spendeten. Da war es nur gut, dass sich genügend Teilnehmer fanden, um sich gegenseitig abzulösen (Danke!).


SHG-Logo    Axel Wisgalla vom ZSL

links: Das Logo der SHG zierte unsere Hälfte des Pavillons
rechts: Auch Axel Wisgalla vom ZSL hörte sich "Wie hören Schwerhörige" an

Test der Hoersimulation

Die Hörsimulation wird (erfolgreich) getestet

21. Juli 2013: Schreiben an den Bayerischen Rundfunk wegen Untertitel auch für die Regionalsendungen
Beim Aktionstag der Behinderten am Tag zuvor hatten wir noch einmal Gelegenheit, unser Schreiben an den Bayerischen Rundfunk (pdf, ca. 100 KB) in Sachen Untertitel auch für die Regionalsendungen durchzugehen. Nun sind wir gespannt auf die Antwort!

26. Juli 2013: Unsere FM-Anlage im Einsatz bei einer Fortbildung.
Die von unserer Gruppe betreute FM-Anlage kam bei einer Mitarbeiter-Fortbildung der Universitätsbibliothek zum Einsatz, nachdem sich die Referentin auf Nachfrage bereiterkärt hatte, sich das Mikrofon umhängen zu lassen.
Künftig soll bereits im Vorfeld abgeklärt werden, ob die ReferentInnen dazu bereit sind.
Langfristig sollen bei der anstehenden Sanierung der UB die zu Schulungen verwendeten Räume mit einer Induktionsschleife ausgestattet werden.

29. Juli 2013, 17 Uhr: "Wohlfahrt trifft Politik" um 17 Uhr im Saal des Bayerischen Roten Kreuzes, Henri-Dunant-Str. 4 Einladung (pdf, ca. 1 MB).
Wir haben uns an den Veranstalter gewendet mit der Frage, wie es dabei mit der Barrierefreiheit für (lautsprachlich orientierte) Hörbehinderte aussieht. Auf ihre E-Mail hin wurde Anni telefonisch benachrichtigt, dass es im Saal des Bayerischen Roten Kreuzes eine Induktionsschleife gibt (wie sich später herausstellte: leider nur eine mobile, keine fest installierte). Sie berichtet dazu:
"Beim Eintreten des Saals wurde in der Mitte mit dem blauen Schild für Induktives Hören hingewiesen. Irmgard wollte gleich wissen ob es auch klappt und sprach den Mann von der Technik an. Der freute sich über unser Interesse und machte gleich eine Probe. Es war etwas zu laut und es hallte, daher stellte er es leiser ein. Sollten wir beim Vortrag nichts verstehen, dann: Sofort Handzeichen geben, meinte er.
Bei der Begrüßung stand neben der Sprecherin eine Gebärdendolmetscherin. Es wurde gefragt, ob ein Gehörloser unter den Anwesenden sei. Da sich keiner meldete, begaben sich die Dolmetscherinnen wieder auf ihren Platz (sie waren zu zweit). Es wurde festgehalten, dass diese Veranstaltung barrerefrei über die Bühne gehen sollte.
Wir begaben uns auf Plätze in der ersten Reihe, und ich konnte sehr gut verstehen. Es war eine interessante Diskussion. Am Ende konnte noch persönlich mit den Politikern gesprochen werde. Hätte ich gerne gemacht, leider fuhr der letzte Bus genau nach Ende der Veranstaltung, so dass wir gehen mussten."

29. Juli 2013, 19 Uhr: "Wir gehören zusammen. Inklusion verwirklichen" im Mehrzweckbereich des E-Werks Einladung (pdf, ca. 1 MB).
Zu dieser Veranstaltung bekam Herbert eine Einladung, adressiert an die Gruppe. Auch hier haben wir uns per E-Mail an den Veranstalter gewendet mit der Frage, wie es dabei mit der Barrierefreiheit für (lautsprachlich orientierte) Hörbehinderte aussieht.
Der Veranstalter fragte dann bei uns wegen der Vermittlung von Schriftdolmetschern nach, da der Mehrzweckbereich des E-Werks nicht mit einer Induktionsschleife ausgerüstet ist. Gerne gaben wir die uns bekannten Adressen weiter (die auch in unserer Linksammlung genannt sind). Bedauernd hieß es in einer E-Mail, die Herbert am Nachmittag des Veranstaltungstages erreichte:
"ich habe nun seit Donnerstag bis heute mein Bestes getan um etwas auf die Beine zu stellen, jedoch ist das E-Werk leider nicht gut genug ausgestattet, um eine Übermittlung via Schriftdolmetscher einfach zu übermitteln. Anders gesagt, wir hätten zwar 2 Dolmetscher bekommen, die jedoch von ihrer Heimatstadt aus gedolmetscht hätten, jedoch ist eine Übertragung vom E-Werk an die Dolmetscher nicht spontan umzusetzen.
Es tut mir sehr Leid. Ich hoffe Sie haben trotzdem einen guten Abend heute."
Unsere (von Herbert formulierte und per E-Mail gesendete) Antwort darauf war:
"es ist bedauerlich, dass eine Veranstaltung zur Inklusion nicht auch die am verbreitetste Behinderung in Deutschland, nämlich Hörbehinderung, berücksichtigt. Das liegt sicher auch daran, dass Hörbehinderung nicht offensichtlich sichtbar ist und daher übersehen wird – was die Sache für uns Betroffene nicht erleichtert. Ohne Unterstützung ist die Lage von stark Hörbehinderten als ob man bei einer Veranstaltung teilnimmt, in der mit einer Fremdsprache geredet wird, die man nur rudimentär beherrscht und daher nur einzelne Sätze oder Satzteile mitbekommt.
Eine bessere Vorauswahl des Veranstaltungsortes hätte das Problem wohl gelöst; z.B. ist der große Saal der VHS mit einer Induktionsschleife ausgestattet. Optimal wäre natürlich, auch den Freizeitbereich im E-Werk damit auszustatten – können Sie sich bitte dafür einsetzen."
"Einen guten Abend heute" konnten wir unter diesen Umständen bei "Wir gehören zusammen. Inklusion verwirklichen" nicht erwarten und sind deshalb nicht hingegangen.
Tags darauf erreichte Herbert ein Angebot der SPD-Fraktion Erlangen: "bezugnehmend auf Ihren Mailverkehr mit [...] aus dem Büro der SPD würde die SPD-Fraktion Sie (gerne auch Ihre Mitstreiter) zu einem Gespräch in den Fraktionsvorstand einladen." Das Angebot werden wir gerne annehmen - dann wird die Angelegenheit vielleicht doch ein Umdenken in Sachen Barrierefreiheit für Hörbehinderte bewirken?

10. August 2013: Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa", Äußere Brucker Str. 49
Der Bürgertreff "Die Villa" wurde 2011 bis 2012 renoviert. Nun konnten wir dort wieder (wie bis 2010) unter schattenspendenden Bäumen ein Grillfest veranstalten. Es gab Gelegenheit zum gemütlichen Plausch, aber auch zu sportlicher Betätigung für die jüngere Generation. Ein kurzer Regenguss zwischendurch konnte der gemütlichen Atmosphäre keinen Abbruch tun.


Plausch auf der Bank    Fussball

links: Man konnte einen Plausch auf der Bank halten ...
rechts: ... oder sich mit Fussball vergnügen

Regenschirme

Beim "Tropfen-Intermezzo" waren Regenschirme angesagt, oder auch ein kreativ konstruierter Kopfschutz

Aufbruchsstimmung    Eingangsschild der Villa

links: Beim Aufbruch waren die Schirme schon lange wieder trocken, und die Sonne schien ...
rechts: Eingangsschild der Villa

23. bis 25. August 2013: LBG-Seminar mit Jochen Müller im Freizeit- und Tagungszentrum Labenbachhof bei Ruhpolding. Flyer (pdf, ca. 800 KB)
Das Seminar von Jochen Müller war lehrreich und lebendig zugleich und wurde nicht nur im Tagungszentrum, sondern auch draußen bei einer Wanderung durchgeführt. Der Raum war mit einer Induktionsanlage ausgestattet, die gut funktionierte und vorbildlich ausgeschildert war. Ein Dutzend Teilnehmer im Alter von 18 bis 81 Jahren nahmen an dem Seminar teil. Darunter waren auch drei Normalhörende, die einmal mit Ohropax und Gehörschutz in etwa nachvollziehen konnten, wie sich Schwerhörige fühlen. Aus unserer Gruppe war Herbert Hirschfelder dabei.
Beim Seminar wurde zunächst der Bezug und die Erwartung der Teilnehmer zu LGB festgestellt. Dann wurde der Unterschied zwischen Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG) herausgearbeitet. Zum Abschluss wurden neben den wesentlichen Gebärden auch Mimik und Körpersprache geübt.
Interessant ist die These von Jochen Müller: "LBG kann die Identität der Schwerhörigen als Gruppe festigen" - dazu müsste sie nur öfter im täglichen Leben untereinander und auch mit Normalhörenden als ein Kommunikationsmittel verwendet werden, das das Verstehen erleichtert.


Hinweisschild auf Induktion    Jochen Mueller

links: Das Hinweisschild auf die Induktionsanlage war vorbildlich gestaltet
rechts: Jochen Müller setzte konsequent Gebärden ein

Gebaerdenuebung    Stille Post

links: LBG wurde auch während der Wanderung geübt
rechts: "Stille Post" mit Gebärden ist gar nicht so einfach!

29. August bis 1. September 2013: Herbstseminar "Grenzerfahrungen" und Mitgliederversammlung der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) in Burg Fürsteneck (Landkreis Fulda).
Unsere Gruppe ist Mitglied bei der DHS. Christa Hirschmann vertrat uns diesmal bei der Mitgliederversammlung. Sie berichtet über ihre Eindrücke in Burg Fürsteneck:
"Vom 29.08. – 1.9.2013 hatte die DHS zum Herbstseminar mit dem Thema „Grenzerfahrungen“ nach Burg Fürsteneck bei Fulda eingeladen. Bei der Ankunft dort war für mich als Neuling schnell zu merken, dass sich viele „Schlappohren“ längst kannten und sich über das Wiedersehen freuten. Nach einer kurzen Einführung und anschließender Vorstellungsrunde am Donnerstagabend führte uns das Programm vom Freitag zu einer ganz konkreten Grenzerfahrung, genauer gesagt, zu einer ehemaligen Grenze. Mit dem Bus fuhren wir zur Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte "Point Alpha". Point Alpha war einer der vier US-Beobachtungsstützpunkte an der hessischen innerdeutschen Grenze und liegt zwischen Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen). Wir hatten dort eine Führung und wurden an viele Details des Grenzdramas erinnert.
Wie gut, zu wissen: Grenzen sind nicht für die Ewigkeit gemacht, sie können abgebaut werden und ganz verschwinden – hoffentlich auch aus den Köpfen!
Nach angemessener Ruhepause – mit Kaffee und Kuchen – fand am Abend die Mitgliederversammlung statt. Etliche TOPs waren schnell erledigt, doch einzelne Vorschläge zur Änderungen der Satzung erwiesen sich als wahre Stolpersteine. Mit viel Mühe kam es dann doch noch zu einem konsensfähigen Beschluss – zur Erleichterung vor allem des Vorstands, der viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung investiert hatte.
Am Samstag und Sonntagvormittag sollten die "Grenzerfahrungen" eher kreativ, musisch – kulturell umgesetzt werden. Dazu waren zwei Referentinnen eingeladen, eine Kunsttherapeutin und eine Spiel- und Theaterpädagogin. Zur Auswahl standen Arbeiten mit (viel) Ton oder Improvisationsspiele, dazu die theoretische Auseinandersetzung mit Grenzen, wo und wie erlebe ich Grenzen. Alles in allem war es eine sehr vergnügliche, kurzweilige Beschäftigung mit "Grenzerfahrungen".
Abschließend wurde bekundet, dass die Herbstseminare abwechselnd mit Fachvorträgen gestaltet werden sollten oder mit eher kreativen Methoden, wie dieses Mal."

5. September 2013: Bei unserem Gruppentreffen verabschiedete sich Ursula Kölbel.
Ursula Kölbel war nicht oft in unserem Kreis, ist aber durch ihre Arbeit bei der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern den meisten Teilnehmern unserer Gruppe gut bekannt. Bevor sie sich auf die lange Reise nach Afrika aufmachte, stattete sie uns einen Abschiedsbesuch ab. Wir bedanken uns für das Buch "Taube Nuss. Nichtgehörtes aus dem Leben eines Schwerhörigen" (ihr Abschiedsgeschenk), wünschen ihr Gute Reise, Erfolg bei der Arbeit und freuen uns über ein Wiedersehen!


Ursula_Koelbel_und_Irmgard

Ursula Kölbel (links) bei ihrem Abschiedsbesucht

14. September 2013: Führung mit FM-Anlage durch die Ausstellung "Stadt – Land – Fluss" des Stadtmuseums Erlangen
Zur Ausstellung "Stadt – Land – Fluss. Erlangen an Regnitz und Schwabach. Eine stadthistorische Ausstellung des Stadtmuseums." hatte uns das Stadtmuseum für den 14. September freundlicherweise einen Führer vermittelt, der bereit ist, das Mikrofon der FM-Anlage zu benutzen. Als ein für uns neuer Service des Stadtmuseums war die Bereitstellung von Faltstühlen für müde Füße (s. Foto).
Die Ausstellung zeigte das Wechselspiel von "Stadt und Fluss", das die Geschichte Erlangens bis heute mitgeprägt hat. Schon im Mittelalter wurde die Regnitz zum Antrieb von Wasserschöpfrädern und Mahlmühlen genutzt. Mit der Gründung der Neustadt entstand an den "Werkern" ein eigener Gewerbeplatz mit neuartigen Mühlen und Hammerwerken. Auch die Gerber und Färber brauchten den Fluss. Die Industrialisierung führte zum Bau von Eisenbahn und Ludwigskanal als neuen Verkehrsadern neben der Regnitz, aber auch zur wachsenden Abwasserbelastung, die das Ende der Flussbäder brachte. Heute zieht sich die Regnitz mitten durch das erweiterte Stadtgebiet: ein von Hochwasser betroffener, artenreicher Grünzug, der landwirtschaftlich genutzt wird, als Naherholungsraum dient, aber auch im Blickfeld der Verkehrsplanung ist. Ausstellungsflyer (pdf, ca. 5 MB) . Ausstellungsplakat.
Erfreulich war, dass die Erlanger Nachrichten am Tag der Führung die Ankündigung dazu brachten (mit der für uns weniger erfreulichen Überschrift "Führung für Gehörlose").
Nach der Führung verbrachten wir noch einige gemütliche Minuten im Cafe Mireo (in dem auch der Gebärdentreff stattfindet).


Unsere_Gruppe_im_Stadtmuseum_mit_Fuehrer

Unsere Gruppe im Stadtmuseum mit dem Führer (rechts)

22. September 2013: Führung für Gehörlose (mit FM-Anlage) durch die Ausstellung "Das Glück kommt aus dem Nichts. Werke aus der Sammlung Wilhelm Otto Nachf." in der Kunsthalle Nürnberg (Lorenzer Straße 32).
Die Führerin Latifa Habib hatte sich freundlicherweise bereiterklärt, das Mikrofon unserer FM-Anlage zu benutzen. So konnten auch die drei lausprachlich orientierten Teilnehmer (aus Erlangen: Petra und Herbert) der Führung gut folgen. Ohne Erklärung hätte man vor dem einen oder anderen Kunstwerk wie zum Beispiel dem "Jubelhemd" sonst nur ratlos gestanden ...
Wir hoffen auf die Fortsetzung solcher Führungen durch die Kunsthalle Nürnberg!


Die Fuehrerin mit FM-Mikrofon    Die FM-EmpfaengerInen

links: Die Führerin mit FM-Mikrofon
rechts: Die "FM-EmpfängerInen"

23. September 2013: Wir stellen uns der Erlanger SPD-Fraktionsspitze vor
Da wir der Einladung zur Veranstaltung "Wir gehören zusammen. Inklusion verwirklichen" (s. unter 23. Juli) nicht folgen konnten, weil sie für Hörgeschädigte nicht barrierefrei war, hatte uns die Erlanger SPD-Fraktionsspitze eingeladen, uns bzw. unsere Anliegen vorzustellen.
Da das Fraktionsbüro der SPD für Hörbehinderte nicht barrierefrei ist, fand unsere Vorstellung im Ratssaal statt, der mit einer Induktionsschleife ausgestattet ist. Sechs TeilnehmerInnen aus unserer Gruppe konnten sich und ihre (Hör-)Biographie vorstellen und ihre Probleme schildern. Der Fraktionsvorsitzende Florian Janik, seine Stellvertreterin Ursula Lanig und die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Renate Steeger, waren aufmerksame ZuhörerInnen. Wir hoffen, dass sie einige unserer Anregungen in die Stadtratsarbeit mit einbringen können.


Die SHG-Teilnehmer    Das Publikum

links: Die SHG-TeilnehmerInnen konnten auf den Sitzen für Oberbürgermeister und Co. die Induktion am besten nutzen
rechts: Das aufmerksame "Publikum"

27. bis 29. September 2013 (Fr bis So): "LBG-Kurs" mit Reiner Hofmann (Sa) und "Entspannung für Högeschädigte" mit Doris Gradl (So)
Das Seminar fand in Obertrubach in der Arbeitnehmerbildungs- und Begegnungsstätte statt. (Berichtla folgt.)
Christa Hirschmann schrieb dazu freundlicherweise folgenden Bericht:
Bei herrlichstem Herbstwetter trafen wir im Bildungshaus Obertrubach ein, um uns an einem Wochenende mit LBG zu beschäftigen und uns in der Entspannung zu üben. Unser Grüppchen war aus verschiedenen Gründen (Terminüberschneidung, Krankheit, ...) auf sechs Teilnehmerinnen (Birgit, Cäcilie, Heidi, Petra, Uta und mich) zusammengeschmolzen. Nach kurzer Einweisung in das weitläufige Gebäude und in unsere Zimmer konnten wir uns beim Nachmittagskaffee stärken. Dazu hatte eine umsichtige Küchenmitarbeiterin für uns ein kleines Eck vor dem großen Speiseraum reserviert, das uns vor dem Lärm der anderen Gruppen etwas abschirmte. Gut gelaunt ließen wir uns von der Sonne und der wunderschönen Umgebung zu einem Rundgang um Obertrubach herum ins Freie locken. Für den Abend war geplant, einen Film auf DVD anzuschauen, was aber mangels technischer Voraussetzungen zunächst scheiterte. Doch auch ohne Film verging die Zeit bei lebhafter Unterhaltung wie im Fluge.
Am nächsten Tag stand LBG auf der Tagesordnung - mit Reiner Hofmann als Referent. Jede von uns hatte schon einmal zumindest kleine Einblicke in das Fingeralphabet und in LBG gehabt, aber das meiste wieder vergessen. Also hieß es, sich zu konzentrieren und z.B. seinen Namen und seinen Wohnort mit Fingeralphabet zu zeigen bzw. abzulesen. Danach lernten wir "Basisgebärden" wie: ich, wir, wohnen, wo?, wie?, Zeitbegriffe, u.a. Nach dieser Anstrengung hatten wir uns das Abendessen redlich verdient und natürlich auch eine Pause.
Im zweiten Anlauf wollten wir uns später den Film "Natalie oder der Klang aus der Stille" anschauen. Dank eines technisch begabten und hilfsbereiten Jugendlichen gelang uns das dann auch, und wir verfolgten gebannt den Weg einer gehörlosen jungen Frau, die sich für ein CI entschieden hatte und lernen musste, sich an das neue Hören zu gewöhnen. Wie sie das meisterte und wie viel Mühe es kostete, das zeigte der Film in sehr realistischer, aber auch anrührender Sichtweise.
Der Sonntagvormittag war der Entspannung gewidmet. Dazu kam Doris Vera Gradl zu uns, eine selbst schwerhörige Heilpraktikerin aus Nürnberg. Sie zeigte uns zunächst Fußübungen, die auf den Fußreflexzonen basierten und machte uns Zusammenhänge zu den Organen bewusst. Im zweiten Teil lernten wir den "kleinen Sonnengruß" kennen. Jede konnte in sich hineinspüren und erfahren, welche Bewegung ihr besonders gut tut und zu mehr Entspannung führt. Bekanntlich leiden viele Schwerhörige durch die permanente Überanstrengung unter massiven Verspannungen und sollten deshalb mit Entspannungsübungen gegensteuern.
Neben all der "Arbeit" gab es aber auch noch eine vergnügliche Planwagenfahrt durch die schöne fränkische Herbstlandschaft rings um Kröttendorf/Betzenstein.
Herzlichen Dank an alle, die dieses gelungene Wochenende vorbereitet und durchgeführt haben!

1. Oktober 2013: Test der Induktionsanlage im Innenhof der Erlanger Stadtbibliothek
Die kommende Feier des ZSL am 11. 10. war für uns Anlass herauszufinden, ob die Induktionsanlage im Innenhof auch bei Veranstaltungen funktioniert (wir hatten in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht). Vor dem Vortrag von Cathrin Schauer, KARO e.V., über "Grenzüberschreitende Sozialarbeit gegen Gewalt und Menschenrechtsverletzungen" hatten Anni, Cäcilie, Herbert und Irmgard Gelegenheit zum Praxistest.
Der Test verlief zunächst negativ, es war nichts über die Induktionsanlage zu hören. Durch Nachjustierung durch den anwesenden Techniker kam dann ein wenig Induktion zustande. Je nach Art der Hörbehinderung gab es unterschiedliche Bewertungen, von "Zu leise!" über "Es hallt!" und "Es war nichts zu verstehen" bis zu "Es rauscht".
Wir haben der Vertreterin der Stadtbibliothek vorgeschlagen dass die installierende Firma nochmals testet, wir dann aber als Betroffene mit hinzugezogen werden, um eine dauerhafte für Hörgeräteträger akzeptable Lösung zu erreichen. So geschah es dann am 8. Oktober (s. dort).

8. Oktober 2013: Erneuter Test der Induktionsanlage im Innenhof der Erlanger Stadtbibliothek
Kurzfristig, aber erfreulich schnell kam es zu einem weiteren Test, bei dem auch ein Techniker der installierenden Firma Salzbrenner und der zuständige Mitarbeiter des Gebäudemanagements, Dipl.-Ing.(FH) Udo Hopfner, beteiligt waren (von unserer Gruppe war Herbert dabei). Nach Ausschluss von diversen Störungs- und Fehlerquellen konnte dann eine befriedigende Lösung zumindest in punkto Lautstärke gefunden werden. Im Vorfeld des ZSL-Jubiläums konnten mehrere Teilnehmer der SHG die Gelegenheit ergreifen und bei einem erneuten Test feststellen, dass auch Rauschen, Brummen und ähnlich störende Geräusche eliminiert werden konnten. Auch der Test der Induktionsanlage im Bürgersaal verlief zufriedenstellend (sofern der Lautsprecher im Saal ausgekoppelt blieb).


Blick_in_die_Technik    Ursachenforschung

links: Beim Induktionstest hatte man Einblick in die sonst versteckten Innereien der Technik
rechts: Die Techniker von Stadtbibliothek und Firma Salzbrenner und der Mitarbeiter des Gebäudemanagements

10. Oktober 2013: Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen.
Bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen kam wieder die von unserer Gruppe betreute FM-Anlage zum Einsatz und erleichterte es den Hörbehinderten, der Versammlung folgen zu können.

11. Oktober 2013: Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen feiert sein 25-jähriges Bestehen im Stutterheimschen Palais (Markplatz 1).
Die Feier fand im Foyer und Innenhof der Erlanger Stadtbibliothek statt (Einladungsflyer - pdf, ca. 300 KB). Wir gratulieren dem ZSL zum Silberjubiläum und bedanken uns extra für die Wahl des Ortes der Feier, denn dadurch wurde die Induktionsanlage im Innenhof der Stadtbibliothek für uns bei Veranstaltungen brauchbar gemacht - ein Stück Barrierefreiheit mehr für Hörgeschädigte in Erlangen.


Dinah_Radtke

Dinah Radtke war dank der Induktion gut zu verstehen

12. Oktober 2013, 9 bis 14 Uhr: Erlanger Hörtag 2013 (Info-Flyer - pdf, ca. 2 MB).
Der diesjährige Hörtag stand unter dem Motto "Kontakte, Gespräche, Erfahrungen". Auf der Homepage von CICERO heißt es dazu:
Sie sind auf eine Hörhilfe angewiesen oder tragen ein Cochlea-Implantat? Tauschen Sie sich mit anderen aus, knüpfen Sie Kontakten zu Geräte-Herstellern und Selbsthilfegruppen – und hören Sie Erfahrungsberichte von Patienten und Experten des Erlanger Cochlear-Implant-Centrums CICERO.
Experten informieren: Mythen und Fakten rund um das Cochlea-Implantat; Tinnitus und CI – Erkenntnisse und Therapie; Patienten im Mittelpunkt: Erfahrungsberichte und praktische Tipps von CI-Trägern.
Unsere Gruppe war wieder mit einem Infostand vertreten. Entsprechend dem Motto "Kontakte, Gespräche, Erfahrungen" war der Zulauf bei unserem Stand gut.


Der_Infostand_ohne_Publikum    Der_belagerte_Infostand

links: Der Infostand ohne Publikum (während eines Vortrags) ...
rechts: ... und der in der Vortragspause belagerte Infostand

12. Oktober 2013: Herbsttagung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten.
Die Herbsttagung wurde in Ingolstadt durchgeführt. Petra Karl und Anni Reinmann vertraten uns bei der Herbsttagung und konnten dabei einen Eindruck in die Arbeit des Landesverbands gewinnen.

19. Oktober 2013 (Samstag), ab 18 Uhr: "Lange Nacht der Wissenschaften" in Erlangen, Fürth und Nürnberg.
Die Lange Nacht der Wissenschaften und die Induktionsanlagen: Wie bereits vor zwei Jahren schrieb unser Sprecher Herbert die Veranstalter der "Langen Nacht" an und bat um Information, wo es während der Veranstaltungen Induktionsanlagen gibt, mit denen auch Hörgeräteträger den Vorträgen folgen können. Er erhielt als Antwort, dass erstmals diese Veranstaltungsorte in der Programmbroschüre durch das Induktionssymbol gekennzeichnet sind. Da er diese zunächst nicht finden konnte, fragte er erneut nach und erhielt die Auskunft:
"Wir haben in diesem Jahr erstmalig unsere Programmpartner gebeten, die Verfügbarkeit von Induktionsschleifen anzugeben. Leider wurden wir selbst überrascht, dass es nur sehr wenige Partner gibt, die über diese Technik verfügen. Die entsprechenden Angebote finden Sie in unserem Programmheft auf den Seiten 113 (Tour 803 BMW und MINI Autohaus Fink Erlangen), 126 (Tour 804 Rundfunkmuseum Fürth), 140 (Tour U1 GIB - Bildungsinstitut für Hör- und Sehbehinderte) und 214 (Tour U3 UNI, Interdisziplinäres Centrum für Alternsforschung)."
Diese Auskunft erschien nicht ganz glaubhaft, denn warum sollte ein Autohaus eine Induktionsanlage anbieten? Eine Nachfrage dort ergab: "leider handelt es sich hier um einen Druckfehler... wir haben keine Induktionsanlage". Auch das Rundfunkmuseum in Fürth meldete auf Nachfrage eine Fehlanzeige (womöglich eine Verwechslung mit dem Angebot von Audioguides).
Als zutreffend erwies sich die Information, dass das GIB - Bayerisches Institut zur Kommunikationsförderung für Menschen mit Hörbehinderung in Nürnberg (Fürther Straße 212, Gebäude B 1.1) für Hörbehinderte barrierefrei ist. Das GIB bot Informationen und Vorträge zu Gebärdensprache, Schwerhörigkeit und Taubblindheit an, s. Programm (pdf, 150 KB). Zielgruppe waren dabei Normalhörende.
Unberücksichtigt im Programmheft blieben dagegen die Hörsäle des Klinikums (Ulmenweg 18), von denen wir wissen, dass sie mit Induktionsanlagen ausgestattet und auch vorbildlich ausgeschildert sind. Eine Nachfrage bei der Universität ergab, dass auch Hörsäle im Ernst-Klein-Gebäude (Cauerstr. 11) mit Induktionsanlagen ausgestattet sind. Bei diesen fehlt allerdings bisher die Beschilderung - eine Information im Programmheft der "Langen Nacht" wäre daher äußerst nützlich gewesen.
Eine Nachfrage bei den Organisatoren, warum die Hörsäle unerwähnt blieben (und wie denn die Fragestellung war, die zu den unrichtigen Ergebnissen führte) blieb bisher unbeantwortet.
Die Übersicht über die Induktionsanlagen in Erlangen (pdf, ca, 25 KB) wurde bei der Gelegenheit aktualisiert.

22. Oktober 2013, 19 Uhr: "Ehrenamt. Freiwillig, aber nicht umsonst" im Kultursaal des Museumswinkels, Gebbertstr. 1 (Bau C).
Zu dieser Veranstaltung bekam Herbert eine Einladung, adressiert an die Gruppe. Auch hier haben wir uns per E-Mail an den Veranstalter gewendet mit der Frage, wie es dabei mit der Barrierefreiheit für (lautsprachlich orientierte) Hörbehinderte aussieht.
Man kam überein, den Einsatz unserer FM-Anlage auszuprobieren. Interessant war dabei, ob die (für Hörbehinderte wichtige) Rededisziplin eingehalten würde. Unser Sprecher Herbert berichtet dazu:
"Als ich kam, war die Lautsprecheranlage schon aufgebaut. Ich habe dann das Prinzip der FM-Anlage erklärt und per Kopfhörer zum Test aufgefordert. Der technische Betreuer vor Ort war Tester und hatte dann die Idee: wir bauen unsere Mikrofone ab und hängen den Lautsprecher an einen FM-Emfänger, dann brauchen wir nur noch das Mikrofon der FM-Anlage ...
... und so geschah es auch. Und weil ich glücklicherweise zwei Mikrofone mitgebracht hatte, konnte bei Fragen aus dem Publikum dann auch eins herumgereicht werden, ohne dass das andere erst vom Podium geholt werden musste.
Die Rededisziplin war erfreulich gut. Ich habe lange nicht mehr so viel bei so einer Veranstaltung verstanden wie heute und bin sogar eine Frage losgeworden ohne die sonst übliche Angst zu haben, dass sie schon gestellt wurde."


Die FM-Anlage    Referent Glaser

links: Die FM-Anlage war ausgeschildert
rechts: Referent Glaser mit dem FM-Mikrofon


Die_Podiumsgruppe

Die Podiumsgruppe

23. Oktober 2013: Forum "Behinderte Menschen in Erlangen".
Wir sind Mitglied des "Forums". Herbert vertrat uns und regte dabei an, dass das Forum die Parteien anspricht, bei Wahlkampfveranstaltungen auf Barrierefreiheit nicht nur der Körper-, sondern auch der Sinnesbehinderten (Hörbehinderten) zu achten.

1. November bis 3. November 2013 (Fr bis So): Selbsthilfegruppenleiter-Schulung "Kommunikationsstrategien für die Gruppenarbeit" mit Antje Geiger in Nürnberg, Caritas-Pirckheimer-Haus.
Aus unserer Gruppe war Brigitte Fiedler dabei. Näheres ist dem Bericht auf der Homepage des BayCIV zu entnehmen.

3. November 2013: Landkreistag für die Generation 50plus "Gemeinsam älter werden im Landkreis ERH" in der Realschule Höchstadt (Rothenburger Straße 10) Flyer (pdf, ca. 2,3 MB).
Wir waren mit einem Infostand vertreten, den Anni und Cäcilie betreuten. Letztere berichtet:
"Am Tag der Generation 50+ hatte unsere SHG Gelegenheit, sich bei den Senioren des Landkreises Erlangen-Höchstadt erstmals mit einem Info-Stand bekannt zu machen. Unter dem Motto, "Älter werden ist nichts für Feiglinge" konnten sich Senioren zu einem vielfältigen Angebot informieren, wie sie Ihre Lebens-qualität erhalten oder verbessern können. Bei der vom Landratsamt organisierten Veranstaltung haben Anni Reinmann und ich unseren Stand betreut.
Im Vorfeld der Veranstaltung war es möglich, mobile Induktionsanlagen für die Vortragsräume zu beantragen. Die Organisatoren, in erster Linie die Seniorenbeauftragte des Kreises, Frau Preller, waren aufgeschlossen für meinen Hinweis auf mobile Induktionsanlagen und wie sie zu beschaffen sind. Die Infostände waren im großen Eingangsbereich inklusive Treppenhaus, und in den Gängen im Erd- und im 1. Obergeschoss platziert. Unser Stand befand sich im 1. Obergeschoss, in einem Flur, zwischen WCs und Nebenräumen, der zum Glasgang führt, eine Verbindung zu einem anderen Schulgebäude. Eine Reihe Interessierte informierten sich an unserem Stand zum Thema Schwerhörigkeit und technische Hilfsmittel. Im Vergleich mit anderen Ausstellern, die mit großen Präsentationsplakaten auf sich aufmerksam machten, war unser Stand aber eher unauffällig. Die Verständigung mit unseren Standbesuchern war eine Herausforderung für Anni und mich. Störende Halligkeit in Treppenhaus und Fluren erschwerte die Verständigung mit unseren Standgästen. Die Vorträge in den dafür ausgeschriebenen Räumen wurden nach unserer Einschätzung, dank Vorankündigung der induktiven Nutzungsmöglichkeit, neben Guthörenden auch von Hörgeräte- und CI-Trägern gut besucht. In der Aula jedoch, in der sowohl Begrüßungs- und Abschlussfeier als auch andere Informationen und Sketches vorgetragen wurden, war nur eine Lautsprecheranlage für Guthörende in Betrieb. Für Hörgeräte- und CI-Träger war dieser "Lärm" buchstäblich nicht zu entziffern. Mit anderen Worten: Lautsprecher plus Hörgeräte oder CIs verzerren Sprache und Gesang, sie sind nur für Guthörende hilfreich. Hörgeräte- und CI-Träger sind in Versammlungsräumen auf Induktionsschleifen angewiesen.
Nach mehr als sechs Stunden Einsatz am Stand haben wir uns auf den Nachhauseweg begeben, ich selbst mit summenden Ohren, einem Tinnitus, der tagelang anhielt. Wir sollten bei der Anmeldung einer weiteren Veranstaltung dieser Art mit Hinweis auf die Halligkeit der Räume auf die Notwendigkeit einer Induktionsschleife in der Aula und unter den Standtischen unserer Selbsthilfegruppe hervorheben. Eventuell käme auch eine FM-Anlage in Frage, die gleichzeitig Demonstrationszwecken dienen könnte." Frau Preller, Vorsitzende des Kreis-Seniorenbeirats, hat sich inzwischen für unser Engagement formell bedankt und um eine Rückmeldung aller Aussteller gebeten."

7. November 2013: Gast bei unserem Gruppentreffen: Frau Kuhles, die Behindertenbeauftragte der VHS Erlangen.
Wir hatten ein intensives und für beide Seiten ertragreiches Gespräch mit Frau Kuhles. Wir hoffen, dass die Zusammenarbeit mit der VHS in Erlangen für beide Seiten Früchte tragen wird.


Artikulationstraining    Frau Kuhles

links: Das Gruppentreffen begann wieder mit Artikulationstraining (die Studentinnen benutzten dabei die FM-Anlage mit Kopfhörer)
rechts: Frau Kuhles hatte keine Probleme mit dem FM-Mikrofon

8. November 2013: Das Regionalzentrum für Selbsthilfegruppen in Mittelfranken e.V. wird 30!
Dazu fand im Südpunkt (Pillenreuther Straßl;e 147, 90459 Nürnberg) ein Fachtag (10 bis 13 Uhr) mit Festakt (15 bis 19 Uhr) statt. Aus unserem Teilnehmerkreis war Birgit Schebesta dabei und berichtet:
"Ich habe mich sehr wohl gefühlt - wenn man bedenkt von 9.30 bis 13.00 und dann wieder von 15.00 bis fast 19.00 Uhr, so lange bin ich dort gewesen. Da hat alles gepasst.
Bei Nachfragen wurde sofort geholfen - sprich: bei Beginn der Veranstaltung habe ich nicht immer die einzelnen Reden verstanden - mir wurde versichert, die Induktionsschleife sei gelegt (später habe ich Kabelleitungen gesehen). Der Hausmeister wurde bemüht - auch der versicherte mir, dass eine Hörprobe mit einem Hörgeräteträger stattgefunden habe und für in Ordnung befunden wurde. Wahrscheinlich lag es nur an der Lautstärke – d.h. für mich war es eben zu leise eingestellt – und mit ein paar Handgriffen war alles gelöst. Ich war zufrieden – und die anderen atmeten auf. Sehr freundliche Reaktionen und Zuwendungen von den KISS-Mitarbeiterinnen durfte ich erfahren, ich kannte ja niemanden. Bei den einzelnen Gruppenarbeiten wurde immer auf mich Rücksicht genommen.
Was mich nachhaltig beeindruckt hat: die Vielfalt der Selbsthilfegruppen und die alle unter einen Hut bzw. unter ein "Dach" zu leiten und lenken und vor allem die Gespräche untereinander mit uns als Selbsthilfemitglieder waren für mich eine Bereicherung.
Die ganze Veranstaltung war herzlich und offen. Eigentlich habe ich erst jetzt verstanden wie wichtig KISS ist und was sie alles schon geleistet haben und ich denke es wird keinen Rückschritt geben."

9. November 2013: Erste Seniorenmesse im Landkreis Fürth in der Konferenzhalle der Diakonie (Konferenzstr. 4, 90617 Puschendorf).
Wir wurden gebeten, uns dort an einem Infostand des BayCIV zu beteiligen. Anni Reinmann und Cäcilie Trautner stellten sich dafür zur Verfügung. Frau Trautner berichtet dazu:
"Der Landkreis Fürth hat in der Kongresshalle im Diakonie-Mutterhaus in Puschendorf erstmalig eine Seniorenmesse durchgeführt. Die Lebensqualität der Senioren zu erhalten oder zu verbessern war zentrales Thema dieser Messe. Die Besucher konnten sich über ein umfangreiches Angebot von Dienstleistern, Interessengruppen und Organisationen erfreuen, informieren oder neue Kontakte knüpfen. Bereits um 10 Uhr trafen die ersten Besuchergruppen ein, deren Zahl sich bis abends 17 Uhr auf über 800 summierte.
Anni Reimann und ich hatten Gelegenheit unsere Selbsthilfegruppe bekannt zu machen über Frau Grätz, die den Stand des Bay.CI-Verbandes betreute und an dem wir eine Auswahl unserer Angebote unterbringen konnten.
Auch hier zeigte sich, dass wir in der großen Halle Schwierigkeiten bei der Verständigung mit interessierten Besuchern hatten. Die Durchsagen der Moderatoren und die Aufführungen, die über eine Lautsprecheranlage verstärkt wurden, waren für uns nicht verständlich. Induktionsanlagen für hörgeschädigte Menschen gab es in der gesamten Halle nicht. Ein Organisator und Mitglied des Kreis-Seniorenbeirates konnte auf unseren Hinweis zunächst nicht begreifen, warum Hörgeräte- und CI-Träger lediglich Lärm, aber kein verständliches Wort hören können, wenn im Saal eine Lautsprecher-, aber keine Induktionsanlage in Betrieb ist. Hinweise auf Einrichtungen mit dem Angebot induktiven Hörens in anderen Städten wie Herzogenaurach und Bamberg, sind mit Interesse aufgenommen worden.
Auch bei dieser Veranstaltung wäre aufgrund der Halligkeit eine mobile Induktionsanlage am Stand hilfreich gewesen, darüber hinaus eine begrenzte Standpräsenz von 2-3 Stunden. Die Fürther Seniorenmesse summte noch vier Tage in meinen Ohren."

11. November 2013: "Senioren melden sich zu Wort" im Ratssaal, Rathausplatz, Erlangen.
Es stellte sich heraus, dass zehn Minuten vor Beginn die besten für uns geeigneten Plätze (ab der dritten Reihe) bereits sämtlich belegt waren. Annemarie, Christa und Irmgard fanden nur noch Platz in der ersten Reihe der Stadtratsplätze und waren ohne Induktion. Herbert hatte in der zweiten Reihe immerhin dann guten Induktionsempfang, wenn er seinen Stuhl bis in die Nähe der dritten Reihe zurückschob.
Wir wurden vorab informiert, dass bei der Veranstaltung auch das Thema "Induktionsanlagen" zur Sprache kommen soll. Herbert ergriff dazu das Wort und wünschte Barrierefreiheit für Hörgeräteträger an den Stellen, wo öfters Vorträge stattfinden und die baulich auch keine Hindernisse (wie Stahlbeton) für eine nachträgliche Installation bestehen (wie Saal im E-Werk, Kultursaal im Museumswinkel, Redoutensaal). Er drückte dabei den Wunsch nach einer Realisierung auch abseits des Behördenwegs (Induktionsanlagen nur bei Neueinrichtung oder Sanierung) aus, da man sonst fast bis Sankt Nimmerlein warten müsste.
Die Erlanger Nachrichten berichteten am 13. 11. über die Veranstaltung und erwähnten auch die Wünsche zu mehr Induktion Artikel-Auszug (pdf). Wir hoffen, dass bis zum 11. 11. 2014 bei der nächsten Veranstaltung "Senioren melden sich zu Wort" schon erste Erfolge in dieser Hinsicht zu vermelden sind.


Frau Steeger    Christa_und_Irmgard

links: Die Veranstaltung wurde von Frau Steeger (Vorsitzende des Seniorenbeirats) geleitet
rechts: In der ersten Reihe (aber ohne Induktion): Christa und Irmgard

29. November 2013, 15 Uhr: "Einstimmung in den Advent" im Redoutensaal. Einladung (pdf, ca. 50 KB)
Die Selbsthilfegruppe erhielt eine Einladung der SPD zur "Einstimmung in den Advent", und die Teilnehmer an der Veranstaltung "Senioren melden sich zu Wort" wurden von der Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Frau Steeger, auch persönlich eingeladen. Zur besseren Kommunikation kam die FM-Anlage zum Einsatz (die Lautsprecheranlage lief über sie) und sorgte für gutes Verstehen für alle. Besonders erfreut waren die Teilnehmer aus unserer Gruppe, dass auch im Rahmenprogramm Zauberer "Carlos" (Karlheinz Zündt) mit dem FM-Mikrofon arbeitete, so dass es keine "Informationslücke" zwischendurch gab. Danke für die Einladung und besonders für den Einsatz des Technikers, der für eine problemlose Kommunikation sorgte!


Reservierung    Teilnehmer der Gruppe

links: Für die Teilnehmer der Gruppe waren Plätze reserviert
rechts: Teilnehmer der Gruppe am adventlich dekorierten Tisch


Wolfgang Vogel    Zauberer Carlos

links: Wolfgang Vogel führte (via FM-Mikrofon) durch die Veranstaltung
rechts: Auch Zauberer "Carlos" war mit einem FM-Mikrofon ausgerüstet

30. November 2013, 15 Uhr: Führung durch die Ausstellung "Tutanchamun - sein Grab und seine Schätze" in Nürnberg, Fürther Straße 205 (ehemaliges Quelle-Gelände)
Die Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff organisierte die hörbehindertengerechte Führung durch die Ausstellung. Petra und Herbert waren als Teilnehmer unserer Gruppe dabei (und die von Erlangen betreute FM-Anlage).
Petra meinte dazu: "Ich fand die Führung unglaublich interessant, erschöpfend, aber im positiven Sinn. Wirklich, ich war begeistert." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer dass der Führer anschaulich und lebendig in die ihm bestens vertraute Materie einführte und dabei auch die Belange Hörgeschädigter wie gutes Mundbild und Rücksichtnahme erfüllte. Darüber hinaus stellte er sich geduldig den Fragen aus der Gruppe, so dass die eigentlich vorgesehene Zeit von zwei Stunden um einiges überzogen wurde.


Fuehrer_mit_Publikum    Fuehrungspause

links: Der Führer und Teilnehmer der Gruppe
rechts: Gegen Ende der Führung war man über eine Pausengelegenheit froh

5. Dezember 2013: Ehrenamtstag der Stadt Erlangen im Markgrafentheater.
Da der Ehrenamtstag dieses Jahr mit unserem Gruppentreffen zusammenfiel, vertrat nur Herbert Hirschfelder dort unsere Gruppe. Durch gezielte Nachfrage war diesmal sichergestellt, dass die Induktionsanlage funktionierte. Es waren Plätze in der vierten Reihe reserviert, so dass auch das Absehen bei den RednerInnen möglich war. Unangenehm fiel auf, dass im Theater immer noch kein Hinweis auf die Induktionsanlage zu sehen war - andere Hörbehinderte blieben also im Dunkeln darüber, was ihnen das Theater bei der Kommunikation zu bieten hat.


Renate Gregor    OB Balleis

links: Sowohl die Ehrenamtsbeauftragte Renate Gregor war diesmal über die Induktion gut verständlich ...
rechts: ... als auch Oberbürgermeister Balleis (so man wusste, dass es im Parkett Induktions-Empfang gab)

6. Dezember 2013: Wir können Schwerhörigkeit in der Krankenpflegeschule in Erlangen vorstellen.
Durch Kontakt von Brigitte Fiedler mit Eileen Meier (einer Lehrkraft an der Krankenpflegeschule) konnten Cäcilie, Herbert und Petra sich bzw. die Probleme Schwerhöriger bei der Krankenpflegeschule im Rahmen des Unterrichts zu "Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen begleiten" vorstellen.
Herbert berichtet dazu: "Unsere TeilnehmerInnen informierten zunächst über ihre Hörbiographie. Wir hatten die FM-Anlage dabei, die von den SchülerInnen diszipliniert genutzt wurde, wenn sie Fragen an uns richteten. Die Fragen bezogen sich nicht nur auf den Pflegebereich, sondern auch nach persönlichen Erfahrungen in bestimmten Situationen (Wie fühlten sie sich, als Sie nicht mehr so gut hören konnten? Welche Unterstützung hatten Sie durch die Familie? Welche Berufe sind für Hörgeschädigte geeignet? o.ä). Gerne werden wir uns wieder an einer Wiederholung im nächsten Jahr beteiligen."

2014

2. Januar 2014: Überreichung des Ehrenbriefs für ehrenamtliches Engagement der Stadt Erlangen an Christa Braun und Irmgard Kühne durch OB Dr. Balleis angekündigt.
Bei unserem Gruppentreffen konnte Sprecher Herbert die anstehende Ehrung an unsere langjährigen Team-Mitglieder verkünden. Zur Vorgeschichte: Bereits im November 2012 hatte er bei einem zufälligen Treffen mit Frau Dr. Preuß eine Ehrung für das langjähriges Engagement von Christa und Irmgard in der Selbsthilfegruppe angeregt. Frau Dr. Preuß schrieb Ende 2013 an ihn: "? wurde der Ehrenbrief für Frau Braun und Frau Kühne einstimmig beschlossen. Nun wäre es schön, wenn Sie mir einen geeigneten Termin für die Übergabe nennen würden, da wir die Feierlichkeit gern mit einer Aktivität der Geehrten verbinden. Ich freue mich sehr und werde, wenn es irgend geht, dabei sein, ...")

2. Januar 2014: Sankt Sebald mit Induktionsschleife ausgestattet.
Irmgard Kühne berichtete bei unserem ersten Gruppentreffen 2014, dass die katholische Kirche Sankt Sebald (Egerlandstraße 22, 91058 Erlangen) nun mit einer Induktionsschleife ausgestattet ist, die gut funktioniert.
Diese erfreuliche Information erreichte uns eher zufällig. Irmgard wurde beim Besuch eines ökumenischen Gottesdienst darauf aufmerksam, als sie ihre Hörgeräte probeweise auf Induktion stellte. Unbekannt ist zunächst, ob die Induktion im gesamten Kirchenraum zu empfangen ist, oder nur teilweise. Eine Ausschilderung war nicht zu sehen - die steuern wir gerne bei! (Entwurf)
Die von uns geführte Übersicht über die Induktionsanlagen in Erlangen (pdf, ca, 25 KB) wurde bei der Gelegenheit aktualisiert.

7. Januar 2014: Die Eröffnung der Erlanger Filiale von GEERS Hörgeräte ist Anlass, das Verzeichnis der Erlanger Hörgeräteakustiker zu überarbeiten.
Bei der Gelegenheit wurden etliche Internet-Adressen ergänzt, über die man die Öffnungszeiten erfahren kann. - Nicht mehr enthalten ist die Filiale von KIND in der Friedrichstraße, die seit Ende 2013 geschlossen ist.

12. Januar 2014: Führung für Gehörlose (mit FM-Anlage) durch die Ausstellung "Forever Young. Über den Mythos der Jugend" in der Kunsthalle Nürnberg (Lorenzer Straße 32).
Die Führerin Latifa Habib hatte sich freundlicherweise wieder bereiterklärt, das Mikrofon unserer FM-Anlage zu benutzen. Bei dieser Ausstellung wurden acht Empfänger der FM-Anlage genutzt - soviel wie noch nie zuvor. Gerne beteiligen wir uns auch in Zukunft bei den Führungen!

21. Januar 2014 (Pacellihaus, Sieboldstraße 3, Großer Saal): Diskussions-/Dialog-Nachmittag zum Thema "Älter werden in Erlangen - Gemeinsam gestalten".
Thema: demographischer Wandel in Erlangen, Aufgaben für die Kommune; Veranstalter war die SPD Erlangen.
Von uns waren Christa, Irmgard und die FM-Anlage dabei. Die SPD hatte dabei die Idee, die FM-Anlage bekannter zu machen, aufgegriffen. In der Einladung heißt es: "Für Schwerhörige ist eine FM-Anlage im Einsatz. Bitte geben Sie uns bis zum 17.01.2014 Bescheid, wenn Sie einen Kopfhörer oder eine Teleschlinge für induktives Hören über ihr Hörgerät benötigen." Darüber hinaus war das Angebot zur Nutzung der FM-Anlage im Eingangsbereich des Saals vorzüglich ausgeschildert, um ggf. Interessenten auch außerhalb der Gruppe aufmerksam zu machen.

4. Februar 2014: Eröffnung der Ausstellung "Plötzlich gestorben - NS-Rassenhygiene 1933-45" mit einem Vortrag von Dr. Swantje Köbsell "Geschichte und Aktualität eugenischen Denkens."
Ausstellung und alle Veranstaltungen (Eröffnung und Beiprogramm) finden im Lesesaal des Stadtarchivs, Luitpoldstr. 47, statt. Für Hörgeschädigte ist eine FM-Anlage mit Teleschlingern und Kopfhörern vorhanden.
Information zur Ausstellung: "Während des Nationalsozialismus wurden hunderttausende Menschen aufgrund von Behinderung, Krankheit aber auch sozialer Auffälligkeit ermordet oder zwangsweise sterilisiert. Traurige Berühmtheit erlangte in diesem Zusammenhang die ?Aktion T4?, bei der zwischen 1940 und 1941 ca. 70.000 Menschen vergast wurden. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den ideologischen Hintergründen, den Verbrechen der Nazis sowie der speziellen Situation in Erlangen, aber auch mit den Folgen für die Betroffenen und die TäterInnen." (Beschreibung mit Begleitprogramm, pdf)
Begleitprogramm der Ausstellung:
11. Februar 2014 (Dienstag), 19:30 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Heiner Bielefeldt "Die Zuschreibung 'unwerten Lebens' ? eine bleibende Versuchung"
25. Februar 2014 (Dienstag), 19:30 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A., ?"Euthanasie' als 'guter Tod'? Zur Geschichte und Ethik der Sterbehilfe-Debatten"
5. März 2014 (Mittwoch), 19:30 Uhr: Vortrag von Philipp Rauh "Ist mein Bruder in der Anstalt noch seines Lebens sicher? Oder bekommt er eines Tages 'Lungenentzündung'? ? Die Angehörigen von Opfern der 'Aktion T4'"
12. März 2014 (Mittwoch), 19:30 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Karl-Heinz Leven "NS-Eugenik ? historische und aktuelle Perspektiven"
18. März 2014 (Dienstag), 19:30 Uhr: Vortrag von Dr. Hans-Ludwig Siemen "Psychiatrie in Erlangen im Nationalsozialismus"
am 24. Februar 2014 (Montag), 12:30 Uhr: wird eine Führung durch die Ausstellung angeboten. Weitere Führungen: Sonntag, 2. und 16. März, 11 Uhr (die Ausstellung ist an diesen beiden Tagen im Anschluss noch bis 16:00 Uhr geöffnet), sowie Donnerstag, 20. März um 18:00 Uhr.
Die Ausstellung läuft bis zum 28. März und kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Stadtarchivs besucht werden.

6. Februar 2014: Bei unserem Gruppentreffen hatten wir Werner Hagedorn, den kommisarischen stellvertretenden Schriftführer des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten, zu Gast.
Werner Hagedorn wird im April als Kandidat für das Amt des 1. Vorsitzenden im Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten e.V. kandidieren. Er stellte sich und das Netzwerk Hörbehinderte Bayern (NHB) vor. Gerne beantwortete er auch Fragen rund um Hörbehinderung. Wir konnten ihn als jemand erleben, der sich engagiert für die Belange Hörbehinderter einsetzt.

7. Februar 2014 (Dreycedern): Fragen an die OB-Kandidaten zu seniorenpolitischen Themen.
Folgende Themenbereiche werden zur Diskussion stehen: Seniorenfreundliches Erlangen, Inklusion, Willkommenskultur, Sicherheitsempfinden, Kulturelle Teilhabe, Wohnraum und Wohnformen, Ehrenamt/Nachbarschaftshilfe/Wohlfahrtsverbände.
Wir und die FM-Anlage waren bei dieser Veranstaltung des Seniorenbeirats der Stadt Erlangen dabei. Die Induktion funktionierte gut (dank der Unterstützung durch den technisch versierten Dominik Hertel).
OB Balleis führte sich zum Thema Inklusion ein mit (u.a.) eine Induktionsanlage gibt es nicht nur im Großen Ratssaal, sondern bald auch im kleinen Ratssaal ... und man achte natürlich darauf, dass Veranstaltungen möglichst in solchen Räumen durchgeführt werden, die für Hörbehinderte barrierefrei sind.
Als Fragen gestellt werden konnten, meldete sich unser Gruppensprecher Herbert und sprach OB Balleis auf sein einführendes Statement zu Induktionsanlagen an. Er bedankte sich dafür, dass nun auch der kleine Ratssaal für Hörbehinderte barrierefrei wird und fragte, welche städtischen Veranstaltungsorte denn sonst noch so ausgestattet sind. Die Antwort von OB Balleis gab keine Information dazu; Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Preuß brachte dann die VHS ins Gespräch, der Große Saal dort ist bekanntlich "induziert" (das ist aber viel zu wenig bekannt). Es bleibt zu hoffen, dass durch die Frage jemand "hellhörig" geworden ist ...

10. Februar 2014: Gespräch bei Herrn Grützner, dem Behindertenbauftragten der Stadt, wegen eines Flyers zu "Induktiv Hören in Erlangen"
Beim Gespräch waren aus unserer Gruppe Anni, Cäcilie und Herbert dabei, ebenso Marciel Riemann von der Agentur "zuhoeren", die die Gestaltung des Flyers übernahm. Recht rasch kam es dann zu einem ersten Entwurf (pdf, ca. 1,5 MB), der ganz ansprechend ausschaut.

19. Februar 2014: Forum "Behinderte Menschen in Erlangen".
Wir sind Mitglied des "Forums". Bei diesem Treffen war von uns Herbert dabei.
Es waren zwei externe Gäste dabei:
- von der Gewobau wurde über barrierefreies Wohnen referiert. Dabei wurde angeregt, die Wohnungen auch für hörbehinderte Mieter barrierefrei zu machen, indem auch optische Rauchmelder zur Verfügung gestellt werden, wenn diese (bis 2017) installiert werden.
- Die neue Behindertenbeauftragte des Bezirks Mittelfranken, Frau Amely Weiß, stellte sich vor. Auf Nachfrage informierte sie: Der Sitzungssaal des Bezirks in Ansbach ist induktiv ausgestattet (er würde auch zu Veranstaltungen für Hörbehinderte zur Verfügung gestellt) ...


Amely Weiss

Die neue Behindertenbeauftragte des Bezirks Mittelfranken, Frau Amely Weiß, hatte kein Problem mit dem Mikrofon unserer FM-Anlage.

20. Februar 2014: Renate Schmidt, Dietmar Hahlweg und Florian Janik sprachen im Redoutensaal zum Thema "Auf Erfahrungen bauen. Die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten".
Von uns waren Christa, Herbert und die FM-Anlage dabei. Bei der Veranstaltung wurde wieder auf die FM-Anlage hingewiesen und FM-Empfänger zur Benutzung bereitgelegt.

21. Februar 2014: Test der neuen Induktionsanlage im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses, Rathausplatz 1.
Von uns waren Cäcilie, Irmgard und Herbert dabei und testeten. Die Induktionsanlage ist dort etwas ungewohnt eingerichtet worden: über den Saal hinweg sind 4 Mikrofone in der Decke eingelassen, so dass jeder Sprecher induktiv gehört wird, ohne dass ein Mikrofon den Sprecher wechseln muss. Nachteil: beim induktiven Hören hallt es - wahrscheinlich wegen der Raumakustik (womöglich aber auch, weil die Mikrofone zu empfindlich eingestellt sind?). Man wird versuchen, den Halleffekt durch Schalldämpfung im Raum auszublenden. Als Workaround wurde die Lautstärke der Induktion etwas zurückgenommen - das minderte den Hall, aber auch die Induktion.
Bei einer Sitzung des Seniorenbeirats im März im Kleinen Sitzungssaal nahm Irmgard teilund hatte trotz der Induktionsanlage massive Hörprobleme - nicht nur wegen des Halls, sondern (vor allem) dadurch, dass Nebengeräusche wie Papierrascheln, Stift aurf den Tisch legen, ... ungehemmt mit übertragen wurden. Das Problem ließ sich während der Sitzung nicht lösen.

26. Februar 2014: Besprechung zur Nachrüstung städtischer Räume mit Induktionsanlagen.
Bei der Besprechung mit dem Gebäudemanagement war unser Gruppensprecher Herbert dabei. Es ging um die Art der Nachrüstung in diversen öffentlichen Räumen der Stadt (Ladeshalle [soll schrittweise bis 2017 saniert werden], Redoutensaal, E-Werk, Kultursaal im Museumswinkel) und die Schätzung der Kosten dazu, damit entsprechende Anträge im Mai für den Haushalt 2015 gestellt werden können. Es wird sich also erst im Mai herausstellen, welche Projekte nächstes Jahr angegangen werden können.
Von unserer Seite wurden auch noch der Saal von Dreycedern und die Aussegnungshalle im Zentralfriedhof als weitere mögliche Nachrüstungen genannt.

26. Februar 2014: Treffen mit Pfr. Gunsenheimer wegen einer Induktionsanlage in der Thomaskirche, Marienbader Str. 11 (Eingang: Liegnitzer Str.).
Gruppensprecher Herbert eilte von der Besprechung mit dem Gebäudemanagement zu diesem Treffen in die Südstadt. Die Thomaskirche ist seit längerem im Induktionsführer des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen aufgeführt. Nun ist mit der Sanierung der Lautsprecheranlage auch an die Reaktivierung der Induktionsschleife gedacht. Eine solche ließ sich durch Messungen im Kirchenraum aber nicht finden. Des Rätsels Lösung, warum die Kirche im Induktionsführer aufgeführt ist: in der vorletzten Bank der Mittelreihe kommt ein Kabel aus dem Erdboden, das zu einem Draht mit Anschlussbuchsen führt. Diese wurden zur Zeit der Einweihung der Kirche (1969) zum Anschluss für Kopfhörer genutzt, bei denen die Lautstärke regelbar ist ("Vielhöreranlage"). Im Rahmen der kommenden Sanierung wird nun nicht die Vielhöreranlage saniert (die eher in ein technisches Museum als in eine heutige Kirche gehört), sondern eine Induktionsschleife um den ganzen Kirchenraum gelegt. Wir sind natürlich an einem Test der neuen Anlage interessiert und hoffen, bis Ostern dazu Gelegenheit zu haben.

6. März 2014: Überreichung des Ehrenbriefs für ehrenamtliches Engagement der Stadt Erlangen an Christa Braun und Irmgard Kühne durch OB Dr. Balleis.
Die Ehrung an unsere langjährigen Team-Mitglieder zeigte, dass der Einsatz für die oft übersehene (weil körperlich nicht auffällige) Gruppe der lautsprachlich orientierten Hörgeschädigten ernst genommen und gewürdigt wird. Christa Braun hat die Gründung der Selbsthilfegruppe mit initiiert. Sie und Irmgard Kühne haben sich seit 2000 für die Gruppe eingesetzt. Mittlerweile haben sie die Leitung der Selbsthilfegruppe (deren Teilnehmer nicht nur aus Erlangen, sondern auch aus dem Landkreis kommen) in jüngere Hände gelegt.
Es war nicht nur OB Dr. Balleis anwesend, sondern auch weitere kommunale und kirchliche Beauftragte (Ladies first): Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Preuß; Landes- und Bundes-Synodale Frau Dr. Preidel; Pfarrein Frau Kaffenberger (als Vertretung für den im Urlaub befindlichen Dekan Huschke); Frau Gregor (Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Erlangen); Herr Vierheilig (Leiter des Sozialamtes); Herr Grützner (Behindertenbeauftragter der Stadt Erlangen); Pfr. Hörndlein von der Schwerhörigenseelsorge der Ev.-Luth. Kirche Bayerns. Frau Dr. Preuß beteiligte sich intensiv am nachfolgenden Gruppengespräch und ermutigte uns, sich bei Problemen zu rühren. Frau Dr. Preidel bot an, dass bei der Raumsuche evtl. die Eltersdorfer Gemeinde eine Möglichkeit zu den weiteren Gruppentreffen zur Verfügung stellen könnte. Frau Kaffenberger äußerte sich zum Wunsch, dass beim Umbau des Gemeindehauses am Bohlenplatz auch Räume mit Induktionsanlagen eingebaut werden könnten. Frau Dr. Preuß und Herr Grützner sprachen auch an, dass die von der Gemeindeordnung vorgesehenen Bürgerversammlungen allgemein (und damit auch für Schwerhörige) barrierefrei zugänglich sein sollten. So ergab sich ein Gesprächsabend über den eigentlichen Anlass hinaus.
Gleichzeitig konnte die Schwerhörigen-Selbsthilfegruppe den neu erstellten Flyer "Induktiv Hören in Erlangen" vorstellen, der von ihr in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Grützner, und der Agentur "zuhoeren" erarbeitet wurde. Ziel des Flyers ist, dass damit mehr Hörbehinderte und auch Hörgeräteakustiker in Erlangen für dieses Thema sensibilisiert werden. Induktives Hören ermöglicht eine störungsfreie Verständigung unabhängig von der Entfernung, sofern die Hörhilfen entsprechend ausgerüstet bzw. aktiviert sind ? eine große Erleichterung für Schwerhörige bei öffentlichen Veranstaltungen in größerem Rahmen, die aber noch zu wenig bekannt ist. Als Einrichtungen, die diese Möglichkeit anbieten, sind Hörsäle der Universität und der VHS genannt, ebenso etliche Kirchen; im städtischen Bereich gibt es u.a. Einrichtungen wie den Ratssaal im Rathaus oder das Markgrafentheater (im Parkett). Oft frequentierte Säle wie z.B. der Redoutensaal oder die Ladeshalle sind bisher aber noch nicht entsprechend ausgerüstet. Damit steht für Erlangen nun auch eine Übersicht der Induktionsanlagen zur Verfügung, wie es für Bamberg (pdf, 400 KB) schon länger und für Nürnberg (pdf, ca. 500 KB) seit Oktober 2013 gibt.

8. März 2014: Führung für Schwerhörige (mit FM-Anlage) im Opernhaus Nürnberg (Richard-Wagner-Platz).
Die Führung wurde von der Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff organisiert; Gäste aus anderen Gruppen waren gerne gesehen. Von unserer Gruppe waren Petra, Herbert und die FM-Anlage dabei. Da zwei Gruppen gleichzeitig geführt wurden, mussten die FM-Mikrofone auf verschiedene Kanäle geschaltet werden (was dank eines Technikers des Opernhauses gelang). Für ähnliche Führungen merkten wir uns: einen kleinen Schraubenzieher (oder wenigstens ein Schweizer Taschenmesser) mitbringen ...
Bei der Führung wurden wir hinter die Kulissen des Opernhauses geführt - nicht nur hinter die Bühne, sondern auch in die Garderoben, die Perückenmacherei, die Garderobe mit ihren vielen Kostümen, die Schneiderei, ... Als Außenstehender hat man keine richtige Vorstellung davon, was im Hintergrund des Opernbetriebs alles mithilft, und das wurde uns bei der Gelegenheit bewusst gemacht.

11. März 2014: Wir konnten Schwerhörigkeit in der Krankenpflegeschule in Erlangen vorstellen.
Wie schon am 6. Dezember 2013 konnten wir uns bzw. die Probleme Schwerhöriger bei der Krankenpflegeschule im Rahmen des Unterrichts zu "Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen begleiten" vorstellen.
Petra Karl schrieb dazu: "Diesmal erzählten Brigitte, Petra und Herbert von ihrer Hörbiographie bzw. ihren persönlichen Erfahrungen mit der Hörbehinderung. Rasch entwickelte sich ein reger Austausch zwischen den Schülern und uns Vetretern der Schwerhörigengruppe. Leider reichte die Zeit nicht aus, alle Aspekte der Hörbehinderung auszuleuchten ... aber Grundsätzliches im Umgang mit Schwerhörigen Menschen konnte aus unserer Sicht übermittelt werden. Wir empfanden den Nachmittag als sehr positiv. Gerne kommen wir wieder zu einem weiteren Besuch!"

26. März 2014: FM-Anlage im Einsatz bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen.
Bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen kam wieder die von unserer Gruppe betreute FM-Anlage zum Einsatz und erleichterte es den Hörbehinderten, der Versammlung folgen zu können.

5. April 2014: Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten in München.
Versammlungsort war (wie 2013) wieder der Raum der LAG-Selbsthilfe Bayern in München, Orleansplatz 3.
Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband. Petra und Herbert vertraten uns.
Bei den Neuwahlen gab es etliche Veränderungen. Herr Hartmann kandidierte nicht mehr für das Amt des 1. Vors. Als Nachfolger bewarben sich Werner Hagedorn (DSB-Ortsverein München) und Anna Krott (Gilchinger Ohrmuschel). Die Abstimmung ging deutlich zugunsten von Werner Hagedorn aus (12:2).
Für die weiteren Vorstandsposten gab es jeweils nur eine/n Bewerber/in. Ohne Gegenstimme wurden gewählt: 2. Vors.: Gundi Kurzmann-Schiller; 1. Kassierer: Friedrich Rauhut (DSB-Ortsverein Nürnberg); stellv. Kassierer: Herbert Egert (DSB-Ortsverein München); 1. Schriftführerin: Patricia Meindl (DSB-Ortsverein München); stellv. Schriftführer: Herbert Hirschfelder (aus unserer Gruppe).
Eine neue Satzung wurde ohne Gegenstimmen angenommen und wird nach der Genehmigung durch das Registergericht in Kraft treten.
Die Herbstversammlung des Landesverbandes wird voraussichtlich am 25. Oktober vom DSB-Ortsverein Nürnberg organisiert.

25. April 2014: Einladung an Behinderte beim Nürnberger Frühlingsfest Einladung (pdf)
Der Süddeutsche Schaustellerverband ludt auch 2014 wieder Behinderte zu einem kostenlosen Besuch der Fahrgeschäfte und Belustigungen des Nürnberger Frühlingsfestes ein. Die anderen teilnehmenden Beitriebe bieten stark reduzierte Angebote. Das Wetter war traumhaft, und viele Behinderte bevölkerten den Volksfestplatz.
Unser Sprecher Herbert schrieb dazu an den Schaustellerverband: "Ich habe den SB-Ausweis mitgenommen, aber keiner fragte danach. Ich bin froh über die unbürokratische Abwicklung, denn sonst hätte die Eingangskontrolle wohl länger gedauert als der Beginn des Termins für die Behinderten als "geladene Gäste". Ich möchte mich dafür bedanken und hoffe, dass nächstes Jahr eine Wiederholung möglich ist, denn ich habe die Gelegenheit zum Besuch des Frühlingsfestes gerne genutzt!"
(der es begrüßen würde, sollte Ähnliches auch bei der Erlanger Berchkärwa möglich sein).

27. April 2014: Führung (mit FM-Anlage) durch die Ausstellung "Johannes Kahrs. Tropical Nights" in der Kunsthalle Nürnberg (Lorenzer Straße 32).
Die Führerin Latifa Habib hatte sich freundlicherweise wieder bereiterklärt, unsere FM-Anlage zu benutzen, so dass die Führung wieder für uns barrierefrei war.


Eintrittskarte Gehoerlosenfuehrung

Auf der Eintrittskarte stand: "Gehörlosenführung"

29. April 2014: Stadt(teil)führung in Nürnberg (mit FM-Anlage) im Rahmen der "Woche der Kommunikation - Selbstbewusst barrierefrei kommunizieren" des Netzwerk Hörbehinderte Bayern (NHB) . Veranstaltungsübersicht (pdf, ca. 500 KB)
Die Aktion wurde sowohl durch die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern als auch durch die Katholische Hörgeschädigtenseelsorge Nürnberg unterstützt.
Die Stadt(-teil) Führung wurde von Frau Vogel von "Geschichte für alle" kompetent und gut verständlich durchgeführt. Sie begann beim Minnesänger-Brunnen in der Rosenau und sollte bis zur Kleinweidenmühle - Deutschherrnwiese führen, aber der an dieser Stelle einsetzende Regen machte einen Strich durch das Programm. Wer wollte, konnte sich danach im "Palazzo Prozzi" noch zu einem gemütliches Beisammensein niederlassen.

1. Mai 2014: Wir konnten leider NICHT bei der Rädli-Station des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen dabei sein.
Die Beratungsstelle des ZSL Erlangen (Luitpoldstr. 42) ist seit Jahren Anlaufstelle bei der Erlanger "Rädli", die immer am 1. Mai stattfindet. Geplant war von uns heuer eine Demonstration "Wie hören Schwerhörige" (über Laptop und Kopfhörer) und die FM-Anlage als Demonstration eines Hilfsmittels für Hörgeräteträger. Vom Termin her wäre das auch eine Veranstaltung zur "Woche der Kommunikation - Selbstbewusst barrierefrei kommunizieren" gewesen, die in Bayern vom 30. April bis 5. Mai läuft, organisiert vom Netzwerk Hörbehinderte Bayern (NHB).
Da das ZSL seit Mitte April (bis ca. Oktber) umgebaut wird, kann es sich dieses Jahr bei der Rädli nicht beteiligen. Voraussichtlich ist das ZSL (und wir) 2015 wieder dabei ...
... aber die gute Nachricht für uns ist: beim Umbau wird auch auf Induktion für lautsprachorientierte Hörbehinderte geachtet. Darauf freuen wir uns schon!
Informationen zur Erlanger "Rädli" sind hier zu finden.

9. Mai 2014: Tag der Offenen Tür im GIB, Bayerisches Institut zur Kommunikationsförderung für Menschen mit Hörbehinderung (ehemals Gehörlosen-Institut Bayern) (Fürther Straße 212, Gebäude B1.1, Nürnberg) Flyer (pdf, ca. 400 KB)
Unser Sprecher Herbert nutzte die Möglichkeit, sich über das Angebot des GIB zu informieren. Neu im Angebot ist z.B. die Ausbildung zur Audioberatung; sie wird im Herbst mit den Modulen 4 und 5 (Referent: Jochen Müller) fortgesetzt. (Flyer Audioberatung - pdf, Stand Februar 2014).
Bei dieser Gelegenheit konnte Herbert auch Kontakte knüpfen bzw. unsere SHG bekannt machen.

17. Mai 2014: Informationsveranstaltung "Sprache verstehen, Musik genießen - Freude am Hören mit Cochlea-Implantat und Hörgerät" im Bistumshaus St. Otto, Heinrichdamm 32, 96047 Bamberg (Flyer - pdf, ca. 850 KB)
Das Angebot des Bayerischen Cochlea-Implantat-Verband (BayCIV) wandte sich an alle Interessierten. Workshops u.a.: Sprachverstehen im Bereich der Musik (Erika Bogár-Sendelbach und Dr. Heike Kühn); Gebärden (LBG) mit Herz und Seele (Reiner Hofmann); ...
Die Vorträge wurden barrierefrei durch Gebärdensprachdolmetscher und Schriftmittler übersetzt. Im Vortragssaal war eine Induktionsschleife vorhanden, bei den Workshops standen FM-Empfänger zur Verfügung.
Mehrere Teilnehmer aus unserer Gruppe waren dabei. Anni schrieb dazu:
"Ich fand den CI-Tag sehr gut organisiert, alles war sehr übersichtlich angeschrieben. Jeder, der sich zu einen Workshop angemeldet hatte, bekam extra ein Kärtchen mit seinen Namen, den jeweiligen Workshop, Uhrzeit und der Raumnummer. Das heißt, jeder wusste wann und wo er sein sollte. Das Bistumshaus ist ja sehr groß, somit war viel Platz für sämtliche Veranstaltungen. Auch zum Mittagessen war sehr viel Platz zum Sitzen (beim letzten Mal, ich glaube es war in München, konnten wir beim Essen nur stehen, und es war ein furchtbares Gedränge am Büffet) und es gab genügend Kaffee und deftige und süße Häppchen. Leider sind die Vorträge immer gleichzeitig mit den Arbeitsgruppen, so dass man nicht überall dabei sein kann. Aber sonst würde ja ein Tag nicht reichen.
Die Mitgliederversammlung des BayCIV ging auch sehr schnell, es war ja vorher alles schon intern bei der Vorstandschaft abgesprochen. Wir mussten nur noch per Handzeichen dafür oder dagegen stimmen. Johannes Sauer hatte die Stimme von Irmgard per schriftliche Genehmigung abgeben dürfen, da Irmgard mit Christa, Petra und Birgit gleich nach den Veranstaltungen heimfuhren. Erst danach begann ja die Versammlung. Das alles wird ja dann wohl in der neuen Ausgabe der Schnecke zu lesen sein."

21. Mai 2014: Eröffnung der Ausstellung "Selbsthilfe zeigt Gesicht - Fotografien und Texte" im Vorlesungssaal S18 (Eingang Roonstraße 27) der Evangelischen Hochschule Nürnberg (Flyer - pdf, ca. 110 KB)
Auszug aus dem Flyer:
"Die Ausstellung informiert über: Die Bedeutung von Selbsthilfe, Selbsthilfekontaktstellen und selbsthilfeaktive Menschen.
Selbsthilfegruppen entstehen, weil sie wichtigen Bedürfnissen von Menschen gerecht werden, die mit Krankheiten oder anderen herausfordernden Lebenssituationen konfrontiert sind: dem Bedürfnis nach Kontakt, Austausch, Rückhalt und Entlastung sowie dem Bedürfnis nach umfassender Information, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe. Allein in Mittelfranken gibt es zurzeit ca. 900 Selbsthilfegruppen.
Die Ausstellung hat das Ziel, in der Öffentlichkeit ein breiteres Bewusstsein über die Bedeutung der Selbsthilfe zu schaffen. Neben Sachinformationen machen exemplarisch ausgewählte Präsentationen von Selbsthilfeaktiven Mut, sich mit der eigenen Lebenssituation auseinanderzusetzen und Bewältigungsmöglichkeiten zu suchen."
Wir sind Mitglied bei KISS - Regionalzentrum für Selbsthilfegruppen Mittelfranken e.V., durch die diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit Studentinnen der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Fakultät Sozialwissenschaften zustande kam.
Birgit und Herbert waren bei der Eröffnung der Ausstellung. Da bei der Einladung nicht nach Wünschen nach speziellen Hilfsmitteln gefragt wurde, konnte man eigentlich davon ausgehen, dass sie auch für Hörbehinderte barrierefrei sein sollte. Dem war aber nicht so ... Nach der Veranstaltung hatte Herbert Gelegenheit, kurz mit dem Präsidenten der Evangelischen Hochschule Nürnberg (Prof. Puch) das Thema der fehlenden Barrierefreiheit für Hörbehindert anzusprechen. Als dieser "barrierefrei" hörte, brachte er erst einmal die Kosten ins Gespräch. Darauf wurde ihm erklärt, dass eine Ausrüstung mit einer Induktionsanlage etwa 2.000 bis 3.000 EUR möglich sein würde, falls man die Induktionsschleife ohne große Umstände (z.B. um die Wände herum) legen kann, und ob er das als teuer ansehen würde (Antwort "Nein").
In Absprache mit dem Sprecherinnen-Team erhielt Herr Prof. Puch am folgenden Tag eine E-Mail mit Informationen zum induktiven Hören (und Kontaktdaten dazu). Nun sind wir gespannt, ob sich da etwas rühren wird ... denn im Induktionsführer für Nürnberg sind bislang keine Hochschuleinrichtungen aufgeführt, die Evangelische Fachhochschule könnte da Vorreiter werden.

25. bis 30. Mai 2014: Schwerhörigengerechte Freizeit im Labenbachhof (bei Ruhpolding) Ausschreibung und Anmeldeformular (pdf, ca. 1,7 MB)
Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern bot nach 2010 (in Passug, Schweiz) und 2012 (in Herrnhut) auch 2014 wieder eine Freizeit für Schwerhörige an. Das bei Ruhpolding in reizvoller Landschaft gelegene Freizeit- und Tagungszentrum Labenbachhof ermöglicht für Schwerhörige barrierefreie Veranstaltungen, denn in drei Räumen stehen induktive Höranlagen zur Verfügung. Davon profitierten auch die Teilnehmer der Freizeit in der Woche um Himmelfahrt 2014 z.B. bei Gesprächsrunden in dem für sie reservierten Raum. Von uns waren Christa, Renate und Herbert dabei und fühlten sich unter Gleichbetroffenen wohl. Danke an Sabine Elsner und Thomas Kluck für die gute Organisation und die Betreuung während der Freizeit! Das Rahmenprogramm bot zum Beispiel Ausflüge zum Königsschloss auf Herrenchiemsee, den Besuch des Ruhpoldinger Holzknechtmuseums und nach Salzburg. Ein besonderes "Highlight" war der ökumenische Gottesdienst am Himmelfahrtstag auf dem Rauschberggipfel (via Seilbahn), der u.a. von einer Kuh- (statt Kirchen-)glocke eingeleitet wurde und bei dem Alphörner die Orgel vertraten. Auch nicht alltäglich war die den Teilnehmern angebotene Einführung in das Improvisationstheater.

28. Mai 2014: Wir konnten Schwerhörigkeit in der Krankenpflegeschule in Erlangen vorstellen.
Wie schon im Dezember 2013 und März 2014 konnten wir uns bzw. die Probleme Schwerhöriger bei der Krankenpflegeschule im Rahmen des Unterrichts zu "Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen begleiten" vorstellen. Diesmal vertraten uns Cäcilie und Petra.
Petra berichtete dazu: "Wir konnten erneut im Rahmen des Unterrichts von Frau Meier an der Krankenpflegeschule teilnehmen und unsere Hörbiografien vorstellen. Anhand eines Arbeitsblattes wurde den Schülern Sprache verstehen optisch nähergebracht und von uns mit aktuellen Beispielen Punkt für Punkt kommentiert. Danach blieb noch Gelegenheit nachzufragen, was auch gerne genutzt wurde."

29. Mai bis 1. Juni 2014: Sprecherseminar der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) .
Das DHS-Sprecherseminar behandelte diesmal das Thema "Eigenwert und Selbstliebe". Das Seminar fand nicht - wie bisher - in Bad Grönenbach statt, sondern in Nordrhein-Westfalen bzw. Gelsenkirchen. Genauere Informationen dazu waren im DHS-Forum 40 (Winter 2013) auf Seite 30-31 zu finden. Aus unserem Kreis ist heuer Brigitte dabei. Sie hatte bei der Gelegenheit u.a. Kontakt mit Uta Lapp, der Vorsitzenden des Eisenacher Schwerhörigenvereins (den Teilnehmer aus unserer Gruppe im März besuchten).

23. Juni: Öffentliche Sitzung des Seniorenbeirats Erlangen im Rathaus, Kleiner Ratssaal.
Irmgard und Herbert waren dabei, als u.a. der neugewählte OB Dr. Janik sich dem Seniorenbeirat vorstellte. Die Induktionsanlage war anfangs nicht in Betrieb und wurde erst auf Reklamation aktiviert. Wie schon vorher beobachtet war deren Einstellung nicht befriedigend. Der Nachhall wurde etwas besser, nachdem die Lautstärke des Deckenmikrofons reduziert wurde - aber nur, wenn das Hörgerät auf Induktives Hören ohne gleichzeitig aktiviertes Mikrofon eingestellt war. Die Anlage wirkte sogar störend, wenn nicht nur ein Sprecher aktiv war, sondern z.B. im Hintergrund getuschelt wurde. Herbert berichtet dazu: "Auf kurze Entfernung hatte ich mit dem auf Richtmikrofon geschalteten Hörgerät bessere Hörergebnisse, als mit der Induktion (da dabei der Nachhall im Raum unterdrückt wurde)". Dies wurde nach Sitzungsende Frau Steeger mitgeteilt. Sie erwog daraufhin, die nächste Sitzung in einem nicht so hallenden Raum (ohne Induktion) abzuhalten.

7. Juli 2014: Eröffnung der Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des Seniorenbeirats Erlangen im Rathausfoyer
Irmgard und Herbert waren bei der Veranstaltung dabei. Geplant war, unsere FM-Anlage zur Barrierefreiheit für Hörgeschädigte einzusetzen. Kurzfristig stellte sich heraus, dass eine Lautsprecheranlage verwendet wurde. Die mitgebrachte Anlage konnte kurzfristig nicht damit gekoppelt werden. Irmgard hatte aber Plätze in der zweiten Reihe reserviert bekommen, daher waren die Ansprachen von der Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Frau Steeger, und von OB Janik für uns gut verständlich.
Anschließend ergab sich noch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme u.a. mit der Behindertenbeauftragten der VHS, Frau Kuhles, zum vor 2015 geplanten LBG-Kurs an der VHS.

8. Juli 2014: Unsere Homepage ist ab sofort auch unter www.schwerhörige-erlangen.de zu erreichen!
Man hört den Unterschied nicht, aber bisher war er entscheidend für die Erreichbarkeit unserer Homepage: mit "www.schwerhoerige-erlangen.de" kam man zum Ziel, mit "www.schwerhörige-erlangen.de" (ö statt des oe) dagegen nicht.
Nun sind alle Unklarheiten über die Schreibung beseitigt, von der (im Internet erst kürzlich erlaubten) Schreibweise mit "ö" wird umgeleitet auf die althergebrachte mit "oe".

11. Juli 2014: Podiumsdiskussion des Seniorenbeirats Erlangen "Jung und Alt in gemeinsamer Verantwortung für Erlangen" im Club International der VHS, Friedrichstr. 17 Informationsblatt (pdf, ca. 2,4 MB)
Auf dem Podium: Ursula Rechtenbacher (Gründerin des Seniorenbeirates im Jahr 1974), Helga Steeger (Vorsitzende des Seniorenbeirates) und Sirin Bahadir (Mitglied des Jugendparlaments der Stadt Erlangen); Moderation: Prof. Dr. Frieder Lang vom Lehrstuhl für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg.
Hier wurde die Veranstaltung für Hörgeschädigte erst durch den Einsatz der von uns betreuten FM-Anlage barrierefrei. Gewitzt durch die Erfahrung vom Montag nahm unser Sprecher Herbert bereits am Vortag Kontakt mit dem Medienwart der Volkshochschule auf, und dismal bediente das Mikrofon der FM-Anlage sowohl die im Raum installierten Lautsprecher als auch die Empfänger für die Hörgeräteträger. Dass der Moderator ein wenig zu schnell sprach und das Mikrofon nicht konsequent herumgereicht wurde, konnten wir (Irmgard und Herbert) verschmerzen.
Sollten wir noch einmal eine Veranstaltung im Club International der VHS besuchen werden wir uns darum bemühen, dass die zur Straßenseite gelegenen Fenster nicht wieder mit Gegenlicht blenden, das erschwerte das Absehen vom Mund. Wir lernen noch dazu ...
Positiver Nebeneffekt: durch ein anschließendes Gespräch mit Professor Lang wurde unser Sprecher darauf aufmerksam, dass es im Hörsaal des Lehrstuhls für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität (mit Domizil in Nürnberg, Kobergerstr. 62) auch eine induktive Höranlage gibt.

18. bis 19. Juli 2014: Workshop für SHG-Leiter in Schneverdingen.
Unsere Gruppe war dort durch Anni und Petra vertreten.

26. Juli 2014: Führung für Schwerhörige durch die Ausstellung "Da Vinci - Das Genie" in Nürnberg, Fürther Straße 205 (ehemaliges Quelle-Gelände).
Die Führung wurde von der Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff organisiert; Gäste aus unserer Gruppe waren dabei.

2. August 2014: Führung für Schwerhörige (mit FM-Anlage) durch die Ausstellung "Streich auf Streich - 150 Jahre Max und Moritz, Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute" im Stadtmuseum Erlangen, Martin-Luther-Platz 9.
Eine größere Gruppe (mit Gästen) nahm das Angebot an. Leider war der Führer nicht sehr beweglich, was seinen Mund betraf. Wer auf das Absehen vom Mund angewiesen war, hatte Probleme ...
Die Führung wurde unterstützt vom Zentrum Bayern für Familie und Soziales

9. August 2014: Führung für Schwerhörige (mit FM-Anlage) durch die Ausstellung "Wege in die Moderne" im Germanischen Nationalmuseum. Begleitprogramm (pdf, ca. 600 KB)
Die Führung wurde von der Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff organisiert; Gäste aus unserer Gruppe (und die FM-Anlage) waren dabei.

4. September 2014: Unser Gruppentreffen fand letztmalig statt im Gemeinderaum, Neustädter Kirchenplatz 7. Unser langjähriges Domizil am Neustädter Kirchenplatz mussten wir leider verlassen, denn die Neustädter Gemeinde hat Eigenbedarf angemeldet, da ab Oktober 2014 das Gemeindehaus saniert wird.
Im Oktober trafen wir uns im Gemeindehaus von Sankt Egidien in Eltersdorf. Durch Vermittlung des ZSL Erlangen werden wir uns im November und Dezember wieder zentraler in einem Konferenzraum des Medical Valley Center, Henkestr. 91, treffen können.

27. September 2014: Autorenlesung von Alexander Görsdorf aus dem Buch "Taube Nuss" in der Galerie Atzenhofer.
Birgit berichtet über diese Veranstaltung von "Schwerhörigkeit verstehen" (pdf, ca. 2 MB) im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken":
"Die Vorstellung war sehr gut besucht, die Räumlichkeiten waren bis zum letzten Platz ausgefüllt (ca. 50 Personren) und ich saß auf "Tuchfühlung" mit dem Schriftsteller. Ich sah einige bekannte Gesichter aus der Öhrli-, Erlanger und Bamberger Selbsthilfegruppe. Auch Vertreter der kirchlichen Verbände waren da.
Wer das Buch kennt, weiß ja schon einiges über den Inhalt. Alexander Görsdorf hat seine Geschichten gut rübergebracht und hat sich im wahrsten Sinne des Wortes gut verkauft.
Die Lesung war sehr unterhaltsam, zum Lachen und Schmunzeln - und Situationskomik kennen wir ja durch "Selbsterfahrung" was für uns nicht immer zum Lachen ist ...
Die Lesung war nicht langweilig, im Gegensatz zum Lesen des Buches, da ist es mir etwas langatmig vorgekommen - so lustig auch die einzelnen Episoden waren. Erst der Part nach der CI-Operation hat mich sehr angesprochen, obwohl ich ja kein CI habe.
Aber hier hat einer das aufgezeigt, was ich sonst oft nur von verschiedenen Personen höre.
Selbstverständlich bat ich den Autor um eine persönliche Widmung in unserer SHG-Buch. Leider habe ich nicht daran gedacht ihn nach seinen Liebsten oder der Liebsten zu fragen - diese kam(en) ja so oft in seinen Erzählungen vor."

9. Oktober 2014: FM-Anlage im Einsatz bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen.
Bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen kam wieder die von unserer Gruppe betreute FM-Anlage zum Einsatz und erleichterte es den Hörbehinderten, der Versammlung folgen zu können. Gerne stellen wir die Anlage bei ähnlichen Veranstaltungen für Hörbehinderte zur Verfügung, falls es keine Terminkonflikte mit unseren eigenen Terminen gibt.

22. Oktober 2014: : Treffen des Forums behinderte Menschen in Erlangen,.
Die SHG Erlangen ist Teilnehmer des Forums. Diesmal vertraten uns Anni und Petra.

24. Oktober 2014: Verleihung der "Goldenen Ringschleife" an die Stadt Nürnberg.
Die "Goldene Ringschleife" wird vom Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten an Kommunen verliehen, die sich in herausragender Weise für die Barrierefreiheit lautsprachlich orientierter Schwerhöriger durch die Installation von Induktionsanlagen eingesetzt haben. Die Verleihung fand im historischen Ratssaal von Nürnberg statt. Ein ausführlicher Bericht findet sich im Rundschreiben 2014/2 des Landesverbandes (pdf)

24. Oktober 2014: Seniorentag "Ja zum Alter(n)!" in der Ladeshalle (Rathausplatz, Erlangen)
Von uns waren Christa Braun und Irmgard dabei. Irmgard berichtet dazu: "Wir beide waren bei der Seniorenmesse in der großen und kleinen Stadthalle und haben bei den Vorträgen prima induktiv hören können. Für uns Schlappohren ein großer Schritt nach vorne um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können."
In der großen und kleinen Ladeshalle gibt es nun zwar keine fest installierte Induktionsanlage, aber man kann FM-Empfänger ausleihen. Nach Auskunft des Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Grützner, sind sie Teil des Gesamtsystems und mit der fest installierten induktiven Verstärkeranlage in der Heinrich-Lades-Halle (Kleiner Saal und Großer Saal) verbunden und senden mit der dort eingegebenen Frequenz. Die FM-Empfänger können bei jeder Veranstaltung an der Garderobe gegen Pfand (20.- EUR) ausgeliehen werden.
Wir freuen uns, dass der Betreiber der Ladeshalle, die Erlanger Kongress und Marketing GmbH (EKM) auf die Belange der Schwerhörigen eingegangen ist und wünschen uns, dass in der Ladeshalle und auf der EKM-Homepage auf diesen Service deutlich hingewiesen wird.

25. Oktober 2014: Herbsttagung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten.
Die Herbsttagung fand in Nürnberg statt. Von uns waren Anni und Petra mit dabei; unsere Gruppe ist Mitglied des Landesverbandes.

31. Oktober bis 2. November 2014: Fortbildung für SHG-Leiter in Königswinter bei Bonn.
Unsere Gruppe war bei dieser Veranstaltung der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) durch Anni vertreten.

4. November 2014: Filmvorführung "Touch the sound" im Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstr. 12, 90459 Nürnberg).
Anschließend trug der Therapeut und Sozialpädagoge Jochen Müller Denkwürdiges zum Thema Schwerhörigkeit vor, danach konnte diskutiert werden.
Es war dies die letzte Veranstaltung von "Schwerhörigkeit verstehen" (pdf, ca. 2 MB) im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken".

12. Dezember 2014: Weihnachtsfeier der Selbsthilfegruppe
Das letzte Gruppentreffen 2014 nutzten wir zu einer Weihnachtsfeier im Konferenzraum des Medical Valley. Zum Treffen war der Tisch festlich geschmückt.
Es war dies zugleich unser letztes Treffen in einem "wandernden" Domizil, denn ab Januar 2015 konnten wir uns im inzwischen fertig eingerichteten Seminarraum des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben in der Luitpoldstraße treffen.


Am festlich geschmueckten Tisch

Am festlich geschmückten Tisch im Medical Valley

17. Dezember 2014: Weihnachtsfeier der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Wie 2012 lud die Schwerhörigenseelsorge in ihre Räume am Egidienplatz ein, und auch diesmal waren etliche Teilnehmer aus unserer Gruppe dabei. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Erzählerin Ute Weidinger, der zuzuhören ein Genuss war - nicht nur wegen der guten Verständlichkeit, sondern auch wegen der Lebendigkeit ihrer Erzählungen.


Buffet      Erzaehlerin

links: Am Buffet
rechts: Die Erzählerin

2015

15. Januar 2015: Unser erstes Gruppentreffen im Seminarraum des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZSL) Erlangen, Luitpoldstraße 44
Nach kurzen Zwischenspielen im Gemeinderaum von Sankt Egidien (Eltersdorf) und in den Konferenzräumen des Medical Valley (Henkestr. 91) konnten wir unser Gruppentreffen erstmals im Seminarraum des ZSL abhalten. Der große Vorteil: Der Seminarraum des ZSL ist mit einer (erst Anfang 2015 installierten) fest eingebauten Induktionsanlage ausgestattet, das Herumhantieren mit FM-Empfänger und Zubehör entfällt seitdem für uns.
Wir hoffen, dass uns das ZSL länger als Treffpunkt erhalten bleibt und wir nicht so bald wieder ein neues Domizil suchen müssen.
Das Treffen war mit 16 Teilnehmern gut besucht. Die Selbsthilfearbeit kam nicht zu kurz; daneben wurde das von Brigitte ausgearbeitete Jahresprogramm vorgestellt (s. die Termine für 2015).


Seminarraum Blick zum Hof      Seminarraum Blick zur Straße

links: Im neuen Seminarraum (Blick zum Hof)
rechts: Im neuen Seminarraum (Blick zur Straße)

24. Januar 2015: Führung für Gehörlose zur Ausstellung "Gerhard Richter" im Neuen Museum (Luitpoldstraße 5, 90402 Nürnberg, Eingang über den Klarissenplatz).
Gebärdensprach-Dolmetscherin Alexa Dölle und Museumspädagogin Claudia Marquardt führten gemeinsam durch die Ausstellung. Die Führung richtete sich sowohl an Gehörlose wie auch an lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte, daher konnten auch die Teilnehmer unserer Gruppe der Führung gut folgen. Es standen Audioguides zur Verfügung.
.
Die Führung wurde durch den Rotary Club Nürnberg gefördert.
Das Begleitheft zur Ausstellung kann als pdf-Datei eingesehen werden.

7. Februar 2015: Aufführung des Deutschen Gehörlosen-Theaters (DGT) von "Alice im Wunderland" (in Gebärdensprache) im Markgrafentheater. (Plakat, pdf)
Etliche Teilnehmer aus unserer Gruppe waren bei der Aufführung dabei. Das Stück wurde zeitgleich in Lautsprache übersetzt und mit Musik begleitet; das Parkett des Markgrafentheaters ist von der vierten bis zur drittletzten Reihe mit einer Induktionsschleife ausgestattet. Leider wurde der gesprochene Text nicht mit eingeblendet (ähnlich den Untertiteln im Fernsehen), so dass hochgradig Schwerhörige, denen der induktive Empfang allein nicht genügt, benachteiligt waren.

12. März 2015: FM-Anlage im Einsatz bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen.
Bei der Personalversammlung der Universitätsbibliothek Erlangen kam wieder die von unserer Gruppe betreute FM-Anlage zum Einsatz und erleichterte es den Hörbehinderten, der Versammlung folgen zu können. Gerne stellen wir die Anlage bei ähnlichen Veranstaltungen für Hörbehinderte zur Verfügung.

11. April 2015: Hörgeschädigtengerechte Führung (mit FM-Anlage) durch den Botanischen Garten in Erlangen
Cäcilie hatte die Idee zur Führung mit Schwerpunkt Frühblüher. Petra Nerf hatte als Führererin keine Hemmung, das FM-Mikrofon zu benutzen und gab in lebendiger Weise und deutlicher Sprache interessante Einblicke in die Geschichte und die aktuellen Gewächse des Botanischen Gartens. Sie führte uns durch die den fränkischen Landschaften nachempfundenen verschiedenen Abteilungen des Gartens. Es gab auch Gelegenheit, die "Neischl-Grotte" zu besichtigen, in der Höhlenlandschaften der Fränkischen Schweiz nachgebildet sind.


Start_der_Fuehrung      Schild

links: Start der Führung
rechts: "Wiese nicht betreten" einmal anders


Fuehrerin_mit_Erlaeuterungstafel      Bluete

links: Die Führerin arbeitete auch mit Erläuterungstafeln
rechts: Ein Frühlingsblüher in voller Blüte

18. April 2015: Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten in München.
Versammlungsort war (wie 2014) wieder der Raum der LAG-Selbsthilfe Bayern in München, Orleansplatz 3.
Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband. Herbert vertrat uns bei der Veranstaltung und stellte dabei die Planung für das Herbstseminar des Landesverbandes am 9./10. Oktober in Erlangen vor.
Abschließend gab es im Rahmen der Mitgliederversammlung ein von Hörgeräteakustiker Bayer lebendig dargestelltes interessantes Referat über Innovationen bei Hörhilfen.


Vorstandstisch      Referent      

links: Blick auf den Vorstandstisch
rechts: Herr Bayer stellte bei seinem Referat das Hörgerät als Effizienzsieger gebenüber Laptop und Smartphone dar


Schriftdolmetscherinnen      Warnweste

links: Die Schriftdolmetscherinnen wechselten sich ab
rechts: Es wurde auch eine Warnweste mit dem Hörbehinderten-Logo vorgeführt

26. April 2015: "Ökofest " in Herzogenaurach, Festgelände Am Weihersbach
Kurzfristig hatte sich ergeben, dass wir uns dabei mit einem Informationsstand beteiligen konnten, den Anni, Cäcilie und Petra betreuten.


Informationsstand      Poster

links: Anni und Cäcilie am Informationsstand
rechts: Das Poster zeigte die Facetten der Hörbehinderung

28. April 2015: Eröffnung der "Woche der Kommunikation" im Institut Gesellschaft, Inklusion Bildung (GIB) in Nürnberg, Fürther Str. 212 (Gebäude B 1.1)
Die Woche der Kommunikation 2015 stand unter dem Motto "Kommunikation hat viele Farben" (Flyer, pdf). Neben den Grußworten und Podiumsdiskussion gab es u.a. auch eine Aufführung von Gebärden-Poesie mit Musik. Anschließend konnte man sich bei den Informationsständen diverser Anbieter über neue Entwicklungen und Angebote kundig machen.
Von uns war Herbert dabei. Unser Beitrag zur "Woche der Kommunikation" s. unter dem 1. Mai, wir führten die Induktionsanlage im ZSL vor und demonstrierten "Wie hören Schwerhörige" am Laptop.


Frau Badura      Herr Albert      

links: Frau Badura (die bayerische Behindertenbeauftragte) erhält hier keinen Orden, sondern das Mikrofon für die Induktionsanlage angesteckt
rechts: Herr Albert vertrat das Netzwerk Hörbehinderte Bayern


Podiumsdiskussion

Blick auf die Podiumsdiskussion

1. Mai 2015: "Rädli" in Erlangen
Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter Erlangen (ZSL) war diesmal wieder Station der Erlanger Rädli und damit Anlaufstelle für ein bunt gemischtes Publikum. Wir stellten dort von 10 bis 16:30 Uhr die neueingerichtete Induktionsanlage vor und boten an, am Laptop "Wie hören Schwerhörige" anzuhören – Letzteres fand mehr Interessenten, denn da konnte man ohne Kenntnis der Technik einfach hinhören. Das führte bei etlichen Besuchern zu einem "Aha-Effekt" und längeren Gesprächen über Schwerhörigkeit und den technischen Hilfen, die dazu zur Verfügung stehen. In den stillen Minuten, in denen kein Publikumsandrang war, konnte man sich untereinander mit der Induktionsanlage entspannt unterhalten. Herbert beteiligte sich auch an der neuen barrierefreien Route der Rädli und gelangte so auch auf ein Foto der Erlanger Nachrichten.
Mit dieser Aktion beteiligten wir uns auch bei der Woche der Kommunikation 2015. Auf der Homepage des "Netzwerks Hörbehinderte Bayern" wurde unser Bericht darüber übernommen


Am Laptop

Am Laptop wurde "Wie hören Schwerhörige" demonstriert.

4. Mai 2015: Hörgeschädigtengerechte Führung (mit FM-Anlage) durch den Fürther Stadtpark (Flyer, pdf).
Eine Veranstaltung der katholischen Hörgeschädigtenseelsorge Nürnberg und der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern im Rahmen der "Woche der Kommunikation 2015". Führerin war Frau Wünsche vom Verein "Geschichte für Alle e.V.". Aus unserer Gruppe nahmen vier TeilnehmerInnen das Angebot gerne wahr und ließen sich interessante Einzelheiten zur Geschichte des Stadtparks und seiner Sehenswürdigkeiten berichten. Die FM-Anlage erleichterte dabei das Verstehen auch über weitere Entfernungen.
Nach dem offiziellen Führungsende gab es noch Gelegenheit, im Stadtpark-Restaurant einzukehren.


Induktionsanlage      Herr Kroener haelt Bild      

links: Die Induktionsanlage machte die Führung für Schwerhörige barrierefrei
rechts: Herr Kröner hält hier das Bild, da die Führerin mit Bild und Mikrofon schlecht gleichzeitig hantieren konnte.


Stadtpark-Restaurant

Nach der Führung konnte man noch im Stadtpark-Restaurant beisammen sitzen

8. Mai 2015: Fachmesse "Via Futura" in Bamberg, Bistumshaus St. Otto (Heinrichsdamm 32) (Flyer - pdf, ca. 4,5 MB)
Bei der Fachmesse für Barrierefreiheit gab es einen Raum speziell zum Thema Hören. Es war diesmal wenig Publikumsandrang (der Freitag als Messetag verlockte wohl weniger als der Samstag wie 2013). Unter anderem hatte dort die Bamberger Gruppe "OhrRing" einen Stand. Aus unserer Gruppe war Herbert vor Ort und konnte in ruhiger Umgebung entspannte Gespräche führen.


Margit Gamberoni am Stand von Jaggo Media      OhrRing-Stand      

links: Die Leiterin des "OhrRings" Bamberg am Stand von Jaggo Media
rechts: Der Stand des "OhrRings" Bamberg

14. bis 17. Mai 2015: Sprecherseminar der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS).
Tagungsort war das Martin Niemöller-Haus (Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten/Arnoldshain).
Unsere Gruppe ist Mitglied bei der DHS. Herbert vertrat uns bei diesem Seminar und kehrte mit etlichen Anregungen und neuen Gedanken zurück. Neben dem "Runden Tisch" der GruppensprecherInnen war das Seminar "Kompensatorische Sinne: Mit allen Sinnen achtsam wahrnehmen" von Ilse Eichler (Seminarbeschreibung) ein aufschlussreiches Erlebnis.

21. Mai 2015: Prof. Hoppe vom Erlanger Cochlear-Implant-Centrum CICERO war Gast bei unserem Gruppentreffen.
Prof. Hoppe stellte kurz das Erlanger Cochlear-Implant-Centrum CICERO vor. Schwerpunkt seines Referats war die Bedeutung des beidseitigen Hörens - nicht nur für das Richtungshören, sondern auch, weil das beidseitige Hören das Sprachverständnis erheblich verbessert im Vergleich zum nur einohrigen Hören. Aus der Praxis konnte er berichten, dass dazu auch eine Kombination von CI für das eine, Hörgerät für das andere Ohr erfolgreich sein kann, obwohl (oder weil) beide unterschiedliche Hörspektren abdecken.
Ein weiteres Thema war die Frage, ab welchem Hörverlust sinnvollerweise ein CI als Hörhilfe (statt eines Hörgeräts) zum Zuge kommen sollte.
Zum Thema Hörtraining konnte er berichten, dass dadurch ein besseres Sprachverständnis erreicht werden kann, auch wenn der messbare Erfolg im Durchschnitt nicht unbedingt überwältigend ist.
Geduldig stellte er sich dabei den Fragen aus dem Publikum und wurde nicht nur mit Beifall, sondern auch mit etwas ausgefallenen Geschenken wie Karamellen mit Whiskey-Geschmack verabschiedet.


verrutschter Headset      Hörtraining-Zusammenfassung      

links: Hier wird nicht eine Hörhilfe eingestellt, sondern nur der Headset zurechtgerückt ...
rechts: ... und hier gab es die Zusammenfassung zum Thema "Hörtraining"

8. Juni 2015: Midissage der Ausstellung "Selbsthilfe zeigt Gesicht" in der Ehrenhalle des Nürnberger Rathauses (Einladung, pdf)
In der Ehrenhalle gibt es keine fest installierte Induktionsanlage. Diese Veranstaltung war für lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte aber doch barrierefrei durch eine mobile Induktionsanlage, die von der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern zur Verfügung gestellt wurde. Aus unserer Gruppe kamen so Anni und Irmgard in den Genuss eines störungsfreien Hörerlebnisses.

13. Juni 2015: Tagesausflug nach Augsburg mit Führung durch die "Fuggerei"
Die Fuggerei in Augsburg ist die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt, s. den Wikipedia-Artikel.
16 TeilnehmerInnen (auch Familienmitglieder) machten sich mit der Bahn auf den Weg nach Augsburg. Freundlicherweise wurden wir von der Augsburger Schwerhörigengruppe vor Ort unterstützt. Bei der Gelegenheit konnten wir mit den Augsburger Betroffenen auch Erfahrungen austauschen (im Biergarten dicht neben der Blaskapaelle war das allerdings etwas problematisch). Brigitte schrieb dazu noch einen ausführlicheren Bericht (pdf, ca. 40 KB)


abfahrbereit      angekommen

links: abfahrbereit in Erlangen ...
rechts: ... und gut angekommen in Augsburg


historischer Führer      Innenstadtführung

links: Durch die Fuggerei gab es einen historisch gekleideten Führer ...
rechts: ... die Führerin durch die Augsburger Innenstadt (erkennbar durch das Mikrofon der FM-Anlage) war mehr zeitgemäß gekleidet


Ausruhen im Goldenen Saal      Ausruhen auf der Bank      

links: Ausruhmöglichkeiten gab es mal mehr (Birgit mit der Leiterin der der Augsburger SHG, Christl Haubensak) im Goldenen Saal des Rathauses ...
rechts: ... mal weniger komfortabel (auf einer Bank in der Fuggerei Irmgard mit Gundi von der Augsburger Gruppe)

20. Juni 2015: Führung zur Ausstellung "Gesichter – ein Motiv zwischen Figur, Porträt und Maske" im Neuen Museum (Luitpoldstraße 5, 90402 Nürnberg, Eingang über den Klarissenplatz).
Gebärdensprach-Dolmetscherin Alexa Dölle und Museumspädagogin Claudia Marquardt führten gemeinsam durch die Ausstellung. Die Führung richtete sich sowohl an Gehörlose als auch an lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte; für letztere stand diesmal eine FM-Anlage zur Verfügung (museumsintern wird nun die Anschaffung einer solchen überflegt). Es war eine interessante Führung für die wenigen aus unserer Gruppe, die trotz der kurzfristigen Ankündigung nach Nürnberg kamen.
Die Führung wurde durch den Rotary Club Nürnberg gefördert.
Das Begleitheft zur Ausstellung kann als pdf-Datei eingesehen werden.


Beginn der Führung      Sonderführung      

links: Zu Beginn der Führung gab es ein wechselhaftes Gesicht zu sehen ...
rechts: ... und am Ende eine Sonderführung in die offiziell noch nicht eröffnete Ausstellung mit Schülerarbeiten zum Thema der Ausstellung

4. Juli 2015: Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen"
Wie bei den vergangenen Aktionstagen waren wir auch 2015 an der Südwestecke des Schlossplatzes mit einem Informationsstand vertreten, den wir uns diesmal mit der Gruppe Sonnenschein e.V. teilten. Beim bisher heißesten Tage des Jahres war der Andrang nicht sonderlich groß. Von CICERO erhielten wir dankenswerterweise Unterstützung durch Frau Koschatzky und Herrn Liebel, die am Laptop eine Demonstration "Wie hören Schwerhörige" bereithielten.


Stand beim Aktionstag früh      Stand beim Aktionstag später

links: Stand beim Aktionstag in voller Besetzung (Anni, Irmgard, Brigitte, Cäcilie, Christa; links Frau Koschatzky von CICERO)
rechts: Stand beim Aktionstag in der Hitze (neben Brigitte Herr Liebel von CICERO)

23. bis 25. Juli 2015: Seminar der Firma Med-EL für Gruppen-LeiterInnen bei Starnberg
Diesmal besuchten Petra und Herbert das Seminar und erhielten Informationen über Neuigkeiten der Angebote nicht nur von Med-EL, sondern auch von Humantechnik und Phonak und können diese an Interessierte der SHG weitergeben. Auch der Austausch mit Gleichbetroffenen brachte manches "Aha-Erlebnis".

25. Juli 2015: Sommerfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa", Äußere Brucker Str. 49
Wie schon in früheren Jahren können wir wieder unter schattenspendenden Bäumen feiern. Es gibt Gelegenheit zum gemütlichen Plausch, aber auch zu sportlicher Betätigung für die jüngere Generation.


Blick auf den Grill      Blick ins Publikum

links: Blick auf den Grill
rechts: Ein Teil des Grill-Publikums

26. August 2015: Der Fränkische Tag berichtet über unsere Gruppe
Frau Dann vom Fränkischen Tag unterhielt sich mit Anni und Petra. Daraus entstand ein erfreulich ausführliche Bericht über Hörbehinderung, Cochlea-Implantate (CI) und unsere Gruppe. Er ist hier (als pdf-Datei, ca. 450 KB) nachzulesen.

1. bis 4. Oktober 2015: Herbstseminar "Von A-rzt bis Z-ubehör oder: Was ein Schlappohr im Alltag wissen sollte und praktisch ausprobieren will" der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS).
Tagungsort: Akademie Franz Hitze Haus in Münster (Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48149 Münster). Genauere Informationen zum Seminar sind hier zu finden.
Unsere Gruppe ist Mitglied bei der DHS. Petra vertrat uns.

9. bis 10. Oktober 2015: Herbsttagung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten.
Die Herbsttagung fand 2015 in Erlangen im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Erlangen (Schuhstr. 1 a) statt. Der Raum war mit einer mobilen Induktionsschleife ausgestattet.
Als Referent sprach Oliver Rien von der Beratung für Menschen mit Hörschädigung Nürnberg am Freitag zum Thema "Warum verstecken sich Schwerhörige" und am Samstag Prof. Hoppe vom Erlanger Cochlear-Implant-Centrum CICERO über "Erfolg und Misserfolg beim CI".
Freitagabend hatten wir Gelegenheit, bei einer kleinen Feier zu unserem 15-jährigen Jubiläum unsere Gruppe vorzustellen.
Ein kurzer Bericht dazu findet sich im Adventsrundbrief des Landesverbandes der Schwerhörigen Bayern (pdf).

17. Oktober 2015: Tagesausflug der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern in die Fränkische Schweiz.
Etliche Teilnehmer aus unserer Gruppe nutzten das Angebot: Ab 10 Uhr eine Führung mit FM-Anlage durch das Fränkische-Schweiz-Museum, das Thema ist "Schatzkammer Erde". Wir erfuhren hier, wie Landschaft und Klima die Lebensweise von Tier und Mensch beeinflussen. Danach kehrten wir zum Mittagessen in die Gutsschenke bei Burg Rabenstein ein. Anschließend besichtigten wir die Sophienhöhle.

14. November 2015: 6. Erlanger Hörtag Programm (pdf)
Der Erlanger Hörtag stand unter dem Thema "Neueste Techniken bei Hörgeräten und Cochlea-Implantaten".
Etliche Teilnehmer von uns waren dabei. Unsere Gruppe war wieder mit einem Informationsstand vertreten.


Infomaterial

Infomaterial war an unserem Stand reichlich vorhanden

19. November 2015: Die Firma Med-EL stellt sich unserer Gruppe vor
Zwei Vertreterinnen der Firma Med-EL, Anita Zeitler und Johanna Weigel (letztere selbst CI-Trägerin) stellten bei unserem Gruppentreffen die Firma und ihre Produkte aus dem Bereich der Cochlea-Implantate vor. Aus dem Publikum kamen dazu zahlreiche Fragen.


Hörmodell      Publikum

links: Es wurde auch auf die Grundlagen des Hörens eingegangen
rechts: Blick ins Publikum

30. November bis 2. Dezember 2015: Fahrt nach Berlin zur Besichtigung des Bundestages
Dank des Engagements von Anni hatten unsere Teilnehmer die Gelegenheit, Berlin und insbesonders den Bundestag zu erleben. Die Fahrt wurde über das Büro des Bundestagsabgeordneten der CSU Stefan Müller organisiert. Für die hörbehinderten Teilnehmer kam eine FM-Anlage zum Einsatz.


Im Bundestag

Die Teilnehmer unserer Gruppe (erkennbar an den Empfängern der FM-Anlage) um Stefan Müller

2016

27. Februar 2016: Kommunikations-Kompetenz-Seminar im Seminarraum des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZSL) Erlangen, Luitpoldstraße 42. (Seminarbeschreibung (pdf, ca. 50 KB))
In diesem Seminar arbeiteten wir an unserer Kommunikations-Kompetenz. Unser Couch war Anna Poetter, die als Schauspielerin, Theatermacherin, Performanz-Künstlerin und Sängerin agiert. Wir übten an unserer Aussprache, mit dem Ziel einer klaren und gut verständlichen Artikulation bei flüssiger Sprache. Hinweise zu Mimik und Gestik fehlten nicht. Cäcilie hat zu dem Seminar einen ausführlichen Bericht (pdf, ca. 1 MB) verfasst.

16. März 2016: Treffen des Forums behinderte Menschen in Erlangen,.
Die SHG Erlangen ist Teilnehmer des Forums. Diesmal vertrat uns Petra.

17. März 2016: Die Firma Advanced Bionics stellt sich bei uns vor.
Herr Wintermeyer wurde durch einen Stau bei Würzburg aufgehalten. Daher dauerte unser Treffen länger als sonst üblich, wurde von Interessenten aber auch dann noch zu persönlichen Gesprächen genutzt. Seine Ausführungen über Advanced Bionics (ein Anbieter von Cochlea-Implantaten, der mit der Hörgerätefabrik Phonak zusammenarbeitet) waren informativ. Auch für Hörgeräteträger war es interessant, Informationen über das Zubehör "Roger Pen" aus erster Hand zu erhalten.

19. März 2016: Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten in München.
Versammlungsort war (wie 2015) wieder der Raum der LAG-Selbsthilfe Bayern in München, Orleansplatz 3.
Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband. Anni und Birgit vertraten uns dort.

4. April 2016: Besuch bei der Werkstatt der Lebenshilfe in Herzogenaurach, Würzburger Str. 29
Die Führung war hörbehindertengerecht durch unsere FM-Anlage. Anni schrieb dazu: "Es war sehr schön und interessant, es ist eine wahre Leistung was die Menschen dort arbeiten und sehr zufrieden damit sind."

8. bis 10. April 2016: Kommunikationsseminar für SHG-Leiter
Der Bayerische Cochlea Implantat Verband (BayCIV) bietet wieder ein Kommunikationsseminar für SHG-Leiter an. Thema für 2016 war "Wie bleibe ich gut in Balance als Selbsthilfe-Gruppenaktive/r?" (Seminarbeschreibung - pdf, ca. 200 KB)
Tagungsort war das: Caritas-Pirkheimer-Haus, Königstraße 64, 90402 Nürnberg.
Aus unserer Gruppe waren Anni, Herbert und Petra dabei und kamen in den Genuss einer für Hörbehinderte barrierefreien Fortbildung.

24. April 2016: Ökofest in Herzogenaurach, Am Weihersbach
Wir waren dort wieder (wie 2015) mit einem Infostand beteiligt, den ab 11 Uhr Anni, Birgit, Cäcilie und die beiden Klaus abwechselnd hüteten.


So hören Schwerhörige

Unser Infostand beim Öko-Fest 2016

1. Mai 2016: "Rädli" in Erlangen
Die Beratungsstelle des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter Erlangen (ZSL), Luitpoldstr. 42, war auch diesmal wieder Station der Erlanger Rädli und damit Anlaufstelle für ein bunt gemischtes Publikum. Herbert und die beiden Jens boten dort im Seminarraum von 9 bis 16:30 Uhr an, am Laptop über Kopfhörer einen Eindruck zu bekommen, wie Schwerhörige hören. Dies stieß bei Jung und Alt auf reges Interesse und führte zu manchem "Aha-Erlebnis". Das Angebot, die im Seminarraum installierte Induktionsanlage zu erklären und auch vorzuführen, wurde weniger genutzt.
Mit dieser Aktion beteiligten wir uns auch bei der Woche der Kommunikation 2016.


So hören Schwerhörige

SOOO hören Schwerhörige?!

3. Mai 2016: Hörgeschädigtengerechte Führung (mit FM-Anlage) durch die Bleistiftstadt Stein Einladung (pdf, ca. 70 KB).
Eine Führerin vom Verein "Geschichte für Alle e.V." führte uns durch Stein auf den Spuren der Bleistifthersteller-Familie Faber-Castell. Die Führung wurde gemeinsam von der katholischen Hörgeschädigtenseelsorge Nürnberg und der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern im Rahmen der "Woche der Kommunikation 2016" veranstaltet. Hörbehindertengerecht war die Führung nicht nur durch die FM-Anlage, sondern es wurden auch Gebärden und bildliche Darstellungen eingesetzt. Mit dabei waren etliche TeilnehmerInnen unserer Gruppe.


Begrüßung      Marmorstandbild im Schloss

links: Begrüßung mit Mikrofon (Herr Kröner, Pastoralreferent) und Gebärden (Pfarrer Hörndlein)
rechts: Es gab Informationen nicht nur akustisch, sondern auch bildlich

7. Mai 2016: Feierstunde zum 10-jährigen Jubiläum der CI-Selbsthilfegruppe Bayreuth (Programm - pdf, ca. 300 KB).
Etliche Teilnehmer unserer Gruppe waren dabei und erlebten eine gelungene Feier, bei der man auch neue Kontakte zu anderen Betroffenen knüpfen konnte.

4. Juni 2016: Tagesausflug nach München (Stadtrundfahrt und Treffen mit dem Münchener Schwerhörigenverein)
Unsere Gruppe (gemeinsam mit nichthörbehinderten Familienmitgliedern) konnte eine durch FM-Anlage barrierefreie Stadtrundfahrt genießen.

16. Juli 2016: Sommerfest der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern bot bei diesem Sommerfest geselligen Austausch unter Hörbehinderten an.
Auch von unserer Gruppe waren etliche Teilnehmer dabei.


Es schmeckt      Erlanger Teilnehmer

links: Es schmeckt!
rechts: Erlanger Teilnehmer auf dem Balkon

25. bis 28. August 2016: 36. Erlanger Poetenfest barrierefrei für Schwerhörige.
Bei unserem Gruppentreffen im August war Frau Rausch vom Organisationskomitee des Poetenfestes Gast und informierte uns über Barrierefreiheit für Schwerhörige, die auch als Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern zur Verfügung gestellt.
Auch von unserer Gruppe waren etliche Teilnehmer dabei und berichteten von einem fast ungetrübten Hörgenuss im Schlossgarten.


Ausgabe der FM-Empfänger

Ausgabe der FM-Empfänger (Foto zur Verfügung gestellt von Ulla Kölbel)

19. Oktober 2016: Treffen des Forums behinderte Menschen in Erlangen,.
Die SHG Erlangen ist Teilnehmer des Forums. Diesmal vertrat uns Klaus S.

21. Oktober 2016: Seniorenmesse in Erlangen
Anni berichtet dazu: Die Stadt Erlangen veranstaltete am Freitag den 21. Oktober 2016 eine Seniorenmesse zu der viele Aussteller verschiedener Fachrichtungen anwesend waren, sowie interessante Vorträge und unterhaltsame Aktionen zum mitmachen geboten wurden. Für Hörgeschädigte wurde auf eine induktive Höranlage hingewiesen.
An unserem Stand der Selbsthilfegruppe der Schwerhörigen und CI-Träger Erlangen war reger Besuch, es wurden viele Fragen beantwortet und Tipps gegeben. Erschreckend war wie unzureichend Schwerhörige über Hilfen zum besseren Verstehen aufgeklärt sind. Etliche Besucher unseres Standes beklagten die hohen Kosten der Hörgeräte, viele hatten schon ein Kassengerät probiert, das aber von den teureren doch schlechter abschnitt und sie dann gezwungenermaßen das teurere kauften. Die Erklärung das sie mindestens zwei Geräte von der Kasse zur Probe tragen dürften war keinen bekannt, und das zudem wichtig ist, dass auch diese Geräte gut eingestellt werden müssen, ein Audiogramm und ein Test nach der Freiburger Methode. Induktives Hören war für alle Hörgeräteträger die an unseren Stand vorbeischauten ein Fremdwort. Eine ältere Dame meinte: "Das sei doch dieses Gerät was Herr Beckstein hinterm Ohr am Kopf habe"! Fakt ist das ältere Menschen über Hörhilfen kaum Bescheid wissen und Akustiker ihrerseits wenig dazu beitragen.
Auch unsere ausgelegten Flyer und Broschüren zum Lesen waren sehr gefragt die Hilfe und Informationen geben. Somit war der Austausch sehr groß, und ein langer aber doch sehr gelungener Tag ging damit zu Ende.
(Der Bericht ist auch hier zu finden.)

17. November 2016: Bei unserem Gruppentreffen war Herr Stritzke (Dipl.-Psychologe beim Klinikum am Europakanal, Abteilung für Hörgeschädigte) bei uns zu Gast. Am gleichen Abend stellte sich auch Herr Ganzmann, Behindertenbeauftragte des Landkreises Erlangen-Höchstadt, unserer Gruppe vor.


Herr Stritzke in unserer Gruppe

Herr Stritzke in unserer Gruppe

25. November 2016: Erweiterte Vorstandssitung des Bayerischen Cochlea Implantat Verbands (BayCIV) in Nürnberg.
Anni und Jens vertraten unsere Gruppe. Ein Bericht über die Veranstaltung ist hier zu finden.

Jahresende 2016: Anni Reimann beendet aus persönlichen Gründen (zu wenig Zeit ...) ihre Mitarbeit als SprecherIn der Gruppe. Wir bedanken uns bei ihr für ihren Einsatz (besonders bei der Standbetreuung bei vielen Gelegenheiten), sie wird uns fehlen!
Briefsendungen gehen ab sofort an:
Petra Karl, Siedlerstr. 2, 91080 Spardorf

2017

13. Januar 2017: Mehrere Teilnehmer aus unserer Gruppe waren bei der Eröffnung der Ausstellung "An den Rollstuhl geschlagen, mit Blindheit gefesselt" und konnten dabei die Induktive Höranlage im Innenhof der Stadtbibliothek nutzen.

19. Januar 2017: Bei unserem Gruppentreffen war Ursula Kölbel (Mitarbeiterin der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, CI- und Höregeräteträgerin) bei uns zu Gast und erzählte über ihren zweijährigen Aufenthalt im Kongo. Unsere Teekasse spendeten wir an diesem Tag für das von ihr betreute Projekt Partnerschaftsverein Lubefu e.V.

15. Februar 2017: Das von uns betreute Faltblatt "Induktiv Hören in Erlangen" ist überarbeitet worden und steht mit Stand Januar 2017 hier als pdf-Datei (ca. 300 KB) zur Verfügung. Die Druckausgabe ist über den Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Grützner, erhältlich.
Wir sind dabei, die entsprechenden Daten auch für die Landkreisgemeinden zu sammeln. Eine erste Übersicht ist hier als pdf-Datei (ca. 10 KB) zu finden.

6. März 2017: Unser Faltblatt mit der Vorstellung unserer Gruppe ist überarbeitet worden und steht mit aktuellem Stand als pdf-Datei (ca. 300 KB) zum Download zur Verfügung.

12. März 2017: 2. Ehrenamtsmesse "Engagier Dich" im Vereinshaus, Hintere Gasse 22, 91074 Herzogenaurach.
Die SHG Erlangen war mit einem Infostand vertreten, den Cäcilie, Petra, Klaus S. und Herbert betreuten. Die Ehrenamtsmesse gab nicht nur Gelegenheit, die Gruppe vorzustellen, sondern auch Außenstehende zur Mitarbeit zu motivieren. Dazu lag ein nur für diese Veranstaltung gedachter "Steckbrief" (pdf, ca. 40 KB) aus.
Der Saal des Vereinshauses ist mit einer Induktiven Höranlage ausgestattet, die an diesem Tag erst nach Reklamation durch uns in Betrieb genommen wurde.


Infostand SHG und ZSL           Auch der VdK forderte Untertitel

links: Der Infostand der SHG war gleich neben dem des ZSL
rechts: Auch der VdK forderte Untertitel für Hörgeschädigte.


15./16. März 2017: "Nürnberger Freiwilligenbörse" im Rahmen der Messe inviva.
Wir selbst waren nicht vor Ort vertreten, aber Edeltraud Kertschenlohr von der "Initiative Induktives Hören Nürnberg" war so freundlich, unsere Flyer an dem Stand der Initiative mit auszulegen.

22. März 2017 (Mittwoch): Treffen des Forums behinderte Menschen in Erlangen.
Tagungsort: Haus Dreycedern.
Die SHG Erlangen ist Teilnehmer des Forums. Diesmal vertrat uns Herbert.

25. März 2017: Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten.
Die Mitgliederversammlung fand in München in der Räumen der LAG Bayern (Orleansplatz 3) statt.
Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband; Jens K. vertrat uns. Herbert stellte sich dabei als stellvertretender Schriftführer nicht mehr zur Wahl. Unsere Gruppe wird aber im Vorstand des Landesverbandes weiterhin vertreten sein: Petra wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

26. März 2017: Ausstellung "Jorinde Voigt. A New Kind of Joy" - Führung für Gehörlose in der Kunsthalle Nürnberg (Lorenzer Straße 32). Nähere Informationen zur Ausstellung sind hier zu finden.
Die Führung kostete inklusive Eintritt EUR 4,50, sie wurde vom Rotary Club Nürnberg gefördert.
Wir hatten im Vorfeld angefragt, ob die Kunsthalle nicht nur einen Gebärdendolmetscher, sondern auch eine FM-Anlage zur Verfügung stellen kann (bis zur Führung erhielten wir keine Antwort). Christa H. berichtete dazu: "Es gab keine FM Anlage. Aber die Führerin sprach so laut und deutlich, dass wir sie auch so verstanden haben - incl. möglicher Rückfragen. Ich hatte sie vorher auf meine Schwerhörigkeit hingewiesen."

29. März 2017: Start der Erhebung der Induktiven Höranlagen (IHA) in Herzogenaurach.
Unser aktives Mitglied Cäcilie Trautner hat in der Vergangenheit eine Liste der Induktiven Höranlagen (pdf, ca. 2,2 MB) in ihrem Wohnort Herzogenaurach zusammengestellt. Es hat sich herausgestellt, dass die Induktiven Höranlagen (IHA) nicht immer optimal in Betrieb sind; daher hat sie eine Aktion gestartet, während der überprüft wird, ob die IHA in Herzogenaurach den Ansprüchen der Hörgeschädigten entsprechen. Ziel ist eine Zertifizierung der IHA, die den Qualitätsansprüchen genügen.
Die Aktion startete mit der Begehung der Anlage im Rathaussaal von Herzogenaurach am 29. März; im April folgten die Überprüfung der IHA der Kirchen St. Otto und St. Josef (Niederndorf), im Mai von St. Magdalena.
Die von Hörgeschädigten mit unterschiedlichem Hörverlust vorgenommenen Überprüfungen werden schriftlich dokumentiert und nach Abschluss der Aktion dem Behndertenbeauftragten der Stadt Herzogenaurach übergeben.

20. April 2017: Das für unser Gruppentreffen geplante Referat über "Telefonieren für Schwerhörige" musste wegen Erkrankung der Referentin leider ausfallen.
Ein Ersatztermin steht bisher noch nicht fest.

28. bis 30. April 2017: SHG-Leiter-Fortbildung "Freude und Trauer in der Selbsthilfe" des BayCIV im Haus St. Klara im Kloster Oberzell (bei Würzburg) Nähere Informationen sind hier zu finden. Von unserer Gruppe waren Jens und Herbert bei dem vorzüglich organisierten Seminar dabei. Trauer-Themen waren dabei nicht nur z.B. Erkrankungen oder Todesfälle in der Gruppe, sondern auch die Trauer um den eigenen Hörverlust. Ein ausführlicher Bericht über die Fortbildung ist auf der Homepage des Bayerischen CI-Verbandes zu finden.

30. April 2017: "Ökofest" in Herzogenaurach, Festgelände Am Weihersbach. Wie schon die Jahre zuvor haben wir uns dabei mit einem Informationsstand beteiligt, den Cäcilie, Birgit und die beiden Klaus betreuten. Cäcilie hatte zu der Gelegenheit ein Quiz (pdf, ca. 100 KB) entwickelt, wie sich Nichthörbehinderte in verschiedenen Situationen am besten beim Umgang mit Schwerhörigen verhalten.

1. Mai 2017: Wir waren wieder bei der Rädli-Station des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen dabei
Die Beratungsstelle des ZSL Erlangen (Luitpoldstr. 42) ist seit Jahren Anlaufstelle bei der Erlanger "Rädli", die seit mehr als 20 Jahren in Erlangen immer am 1. Mai durchgeführt wird (Informationen zur Rädli sind hier zu finden). Auch 2017 waren wir dort wieder beteiligt. Wir konnten über ein Programm, das verschiedene Arten von Hörverlust simuliert, nahebringen, wie sich verschiedene Arten von Hörverlust anhören bzw. dass Schwerhörigkeit nicht einfach nur "leiser hören" bedeutet. Klaus S. und Herbert betreuten den Stand (Herbert brachte auch seinen "Blitzer" mit um zu demonstrieren, dass Ertaubte auch durch Licht geweckt werden können). Unter den Besuchern befand sich u.a. auch unser OB Florian Janik der es sich nicht nehmen ließ, den Kopfhörer aufzusetzen.
Ebenfalls anbieten konnten wir das Quiz, das Cäcilie für das tags zuvor in Herzogenaurach stattgefundene "Ökofest" entwickelt hatte. Es sorgte ebenso wie die Simulation von Schwerhörigkeit für manches "Aha-Erlebnis".
Unsere Gruppe beteiligte sich damit bei der Woche der Kommunikation 2017 des Netzwerks Hörbehinderte Bayern


Schwerhörigkeit wird vorgeführt           Auch OB Janik machte sich kundig

links: Schwerhörigkeit wird vorgeführt
rechts: Auch OB Janik machte sich kundig.


Der Quiz wird hier gemeinsam angegangen

Der Quiz wird hier gemeinsam angegangen


3. Mai 2017: Führung durch das SiemensMed-Museum (Gebbertstraße 1, 91052 Erlangen) im Rahmen der Woche der Kommunikation 2017 des Netzwerks Hörbehinderte Bayern
Etwa ein Dutzend Teilnehmer nutzten die Führung, die gemeinsam von der Katholischen Hörgeschädigtenseelsorge Nürnberg und der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern in Zusammenarbeit mit unserer Gruppe organisiert wurde. Besonders interessant für Hörgeschädigte waren dabei die (leider nur kurz gestreiften) Exponate über die Entwicklung der Hörgeräte bei Siemens.


Siemens-Hörgeräte um 1960           Modernes Hörgerät mit "Maus-Design"

links: Siemens-Hörgeräte um 1960
rechts: Modernes Hörgerät im "Maus-Design"


Die Besuchergruppe (mit Führerin Frau Dr. Moor)

Die Besuchergruppe (mit Führerin Frau Dr. Moor, links)


12. bis 14. Mai 2017 (Freitag bis Sonntag): Technik-Workshop des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten im Bildungszentrum Ottmaring, 86316 Friedberg (Bayern).
Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband. Jens nahm von unserer Seite aus bei dem Technik-Workshop teil und konnte von dort Tipps zur Gestaltung unserer Homepage mitnehmen.

3. Juni 2017: Selbsthilfegruppenleiter-Schulung der Firma Advanced Bionics in Halle (Saale)
Einzelheiten des Programms sind hier (pdf, ca. 500 KB) zu finden. Aus unserer Gruppe war Herbert für die Schulung gemeldet. Er berichtet:
Die Zahl der Teilnehmer war auf 15 begrenzt und damit nicht nur überschaubar, sondern es wurde auch der persönliche Kontakt untereinander erleichtert. Interessant war, wie andere Gruppen ihre Treffen veranstalten. In Rostock wird z.B. nicht nur eine (mobile) Ringschleife genutzt, sondern auch eine Schriftdolmetscherin unterstützt die Kommunikation während der Treffen. Letztere ist nicht vor Ort anwesend, sondern arbeitet über Skype (was einen guten Internetanschluss voraussetzt). Das erspart die Fahrtkosten – ein Honorar fällt natürlich trotzdem an, und die Gruppe ist dazu auf Zuschüsse angewiesen.
Neben den vielen Informationen während der Schulung hatte ich schon vorher ein angenehmes Erlebnis. Als ich das Reisecenter der DB im Halleschen Hauptbahnhof aufsuchte, stieß ich auf ein für mich neues Beispiel der Barrierefreiheit für Hörbehinderte. Dort muss man eine Nummer ziehen, damit die Informationssuchenden in der zeitlich korrekten Reihenfolge aufgerufen werden. Das "Ziehen" erfolgte über einen Touchscreen mit mehreren Auswahlmöglichkeiten, und darunter war auch das "T-Symbol" für induktives Hören zu sehen. Das habe ich natürlich gewählt!
Die mir dann zugeteilte Nummer hatte einen ganz anderen Anfang als die anderen, die auf dem Display zu sehen waren. Als ich an der Reihe war, hatte ich mein CI schon auf induktiv geschaltet, und hörte – nichts. Daraufhin sagte ich als Erstes: "Ich dachte man kann hier induktiv hören?", woraufhin die Dame hinter der Theke einen Schalter umlegte und ein kleines Mikrofon hervorzog. Sie sprach dann in Richtung des Mikrofons und war gut zu hören, da habe ich mich gefreut! In diesen Genuss kam ich wohl, weil der Bahnhof gerade umgebaut und dabei auch der Raum des Reiseservice modernisiert wurde. Zu wünschen wäre, dass das häufig auch anderswo der Fall sein wird.


Touchscreen mit T-Symbol

Touchscreen mit T-Symbol (unten in der Mitte)

24. Juni 2017: Sommerfest des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen im Treffpunkt Röthelheimpark (Schenkstr. 111).
Wir haben uns statt eines eigenen Sommerfestes bei dem des ZSL beteiligt. Bei bestem Sommerfestwetter konnte ein gutes Dutzend unserer Teilnehmer (der Anhang eingerechnet) mit den Mitgliedern und Freunden des ZSL zusammen feiern. Im Kleinen war es Ersatz für das im Juni wegen des Feiertags ausgefallenen Gruppentreffen.

24. Juni 2017: Informationsveranstaltung "Hören - Verstehen - Genießen" und 20-jähriges Jubiläum des BayCIV in München-Fürstenried.
Wegen des gleichzeitg stattfindenden Sommerfestes fanden nur wenige Teilnehmer unserer Gruppe den Weg nach München (u.a. Birgit S., Heidi S., Jens K.). Ein Manko: sie saßen in einem "Funkloch", was den Empfang mit der FM-Anlage betraf ...
Nähere Informationen zu der Veranstaltung sind hier zu finden.

11. Juli 2017: Arbeitskreis "Barrierefreies Miteinander im Landkreis Erlangen-Höchstadt".
Wir waren durch Brigitte H. und Klaus S. bei dem Treffen in Hemhofen vertreten, denen unsere FM-Anlage bei der Kommunikation hilfreich war (und die dadurch Hörbehinderung sichtbar machten).

16. Juli 2017: "Bürger-Brunch" am Neustädter Kirchenplatz.
Wir beteiligten uns mit einem Tisch an der Veranstaltung , deren Erlös der Erlanger Bürgerstiftung zugute kommt (die die Induktionsanlage im Seminarraum des ZSL ermöglicht hat - danke!).
Der uns zugedachte Tisch wurde in Zusammenarbeit mit dem ZSL bestückt - die Teilnahme aus der Gruppe hätte besser sein können ...


Der gedeckte Tisch wartet

Der gedeckte Tisch wartet

20. Juli 2017: Unser Gruppentreffen stand unter dem Thema: "Zusatzgeräte für Schwerhörige"
Herr Fricke von Bellman & Symfon stellte das umfangreiche Angebot seiner Firma vor und fand ein interessiertes Publikum.

21.-22. Juli 2017: SHG-Leiter-Seminar der Firma Med-EL in Uslar-Volpriehausen
Das Programm ist hier (pdf, ca. 2,2 MB) zu finden.
Aus unserer Gruppe nahm Herbert bei dieser Weiterbildung teil und konnte viele nützliche Informationen "aufschnappen".

22. Juli 2017: Inklusiver Marktplatz des Forums behinderter Menschen in Erlangen auf dem Rathausplatz
Der "Inklusive Marktplatz" Plakat, DIN A4 (pdf, ca. 1,7 MB), Einladung (pdf, ca. 60 KB) ist eine Weiterentwicklung des Aktionstages der Behinderten, an dem wir regelmäßig teilgenommen haben. Wir beteiligten uns auch diesmal mit einem Informationsstand, den Brigitte H. und Klaus S. betreuten (die "üblichen Verdächtigen" - lies: das Trio der SprecherInnen - war sämtlich anderweitig verhindert). Dank der Zusammenarbeit mit dem ZSL klappte der Auf- und Abbau des Infostandes ohne Probleme.
Klaus S. berichtete dazu: "Wir konnten viele Leute ansprechen, die nach dem Gespräch auch nach unserem Flyer fragten und ihn mitnahmen. Eine ältere Dame, über 80, erzählte mir, dass Sie das Hörgerät nur in Ausnahmefällen trägt. Der Akkustiker hatte ihr verschiedene Geräte gezeigt und sie hat sich für ein "Im-Ohr-Gerät" entschieden. Dieses drückt und verursacht Schmerzen, weshalb sie aufs Tragen lieber verzichtet ... Ansonsten ist zu sagen, dass wir beim ZSL gut aufgehoben waren. Wir mussten uns nicht um Zelt und Sitzgelegenheiten kümmern und hatten auch eine zusätzliche Begleitung. Wir bedanken uns dafür."


Der Info-Stand beim Inklusiven Marktplatz

Der Info-Stand beim Inklusiven Marktplatz

26. Juli 2017: Treffen beim Bürgermeister von Heßdorf, Herrn Rehder.
Cäcilie, Klaus und Herbert vertraten uns bei dem Treffen mit dem Bürgermeister, dem Behindertenbeauftragten, Herrn Opelt, und einem Mitarbeiter des Baureferats der Gemeinde. Wir führten u.a. die mobile Ringschleife vor, die in Herzogenaurach für Barrierefreiheit für Hörgeschädigte zur Verfügung steht.


Besprechung in Heßdorf

Besprechung in Heßdorf

1. August 2017: Wir testen das Rathaus von Weisendorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt) auf Barrierefreiheit für Schwerhörige.
Wie einem Bericht von "infranken" mit dem Titel "Technik öffnet Schwerhörigen den Zugang zum Gemeinderat" zu entnehmen ist, haben von unserer Gruppe Brigitte F., Brigitte H. und Heidi S. die Induktive Höranlage des Weisendorfer Rathauses getestet und für gut empfunden.
Wir freuen uns über einen weiteren Schritt zur Barrierefreiheit für lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte im Landkreis!

2. bis 26. August 2017: Das Sommernachtfilmfestival bot bei zwei weiteren Spielorten induktives Hören an.
In den letzten Jahren wurde im Rahmen des Sommernachtfilmfestivals induktives Hören in Nürnberg am Spielort Krafft'scher Hof (Theresientr. 7) angeboten. Dieses Jahr wurde das Angebot erweitert: auch im Pellerhaus (Egidienplatz 23) war dieser Service für Hörbehinderte zu finden. Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern stellt die dafür notwendige Technik zur Verfügung.
Ein freuliches Stück Barrierefreiheit für Hörgeschädigte! Ein erster Test im erstmals bespielten Pellerhaus (Egidienplatz) ergab eine zufriedenstellende Leistung der dort installierten Induktiven Höranlage (IHA) im bestuhlten Areal des Innenhofs.
Die Atmosphäre im noch nicht fertig renovierten Pellerhaus war beeindruckend (s. Foto).


Innenhof des Pellerhauses

Innenhof des Pellerhauses

17. August 2017: "Ortung X" - Führung für Menschen mit Höreinschränkungen
Das Programm ist hier (als pdf-Datei, ca. 4 MB) zu finden.
Zehn Teilnehmer unserer Gruppe waren dabei, als in Schwabach beim "Goldmobil" vor dem Rathaus die für Hörbehinderte barrierefreie Führung anfing - ermöglicht durch die Ausgabe von FM-Empfängern, zur Verfügung gestellt durch Regens Wagner. Die Führung war einerseits ein Hörgenuss durch die zur Verfügung gestellte Technik und die deutlich sprechende Führerin, andererseits aber anstrengend nicht nur durch die beanspruchten Füße (Dauer 3 Stunden), sondern auch durch das trotz der Technik anstrengende Hörerlebnis (nach zwei Stunden waren einige Teilnehmer an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit).
Auch wenn die Dauer der Führung (3 Stunden) zu bemängeln war: ein schönes Stück Barrierefreiheit für lautsprachlich orientierte Hörbehinderte, wofür wir uns bei den Organisatoren bedanken!

24. bis 27. August 2017: Poetenfest für Hörbehinderte barrierefrei
Zum diesjährigen Poetenfest erreichte uns die Nachricht, dass wieder auf hörbehinderte Menschen Rücksicht genommen wird: Dauerhafte Induktionsschleifen für Besucherinnen und Besucher mit Hörgeräten mit Induktionsspule (Schalterstellung "T") stehen im Markgrafentheater (Reihe 4 bis 12 im Parkett) sowie im Palais Stutterheim (Innenhof und Bürgersaal) zur Verfügung.
Wie bereits in den vergangenen Jahren war im Schlossgarten am Haupt- sowie an den beiden Nebenpodien auch eine mobile FM-Anlage installiert. Im Regenfall standen ebenfalls mobile FM-Anlagen im Redoutensaal (Hauptpodium), Markgrafentheater, Oberes Foyer (Nebenpodium I) und dem Theater in der Garage (Nebenpodium II) zur Verfügung. Empfangsgeräte konnten am Infostand des Kulturamts im Schlossgarten gegen Hinterlegung eines Ausweisdokuments ausgeliehen werden; für Abendveranstaltungen im Theater in der Garage konnten Empfangsgeräte an der Abendkasse entliehen werden
Zusätzlich zum induktiven Angebot wurden Veranstaltungen im Markgrafentheater in Deutsche Gebärdensprache übersetzt (s. die Details (pdf, ca. 200 KB).
Kartenwünsche sowie Fragen und Anregungen konnten per Mail an service@poetenfest-erlangen.de oder per Fax an 09131-861411 gestellt werden; während des Poetenfests konnte man sich an die Tages- bzw. Abendkasse im Markgrafentheater wenden.
Unsere Brigitte H. schrieb deswegen eine Mail an die Organisatoren des Poetenfestes: "Ganz viel Lob möchten wir aussprechen für die großen Bemühungen rund um das Poetenfest im Schlossgarten. An zahlreichen Bäumen hingen gut sichtbar Piktogramme mit dem T und durchgestrichenem Ohr, den wichtigen Hinweisen auf induktive Höranlagen. Sofort probierten wir die Technik aus, wir liehen die uns zur Verfügung gestellte FM Anlagen am Stand des Kulturamtes aus. Sehr nützlich waren die Informationen, dass drei unterschiedliche Kanäle zur Verfügung standen, um induktiv den Lesungen und Gesprächen zu folgen. Anhand eines Faltblatts (Schlossgarten-Plan) konnten wir im Bereich des Hauptpodiums und zwei Nebenpodien ohne große Probleme gut "zuhören". Im Namen der hörbehinderten Teilnehmer (...)"

21. September 2017: Bei unserem Gruppentreffen stellte sich Frau Kirsten Och als neue Mitarbeiterin der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern vor.
Frau Och arbeitet dort als Sotzialberaterin; damit erweitert die Schwerhörigenseelsorge ihren Aufgabenbereich.

23. September 2017: Benefizkonzert zugunsten des Vereins "Hören Schenken" in der Erlanger Hugenottenkirche.
Nähere Informationen sind online hier zu finden. Auch aus unserer Gruppe waren Besucher des Benefizkonzerts dabei. Erfreulich: über die Induktionsanlage der Hugnottenkirche war die Musik gut zu hören.

28. September bis 1. Oktober 2017: Herbstseminar und 30-jähriges Jubiläum der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS).
Herbstseminar und Jubiläumsfeier fanden in Pforzheim, Tagungshotel Hohenwart Forum (Schönbornstraße 25, 75181 Pforzheim-Hohenwart), statt. Das Thema des Herbstseminar war "Selbsthilfe in schwierigen Zeiten - wenn nicht wir, wer dann ...?", s. als pdf-Datei.
Unsere Gruppe ist Mitglied bei der DHS. Von uns war Herbert als Teilnehmer gemeldet und konnte bei einem für Hörbehinderte rundum barrierefreien Seminar neue Informationen mitnehmen, bei der Mitgliederversammlung unsere Gruppe vertreten und hatte beim Jubiläumsabend sogar einen Auftritt als Klavierspieler, nachdem er von "Jomi" (der auch einen Eintrag in der wikipedia hat), mit sanfter Gewalt auf die Pantomimen-Bühne geholt worden war (ein Workshop "Körpersprache und Pantomime" mit Jomi gehörte auch zum Programm des Herbstseminars).

30. September bis 1. Oktober 2017: Besinnungswochenende für Schwerhörige und CI-Träger im Kloster Schwarzenfeld, Scheinfeld.
Das Besinnungswochenende stand unter dem Motte "Aus der inneren Quelle trinken. Spiritualität, die mein Leben trägt". Mehrere Teilnehmer unserer Gruppe nutzten das Angebot der Hörgeschädigtenseelsorge des Erzbistums Bamberg.

30. September 2017: Selbsthilfegruppenleiter-Schulung der Firma Advanced Bionics in München
Unter anderem wurde dabei ein neues Hörtrainings-Programm der Firma vorgestellt. Wer daran interessiert ist, möchte sich bitte mit dem SprecherInnen-Team unserer Gruppe in Verbindung setzen.

6. bis 8. Oktober 2017 (Fr bis So): 4. Internationaler Kongress zu Höranlagen und Barrierefreiheit in Berlin, Tagungshotel Best Western Hotel Steglitz International.
Einzelheiten des vom Deutschen Schwerhörigenbund (DSB) auf Initiative des Internationalen Schwerhörigenverbandes International Federation of Hard of Hearing People (IFHOH) organisierten Kongresses sind hier zu finden.

13. bis 15. Oktober 2017: Herbsttagung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten.
Die Herbsttagung 2017 stand unter dem Motto "Gesundheit und Recht als Schwerhörige". Sie wurde in Nürnberg im Tagungshaus Berufsförderungswerk (BFW), Schleswiger Straße 101, durchgeführt.
Genauere Informationen sind dem Bericht (pdf, ca. 50 KB) über die Herbsttagungzu entnehmen.
Die SHG Erlangen ist Mitglied im Landesverband. Petra vertrat uns und konnte sich zu den angesprochenen Themen informieren.
Bilder sind auf der Homepage des Landesverbandes der Hörgeschädigten Thüringen zu finden.

18. Oktober 2017: Podiumsdikussion "Sind Senioren IT-kompatibel?" im Bürgersaal der Stadtbibliothek Erlangen.
Uns erreichte eine Einladung (pdf, ca. 60 KB) zu dieser Veranstaltung. Der Bürgersaal der Stadtbibliothek Erlangen ist mit einer Induktiven Höranlage ausgestattet. Bisher funktionierte sie allerdings nur dann, wenn die Lautsprecheranlage im Bürgersaal NICHT gleichzeitig eingeschaltet war. Diesmal hat sie funktioniert, darüber freuen wir uns. Ein Manko war allerdings, dass bei Fragen aus dem Publikum die SprecherInnen ohne Mikrofon sprachen, so dass sie über die Induktive Höranlage nicht hörbar waren.

21. Oktober 2017: Landkreistag 50plus im Gymnasium Eckental, Eckental-Eschenau Flyer (pdf, ca. 2 MB).
Wir waren wieder mit einem Infostand beteiligt, den Cäcilie, Petra und Herbert betreuten. Wir hatten im Vorfeld um einen ruhigen Standort gebeten, damit ungestört Gespräche stattfinden können. Platziert waren wir dann nicht in der Halle, sondern auf der Empore darüber, wo es zwar ruhig war, wohin sich aber relativ wenige Leute verirrten (scheinbar gab es auch nur eine Treppe zur Empore, der Aufzug war recht versteckt und nicht ausgeschildert). Schade, mehr Zulauf wäre schön gewesen.
Positiv war, dass am Eingang mit einem Schild darauf hingewiesen wurde, dass zu den Vorträgen FM-Empfängern zur Verfügung stehen (die Erlanger Nachrichten vermerkte dazu in ihrem Bericht zum Landkreistag 50plus: "Ein außergewöhnlicher Service war eine mobile induktive Höranlage für Schwerhörige") - allerdings ohne Erläuterung, wie diese Hörgeräteträgern nutzen können; viele wissen ja nichts von der induktiven Übertragung und ihrem Nutzen. Von unserem Stand aus waren jedenfalls die Vorträge trotz der großen Distanz dadurch gut hörbar.


Cäcilie an unserem Stand           Rednerpult

links: Cäcilie an unserem Stand
rechts: Eins der Mikrofone am Rednerpult versorgte die FM-Anlage.

28. Oktober 2017: Tagesausflug der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern zur Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner" in Coburg.
Wir fuhren mit der Bahn (ohne Umstieg) nach Coburg, von dort aus brachte uns ein Bus zur Landesausstellung in der Alten Veste. Die Landesausstellung war den Besuch wert und die Zeit verflog fast zu schnell, denn vor dem gemeinsamen Mittagessen in der Stadt waren die zahlreichen Exponate kaum zu bewältigen.
Nach dem Mittagessen machten wir noch einen Abstecher in die Moritzkirche, in der Martin Luther bei seinem Aufenthalt 1530 predigte. Auch hier gab es eine kleine Ausstellung zum Reformationsjahr mit Schwerpunkt auf die Veränderungen im Coburger Gebiet.

6. November 2017: Stadtspaziergang für Menschen mit Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen in Erlangen.
Aus unserer Gruppe war Brigitte H. als Teilnehmerin dabei. Sie berichtete dazu:
Der Spaziergang fing am Hugenottenplatz an und ging in nördliche Richtung. Unter anderem auch durch die Fußgängerzone (Marktplatz und Schlossplatz). In der Zeit von 10.30 bis 18.00 h darf hier keiner Radfahren. Aus Sicht der Hörbehinderten: wenn von hinten ein Rad angesaust kommt, man merkt es doch nicht. Radfahrer sind generell schneller in einer ausgewiesenen Spielstraße (hier die Helmstraße) als die Autofahrer (Radfahrer kennen keine Schrittgeschwindigkeit?); uns wurde die beliebte Radfahrstrecke in der Apfelstraße gezeigt, und wir überlegten, wie Fußgänger und Radfahrer besser aufeinander Rücksicht nehmen können.

7. November 2017: Gesprächskreis für Hörbehinderte in Nürnberg, Egidienplatz 33 (Seminarraum).
Es gab erstmals ein Treffen des neuen Nürnberger Gesprächskreises für Hörbehinderte in den Räumen der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, s. die Einladung (pdf, ca. 30 KB). Auch aus unserer Gruppe (deren Einzugsbereich im Süden bis nach Schwabach reicht) waren Teilnehmer dabei.
Der Gesprächskreis ist für CI- und Hörgeräteträger gedacht - und natürlich auch für jeden, der sich in dieser Hinsicht informieren und beraten lassen möchte. Geplant sind weitere Treffen im zweimonatlichen Abstand. Interessenten/Innen können sich vorab informieren bei der Schwerhörigenseelsorge oder bei Peter Ihl

11. November 2017: Erlanger Hörtag im Hörsaalzentrum des Universitätsklinikums Erlangen (Ulmenweg 18).
Der Erlanger Hörtag 2017 behandelte das Thema "Gutes Hören in jedem Alter" Einladungsflyer (pdf, ca. 2,3 MB).
Wir beteiligten uns mit einem Infostand, der gut besucht war.

20. November 2017: Treffen des Arbeitskreises Hörbehinderte erstmals mit Beteiligung aus unserer Gruppe.
Der Arbeitskreis wurde im Rahmen des Projektes "Kommune Inklusiv" gebildet. Beteiligt sind alle Gruppen von Hörbehinderten (Gehörlose, Schwerhörige, Ertaubte). Von unserer Seite nahm Brigitte H. teil.

Unsere Gruppenaktivitäten ab Dezember 2017 sind auf unserer Homepage unter Aktuelles zu finden.

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Stand: 18. 5. 2018
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